12.07.2017, 06:00 Uhr

Café Fotter kämpft um Gastgarten

Bereit für den Sommer: Im straßenseitigen Gastgarten des Café Fotter in der Attemsgasse soll nun schon um 19 Uhr Sperrstunde sein. (Foto: Café Fotter)

Mehrere Sperrstunden in einem Lokal: Café Fotters Kampf für faire Gastgarten-Öffnungszeiten.

Das Innere des Café Fotter hat eine Betriebsstättengenehmigung bis 22 Uhr, der beliebte Rosengarten im Innenhof unter der Woche bis 19 Uhr und der straßenseitige Gastgarten soll seit Neuestem auch um 19 Uhr schließen, obwohl die Lokale in der Umgebung im Sommer ihren Gastgarten bis 23.30 Uhr offen haben. Die Betreiber des Café Fotter in der Attemsgasse sehen hier eine Ungleichbehandlung und wollen ihren Gastgarten, wie das Lokal, bis 22 Uhr offen halten.

Frühe Gastgartensperrstunde

"Wir haben uns an der alten Genehmigung der Familie Fotter aus den späten 80er-Jahren orientiert", erzählt Simon Hauzenberger, einer der drei Geschäftsführer des Café Fotter. Daher wollte man den straßenseitigen, vier Parkplätze breiten Gastgarten, wie das Lokal selbst, auch bis 22 Uhr offen haben und hat um entsprechende Genehmigung angesucht, da Familie Fotter den straßenseitigen Gastgarten damals nicht hatte. "Die Lokale in der Umgebung haben ihre Gastgärten in den Sommermonaten bis 23.30 Uhr offen", erklärt Hauzenberger, dass die Gastgartensperrstunde um 22 Uhr für das Fotter in Ordnung wäre.

Kein Verständnis der Gäste

Als ein Schreiben der Bau- und Anlagenbehörde der Stadt Graz ins Haus flatterte, gab es jedoch eine böse Überraschung. "Aufgrund von Berechnungen des Umweltamtes sollen wir den Gastgarten nun um 19 Uhr schließen", schüttelt Hauzenberger den Kopf. Obwohl es vollstes Einvernehmen mit allen Nachbarn und nach Rückfrage auch keine Beschwerden bei der Baubehörde gab. "Bei uns herrscht gemütliche Kaffeehausatmosphäre und keine Partystimmung. Die Regelung ist extrem geschäftsschädigend und die Gäste haben kein Verständnis, wieso andere Lokale in der Umgebung länger offen haben dürfen", so der Junggastronom weiter.

Sicht der Baubehörde klar

Für die Bau- und Anlagenbehörde ist die Situation aber klar. "Bei jedem neuen Ansuchen geben wir ein schalltechnisches Gutachten in Auftrag, dem die Entscheidung zugrunde gelegt wird", erörtert Verena Binder, Leiterin des Referats für gastgewerbliche Betriebsanlagen. "Eine Ungleichbehandlung liegt nicht vor, es ist rechtlich die richtige Entscheidung", führt Binder aus und meint, dass es jedem frei steht, sich dazu zu äußern.
Die Café-Fotter-Betreiber sehen das anders und haben mit juristischer Hilfe eine Stellungnahme dazu abgegeben. "Das Prozedere ist sehr zeit- und kräfteraubend", hofft Hauzenberger auf eine baldige positive Erledigung.
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