Waldviertel wartet weiter
Bahn-Ausbau nicht auf Schiene - weiter warten bis 2034
- Der Horner Landtagsabgeordnete Franz Linsbauer (ÖVP) spricht von einem falschen Signal für die Region.
- Foto: ÖBB & Markus Kahrer
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Die Modernisierung der Franz-Josefs-Bahn lässt weiter auf sich warten: Der wichtige zweigleisige Ausbau im Waldviertel verzögert sich erneut.
WALDVIERTEL. Die Modernisierung der Franz-Josefs-Bahn lässt weiter auf sich warten und der wichtige selektiv zweigleisige Ausbau im Waldviertel verzögert sich erneut. Statt wie bisher geplant 2033 soll das Projekt nun erst 2034 abgeschlossen sein. Für viele Menschen entlang der Strecke ist das eine weitere Enttäuschung, schließlich gilt die Franz-Josefs-Bahn als zentrale Verbindung zwischen Wien und dem nordwestlichen Niederösterreich. Mit dem Ausbau sollen Zugbegegnungen beschleunigt, die Kapazität erhöht und langfristig bessere Taktverbindungen ermöglicht werden.
- Pendler auf der Franz-Josefs-Bahn dürfen sich über ein besseres Angebot auf der Schiene freuen.
- Foto: Marek Knopp
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Entsprechend deutlich fällt die Kritik aus der Landespolitik aus. Der Horner Landtagsabgeordnete Franz Linsbauer (ÖVP) spricht von einem falschen Signal für die Region: „Das Waldviertel wartet seit Jahren auf bessere Bahnverbindungen. Wer hier bremst, bremst Pendler, Betriebe und die Entwicklung.“ Besonders kritisch sieht er, dass sich der ursprünglich geplante Baustart von 2026 auf 2029 verschoben hat. Auch die Zwettler Landtagsabgeordnete Silvia Moser (Grüne) zeigt sich verärgert. Der Aufschub sei ein „fatales Signal an den ländlichen Raum“ und stehe im Widerspruch zu klimapolitischen Zielen. „Die Menschen im Waldviertel haben sich keine weiteren Ankündigungen verdient, sondern endlich konkrete Umsetzung“, fordert sie.
- Statt wie bisher geplant 2033 soll das Projekt nun erst 2034 abgeschlossen sein.
- Foto: ÖBB/Christian Zenger
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Während die Politik Druck macht, reagieren Fahrgäste differenzierter. Michael Schwayda aus Sigmundsherberg, der gelegentlich mit der Bahn nach Wien fährt, sieht die Verzögerung persönlich gelassen: „Ich bin in Pension und fahre nur gelegentlich mit der Bahn nach Wien. Mich betrifft das daher wenig, weil ich mir die Fahrzeiten flexibel einteilen kann.“ Verständnis hat er aber für Berufspendler: „Wer täglich zur Arbeit fährt und auf bestimmte Zeiten angewiesen ist, wird sich über die neuerliche Verschiebung sicher ärgern.“
- Die Modernisierung der Franz-Josefs-Bahn lässt weiter auf sich warten und der wichtige selektiv zweigleisige Ausbau im Waldviertel verzögert sich erneut.
- Foto: ÖBB, Kiechl
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Die ÖBB verweisen auf budgetäre Vorgaben und notwendige Priorisierungen. ÖBB-Sprecher Christopher Seif betont, dass die Direktanbindung Horn Teil des Franz-Josefs-Bahn-Pakets 2 sei. Das volle Potenzial für ein verbessertes Fahrplanangebot sei jedoch „erst nach Fertigstellung und Inbetriebnahme des selektiv zweigleisigen Ausbaus der Franz-Josefs-Bahn gegeben“. Gleichzeitig verweist er auf bereits umgesetzte Maßnahmen wie den modernisierten Bahnhof Sigmundsherberg.
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