15.03.2017, 08:30 Uhr

Die Zukunftswerkstatt zeigt bereits Wirkung

Als ein Resultat aus dem "Design Thinking"-Prozess wurde die Idee einer Einkaufstasche für den Bauernmarkt präsentiert. (Foto: cardamom)

Land- und Kreativwirtschaft vernetzen sich in Graz, um gewappnet für die Zukunft zu sein.

Kaum zu glauben, aber wahr: Mit rund 350 land- und forstwirtschaftlichen Betrieben ist Graz die größte Bauerngemeinde der Steiermark. Die Bauernmärkte boomen, nicht zuletzt aufgrund des immer größer werdenden Konsumbewusstseins der Grazer.
Und dennoch ist es unbestritten, dass die Existenz von vielen Bauern gefährdet ist, da auch die heimische Landwirtschaft vor großen Herausforderungen steht. Neue Modelle sind erwünscht, damit in weiterer Folge neue Einkommensformen erschlossen werden können.
Impulse, die beispielsweise von der Kreativwirtschaft kommen können. "Die Rolle der Kreativen als Innovationstreiber in der Grazer Wirtschaft darf nicht unterschätzt werden, sind doch bereits rund 15 Prozent aller Unternehmen in der Kreativwirtschaft tätig", sagt dazu Karin Hojak-Talaber von der Abteilung für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung.

Synergien als Ziel

Gerade diese Abteilung der Stadt Graz deckt mit ihren wirtschaftlichen Stärkefeldern beide Bereiche ab. Mit der Implementierung der sogenannten Zukunftswerkstatt im Vorjahr sollte eine bessere Vernetzung, von der letztendlich beide Seiten profitieren können, erreicht werden.
Im Rahmen eines Workshops, der unter dem Motto "Landwirtschaft trifft Kreativwirtschaft" stand, setzten sich 45 Teilnehmer unter anderem mit dem Bauernmarkt der Zukunft, den Kundenwünschen von morgen sowie der Verpackung von Produkten auseinander.

Projekte laufen weiter

"Begleitet von der Agentur cardamom haben wir magistratsweit erstmals die Methode ,Design Thinking‘ angewendet. Dabei wurden die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden früh eruiert und in die Ideenentwicklung eingearbeitet", so Hojak-Talaber. Auch das Testen und Bauen von Prototypen war Teil des Workshops. Letztendlich wurden so unter anderem mobile, analoge und digitale Bauernläden, Premiumverpackungen für Lebensmittel sowie völlig neue Produktformen präsentiert.
Einige Projekte wurden auch weitergeführt, wie die Idee für eine multifunktionale Einkaufstasche, mit der Konsumenten ihre Einkäufe vom Bauernmarkt, vor allem mit dem Fahrrad, nach Hause transportieren können.
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