Unwetter in Vordernberg
B115 bleibt nach Murenabgang weiter gesperrt
- Auf der B115 Eisenbundesstraße blieben nach einem Murenabgang mehrere Pkw in den Schlamm- und Geröllmassen stecken.
- Foto: FF Vordernberg
- hochgeladen von Sarah Konrad
In Teilen der Steiermark kam es am Montagabend erneut zu schweren Unwettern. Betroffen war auch die Marktgemeinde Vordernberg. Die B115 Eisenbundesstraße über den Präbichl ist nach einem Murenabgang zwischen Vordernberg und Eisenerz gesperrt. Bauliche Maßnahmen müssen getroffen werden.
VORDERNBERG. Am Montagabend wurde die Freiwillige Feuerwehr Vordernberg nach starken Regenfällen zu mehreren Unwettereinsätzen im Ortsgebiet alarmiert. In zwei Gebäuden mussten mehrere Räume ausgepumpt werden, ein weiteres musste mit Sandsäcken vor den Schlamm- und Wassermassen geschützt werden. Mehrere Kanäle entlang der Straße wurden freigelegt, um die Wassermassen ableiten zu können.
- Im Ortsgebiet mussten mehrere Kanäle entlang der Straßen freigelegt werden, damit die wassermassen abfließen konnten.
- Foto: FF Vordernberg
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Pkw in Schlammmassen eingeschlossen
Die dramatischste Einsatzstelle befand sich jedoch auf der B115 Eisenstraße auf Höhe Laurenti, wo es zu einem Murenabgang kam. In der rund 30 bis 50 Zentimeter hohen Schlamm- und Geröllmasse blieben sieben Pkws stecken. Die Türen ließen aufgrund der Massen nicht öffnen, wodurch die Insassen in den Fahrzeugen eingeschlossen waren und sich nicht selbstständig befreien konnten. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
In Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Vordernberg sowie dem Holzschlägerungsunternehmen Rohrmoser, gelang es der Feuerwehr, die Personen mitsamt ihren Fahrzeugen durch Unterstützung mit Radlagern sowie einem Lkw aus der misslichen Lage zu befreien. Nach Beendigung der Rettungsaktion mussten die Fahrzeuge und Gerätschaften vom Schlamm befreit und gereinigt werden. Gegen 3 Uhr morgens konnte die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt werden.
Sperre zwischen Vordernberg und Eisenerz
Die B115 ist nach wie vor gesperrt. Die Bezirkshauptmannschaft Leoben, die Straßenmeisterei sowie ein Geologe des Landes Steiermark sind vor Ort, um die Lage zu begutachten und die weitere Vorgehensweise festzulegen. Es sei davon auszugehen, dass die Sperre der B115 bis mindestens Ende der Woche aufrecht bleibe, teilt Vordernbergs Bürgermeister Walter Hubner mit. "Derzeit sieht die Situation so aus, dass Schutzmaßnahmen getroffen werden. Zum einen werden Barrieren aufgestellt, sodass weitere Murenabgänge, so gut es möglich ist, verhindert werden können. Zum anderen müssen gewisse Bereiche ausgebaggert werden, sodass, wenn wieder etwas kommt, Flächen vorhanden sind, wo sich das Material einlagern kann", erläutert Hubner. Bevor diese Maßnahmen nicht umgesetzt seien, könne die Sperre nicht aufgehoben werden.
Fest stehe, dass es innerhalb kürzester Zeit einen derart starken Niederschlag gab, den die vorhandenen Gerinne schlicht nicht "gepackt" hätten, so der Bürgermeister.
Eine mögliche Ausweichstrecke für Pkw besteht über die Gemeindestraße "Alte Bundesstraße - Laurentikirche".
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