Biodiversität stärken
Naturverbunden Südsteiermark schafft bleibende Werte in der Region
- Bei der Trockensteinmauer in Kitzeck trafen sich die Projektverantwortlichen und Partner zum Austausch und zur Bilanzpräsentation
- Foto: MeinBezirk/W. Fischer
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Als Teil der landesweiten Initiative „Naturverbunden Steiermark" zeigt der Naturpark Südsteiermark beispielhaft, wie Naturschutz, Regionalentwicklung und Bewusstseinsbildung erfolgreich miteinander verbunden werden können. Nach drei Jahren befindet sich das Projekt in der Zielgerade. Als letzter Höhepunkt findet am 14. November im Besucherzentrum Grottenhof ein öffentlicher Aktionstag zum Thema Hecken statt.
LEIBNITZ. Das Leader-Projekt "Narurverbunden Südsteiermark", das 2024 gestartet wurde, geht nach drei Jahren zu Ende. Was bleibt sind viele neue Erfahrungen, ein gewachsenes Netzwerk und vier Pilotflächen, die alle Beteiligten stärken, sich weiterhin für lebenswerte Lebensräume und Biodiversität in der Region stark zu machen.
Unter den drei Leitmotiven "Gemeinden verbinden", "Menschen verbinden" und "Landschaften verbinden" entstanden kommunale Schulungs- und Vernetzungsangebote, knapp 60 Naturerlebnisprogramme mit 23 Naturvermittlerinnen und Naturvermittlern wurden umgesetzt und vier exemplarische Pilotflächen, sogenannte Trittsteinbiotope, angelegt.
Bei der Präsentation der Projektergebnisse hatten die Anwesenden die Möglichkeit, die Trockensteinmauer in Kitzeck zu begutachten, die im Rahmen eines dreitägigen Workshops von Profis und Interessierten gemeinsam geschaffen wurde. "Auch die Mitarbeiter des Wirtschaftshofs der Gemeinde Kitzeck haben mitgeholfen", freut sich Bürgermeister Josef Fischer über das gelungene Endergebnis.
Für die Verarbeitung wurde Stainzer Schiefer angeliefert, der zuvor von Projektleiterin Anna Luidoild persönlich vor Ort ausgesucht wurde.
"Wir haben im Rahmen des Projekts 'Naturverbunden Südsteiermark' bewusst übertragbare Beispiele geschaffen, die zeigen, wie kleine Trittsteine zu einem regionalen Netzwerk beitragen", betont Kilian Cresnik, Leiter des Naturparks Südsteiermark.
- V.l.: Kitzeck-Bürgermeister Josef Fischer, LAbg. Gerhard Hirschmann, Projektleiterin Anna Luidoid, Arnfels-Bürgermeister Karl Habisch, Naturparkchef Kilian Cresnik, Robert Nagele und Peter Gschiel
- Foto: MeinBezirk/W. Fischer
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Viel Positives abgewinnen kann dem Projekt auch der Regionsvorsitzende LAbg. Gerhard Hirschmann, der zur Bilanzpräsentation nach Kitzeck kam: "Das Projekt zeigt, dass die Südweststeiermark besonders stark ist, wenn Gemeinden Bildungseinrichtungen, Landwirtschaft und Naturschutz gemeinsam handeln. Die Pilotflächen sind klein im Maßstab, aber groß in ihrer Signalwirkung."
"Die Südweststeiermark ist eine Region, in der wirtschaftliche Entwicklung, Tourismus, Landwirtschaft und eine außergewöhnlich vielfältige Kulturlandschaft unmittelbar zusammenkommen. Und genau daraus entsteht eine besondere Verantwortung. Wir müssen die Entwicklung so gestalten, dass unsere natürlichen Grundlagen die Lebensqualität in den Gemeinden erhalten bleiben", betont LAbg. Hirschmann weiter.
Wissenvermittlung und Weiterbilung
Arnfels-Bürgermeister Karl Habisch, Obmann des Naturparks Südsteiermark, knüpft an: "Ein Naturpark lebt davon, dass Gemeinden und Bevölkerung gemeinsam Verantwortung übernehmen. In den letzten drei Projektjahren haben wir Wissen geteilt, Menschen zusammengebracht und sichtbare Lebensräume über die Naturgrenzen hinweg geschaffen."
Aus der Sicht des Naturpark-Obmanns hat die Wissensvermittlung oberste Priorität: "Es ist wichtig, konkrete Lebensräume zum Herzeigen zu schaffen und die Menchen an einen (grünen) Tisch zu bringen. Ein Beispiel dafür ist u.a. der Markt der Artenvielfalt.
Unterstützt wurde das Projekt auch von "Blühendes Österreich" mit 30.000 Euro von den Projekt-Gesamtkosten, die sich auf rund 250.000 Euro beliefen.
- In traditioneller Bauweise wurde beim Weinmuseum in Kitzeck im Rahmen eines dreitägigen Workshops unter fachlicher Anleitung eine Trockensteinmauer errichtet. Die Steinmauer bietet Hohlräume, besonnte Steinflächen und karge Fugenstandorte.
- Foto: MeinBezirk/W. Fischer
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Starke Partner mit im Boot
"Mit 'Blühendes Österreich' dürfen wir Partner unterstützen, die Vorbildwirkung für Naturschutz in Österreich haben. Der Regionalverband Südweststeiermark zeigt seit knapp zehn Jahren gemeindeübergreifenden Einsatz dazu. Gemeinsam wird ein Beitrag für eine artenreiche Steiermark sowie für Naturschutz in Österreich und der Europäischen Union geleistet. Ich gratuliere allen Beteiligten zu diesem zukunftsorientierten Einsatz."
Peter Gschiel, Vertriebsdirektor Steiermark, Billa AG, meint weiter: "Mit unserer Initiative 'Blühendes Österreich' zeigen wir unseren Kundinnen und Kunden, dass sich Billa mit vollem Einsatz für unsere Natur und Artenvielfalt engagiert. Unsere Unterstützung des Naturparks Südsteiermark zeigt, dass 'Blühendes Österreich' wirkt. Die Steirerinnen und Steirer können durch ihre Leergut-Pfandspende 'Blühendes Österreich' bei weiteren Naturschutzprojekten unterstützen.
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