Rückkehr nach fast 30 Jahren
Historisches Gitter schützt wieder die Leobener Pestsäule
- Das restaurierte Originalgitter ist zurück: Nach fast 30 Jahren schützt die historische Einfriedung wieder die Pestsäule am Leobener Hauptplatz.
- Foto: Armin Russold
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Nach fast drei Jahrzehnten ist die ursprüngliche Einfriedung der Leobener Pestsäule auf den Hauptplatz zurückgekehrt. Die restaurierten Gitterelemente wurden endgültig montiert, um das denkmalgeschützte Bauwerk aus dem Jahr 1717 künftig vor Beschädigungen und Verschmutzungen zu bewahren.
LEOBEN. Die Pestsäule auf dem Leobener Hauptplatz hat ihren historischen Schutz zurückerhalten. Am Donnerstag erfolgte die endgültige Montage der originalen Gitterelemente. Zuvor wurden die Teile probeweise angepasst, sandgestrahlt und fertiggestellt. Das Gitter umgab das Bauwerk bereits in früheren Jahrzehnten, bevor es im Jahr 1997 entfernt wurde.
Die 1717 errichtete Pestsäule gehört zu den bedeutendsten historischen Denkmälern der Stadt Leoben. Im vergangenen Jahr ließ die Stadtgemeinde das Bauwerk für 62.500 Euro umfassend restaurieren, um Schäden an der Figurengruppe sowie am Sockel zu beheben und die historische Substanz langfristig zu sichern.
- Das restaurierte Gitter, das am Donnerstag wieder montiert wurde, umgab das Bauwerk bereits in früheren Jahrzehnten, bevor es im Jahr 1997 entfernt wurde.
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Notwendigkeit eines zusätzlichen Schutzes
Nach dem Abschluss der Restaurierungsarbeiten stellte die Stadt im Frühjahr erneuten Handlungsbedarf fest. Fahrräder wurden an die Säule gelehnt, das Denkmal wurde als Kletter- sowie Spielobjekt genutzt und insbesondere in den Nachtstunden kam es wiederholt zu Verunreinigungen.
Der Stadtrat beschloss daraufhin im Juni, die noch vorhandene historische Einfriedung instand setzen und wieder anbringen zu lassen. Die Kosten für die Instandsetzung und die Montage des Gitters betragen rund 20.000 Euro.
- Mit dem restaurierten Gitter kehrt ein gestalterisches Element auf den Hauptplatz zurück, das das Erscheinungsbild des Bauwerks über lange Zeit geprägt hat.
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Appell zum Schutz des Kulturguts
Bürgermeister Kurt Wallner betont die Bedeutung des sorgsamen Umgangs mit dem Denkmal: „Unsere Denkmäler erzählen die Geschichte unserer Stadt. Sie sind wertvoll und sie sind Gemeingut – sie gehören damit uns allen. Das Gitter soll die Pestsäule schützen, aber letztlich braucht es vor allem den verantwortungsvollen Umgang jedes Einzelnen mit dem, was uns gemeinsam gehört. Ich appelliere daher an alle, sorgsam mit unseren Denkmälern und dem öffentlichen Raum umzugehen. Nur so können wir dieses kulturelle Erbe auch für kommende Generationen erhalten."
Mit der Montage der Absperrung erhält die Pestsäule einen physischen Schutz vor weiteren Einwirkungen. Zugleich kehrt ein gestalterisches Element auf den Hauptplatz zurück, das das Erscheinungsbild des Bauwerks über lange Zeit geprägt hat.
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