24.08.2016, 10:00 Uhr

Erdbeben in Italien war in Teilen Österreichs spürbar

ZAMG-Seismologin Rita Meurers in der Zentrale des Österreichischen Erdbebendienstes. (Foto: ZAMG)

In Mittelitalien bebte am 24. August für einige Sekunden die Erde. Dutzende Menschen kamen bei dem Beben ums Leben.

ITALIEN, ÖSTERREICH. Das Erdbeben ereignete sich in vier Kilometer Tiefe mit einer Magnitude von 6.2. und war auch in Teilen von Österreich spürbar. Vor allem aus den südlichen Regionen von Kärnten und der Steiermark erhielt die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Meldungen darüber.

Wer das Erdeben gespürt hat, kann es der ZAMG online über das Wahrnehmungsformular auf der Website mitteilen. Die Bebenmeldungen aus Österreich stammen vor allem aus den oberen Stockwerken von Hochhäusern.

Rotes Kreuz hilft vor Ort

Seit den frühen Morgenstunden helfen hunderte Freiwillige des Italienischen Roten Kreuzes im betroffenen Gebiet. "Unsere Teams leisten Nothilfe für die Menschen, darunter die Rettung von Verschütteten durch Suchhunde, medizinische Betreuung und Versorgung mit Notunterkünften und Nahrungsmitteln", berichtet Tommaso Dellalonga, Sprecher des Italienischen Roten Kreuzes. Das Österreichische Rote Kreuz ist zur sofortigen Hilfe mit Betten und Decken bereit und hat Experten zur Entsendung nach Italien einsatzbereit.

Zur Sache: Erdbeben in Italien

Italien gehört zu den erdbebengefährdeten Ländern in Europa. Durchschnittlich alle zehn Jahr bebt die Erde in Italien in dieser Stärke. Unter dem Land bewegt sich ein etwa tausend Kilometer langer Keil der afrikanischen Platte mehrere Meter im Jahrhundert nach Norden und Westen und drückt gegen die Alpen und den Appenin. Dabei bauen sich Spannung im Untergrund auf. Werden diese Spannungen zu groß, kommt es zu einem Bruch und die Erde bebt.

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