21.06.2017, 09:00 Uhr

Faire Lösung für Heimgärtner

Heimgartenidylle: Die Kleingartenverordnung der Stadt Graz soll in Kooperation überarbeitet werden. (Foto: Prontolux)

Positiv verlief das Gespräch zwischen Heimgartenverband und Baubehörde.

Beim Reden kommen die Leut’ zam – dieses Sprichwort hat sich beim Gespräch zwischen Walter Wusche, Präsident des Heimgartenverbandes Steiermark, und Doris Jurschitsch, Leiterin der Bau- und Anlagenbehörde der Stadt Graz, einmal mehr bewahrheitet. Wie in der letzten WOCHE-Ausgabe berichtet, fühlten sich die Heimgärtner durch Auflagen der Baubehörde schikaniert und wollten Klarheit darüber, ob die Bau- und Anlagenbehörde für Sanktionen zuständig ist oder nicht.

Hürde statt Hilfe

"Das erste Mal seit zehn Jahren hatte ich das Gefühl, dass man mir zuhört und unsere Probleme ernst nimmt", freute sich Walter Wusche über das positive Gespräch. "Unsere Formulare sind für alle Bauvorhaben zugeschnitten und natürlich für Kleingärtner überdimensioniert", erklärt Jurschitsch, dass in diesem Fall Formulare, die eigentlich helfen sollen, das Gegenteil bewirkt haben. Der Anlassfall – das Flugdach im Heimgarten Steinfeld war neun Quadratmeter zu groß – wird nach Nachreichen notwendiger Unterlagen positiv erledigt werden.

Kleingartenverordnung wird überarbeitet

Das Problem der allgemeinen Zuständigkeit konnte allerdings nicht gelöst werden. Da die Steiermark als einziges Bundesland kein Kleingartengesetz hat, musste jede Stadt eine eigene Kleingartenverordnung erlassen. Diese soll nun in Kooperation mit dem Heimgartenverband, der Immobilienabteilung sowie der Bau- und Anlagenbehörde der Stadt Graz überarbeitet werden. "Es geht darum, Rechtssicherheit und eine faire, praktikable Lösung zu finden", erklärt Jurschitsch.
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