MeinBezirk vor Ort
Viele Großprojekte in Marktgemeinde Fieberbrunn
- Bgm. Walter Astner (vor neuem Dorfplatz) berichtet aus "seiner " Gemeinde.
- Foto: Klaus Kogler
- hochgeladen von Klaus Kogler
Fieberbrunns Bgm. Walter Astner im MeinBezirk-Gespräch über viele (Groß-)Projekte, Prioritäten und Problemfelder.
FIEBERBRUNN. Aktuelle und künftige Großprojekte beschäftigen die Marktgemeinde Fieberbrunn: Dorferneuerung, Mittelschulsanierung, Feuerwehrzentrale, Musikheim, Hochwasserschutz, Aubadsanierung, Wasserversorgung. Darüber, über weitere Projekte und Problemfelder berichtet Bgm. Walter Astner im MeinBezirk-Gespräch.
Der neue Dorfplatz samt Bühne und ein Teil der Dorfstraße (1. Bauabschnitt) wurden im Zuge der Dorferneuerung neu gestaltet (wir berichteten).
"Wie positive Kritiken bezeugen, ist es ein gelungenes Projekt. In weiteren Schritten wird das in den kommenden Jahren fortgesetzt. Als Nächstes steht 2027 die Dorfstraßen-Einfahrt am Programm, für den Dorfplatz werden großflächige Schirme angeschafft",
so Astner.
Der dritte Bauabschnitt der Mittelschulsanierung konnte fristgerecht zum Schulbeginn abgeschlossen werden; einige Nacharbeiten sind noch notwendig, der Großteil der Arbeiten wurde jedoch finalisiert.
"Die Kosten (2024–2026) für die Sprengelgemeinden werden bei 8,1 bis 8,5 Millionen € liegen. Die endgültige Fertigstellung erfolgt 2027, dann wird es auch einen Tag der offenen Tür geben."
Das regionale „Betreute Wohnen“ (fünf Gemeinden) wurde im Vorjahr eröffnet. Errichtet wurde es von der Tiroler Wohnbau, die Gemeinde ist Mieterin des Objekts. Die Betreuung vor Ort übernimmt der Sozialsprengel Pillersee.
Aktuell laufende Projekte
Aktuell wird die neue Feuerwehrzentrale errichtet, der Bezug soll im November erfolgen. Parallel dazu läuft die Planung für den Umbau des alten Zeughauses in ein neues Musikheim, die Umsetzung soll im Winter starten. Wenn die Musikkapelle umzieht, kann auch der alte Pavillon abgerissen und der geplante Wohnbau (24 Mietwohnungen) starten. Dies ist für 2027 geplant.
Ebenso läuft die Planung und Vorbereitung der Sanierung des Aubads vorbehaltlich eines positiven Beschlusses der Landesregierung über die Gewährung einer Förderung (40 %).
Beim Aubad läuft die Fertigstellung des Spielplatz-Baus (wir berichteten).
Beim Hochwasserschutzprojekt wurden die Planungen von Bund genehmigt.
"Die Ausschreibung ist abgeschlossen, derzeit ist die Detailplanung in Ausarbeitung. Das Projekt samt Retention (Eiserne Hand) soll ab 2028 gestartet werden",
so der Ortschef.
(Einheimischen-)Wohnbau
Die Moser Wohnbau errichtet ab 2027 in Neumoos 33 Eigentumswohnungen (50 % wohnbaugefördert, 25 % frei finanzierbar, 25 % mit Preisdeckel). Beim neuen Feuerwehrhaus werden 24 wohnbaugeförderte Mietwohnungen errichtet (ab 2027). Das Siedlungsgebiet Lehen wird derzeit um sechs Baugrundstücke erweitert. Die Vergab erfolgt durch die Gemeinde (ein Grundstück noch frei, Anm.).
Problemfelder in der Gemeinde
Bgm. Astner weist auf den Investitionsdruck bzw. zeitgleiche Umsetzung mehrerer Großprojekte hin. Seit dem Vorjahr und vor allem in den kommenden Jahren steht die Finanzierung einiger Großinvestitionen zeitgleich an.
"Dies führt die Gemeinde zu Schwierigkeiten in der Budgetierung und führt zu einem höheren Verschuldungsgrad."
Wie andernorts spürt auch Fieberbrunn die allgemeine Teuerung und Inflation:
"Die Ausgaben steigen stetig an, außerordentliche Einnahmen zu lukrieren ist schwierig. Auch die Sicherung der Wasserversorgung wird uns verstärkt beschäftigen",
so Astner.
Wasserversorgung
Durch die Höhenlage in Fieberbrunn ist die Wasserversorgung derzeit noch gesichert; jedoch hat der niederschlagsarme Sommer deutliche Auswirkungen auf das Wasservorkommen und -reserven.
"Es gilt also, die Situation immer genau zu beachten und grundsätzlich an einen sparsamen Wasserverbrauch zu appellieren. Es wird stetig an der Erneuerung der Versorgungsleitungen im Ort gearbeitet. So wurde im heurigen Jahr im Ortsteil Neumoos die Wasserleitung ausgetauscht",
so Astner.
Hotelprojekte
Auch Hotelprojekte beschäftigen die Gemeinde. Der Verkaufserlös für das Grundstück Tragstätt (ca. 3,9 Mio. €) ist mit Jahresbeginn eingelangt. Die Einreichplanung wird derzeit von den Architekten der Projektwerber ausgearbeitet. Die nächsten Schritte liegen nun bei den Investoren und Planern, so Astner.
Beim Projekt MPreis/Liebhart sind uns derzeit keine aktuellen Projektentwicklungen bekannt, beim Projekt Doischberg II sind derzeit die Einreichsplanungen in Ausarbeitung.
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