Neue Sicherheitspartnerschaft
Montanuni Leoben und Polizei bauen Brücken für Studierende
- Freude über die unterzeichnete Sicherheitspartnerschaft zwischen Polizei und Montanuniversität Leoben: Lehrstuhlleiter Helmut Flachberger, Landespolizeidirektor Gerald Ortner, Uni-Rektor Peter Moser und Stadt- und Bezirkspolizeikommandant Niklas Rebhandl (v.l.)
- Foto: Astrid Höbenreich-Mitteregger
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Um neu ankommenden und international Studierenden in Leoben einen sicheren Start zu ermöglichen, arbeiten Polizei und Montanuniversität Leoben künftig im Zuge einer Sicherheitspartnerschaft zusammen. In Workshops werden sie über das Leben in Österreich, gesetzliche Grundlagen sowie gesellschaftliche Gepflogenheiten informiert.
LEOBEN. Es war ein einschneidendes Erlebnis, das Helmut Flachberger, Leiter des Lehrstuhls für Aufbereitung und Veredlung der Montanuniversität Leoben, kürzlich hatte. „Einer unserer Studenten wurde von der Polizei zur Kontrolle angehalten. Das hat ihn dermaßen in Panik versetzt, dass er am nächsten Tag das Land verlassen hat“, erzählt Flachberger. Die rund 3.000 Studierenden aus etwa 80 verschiedenen Ländern würden nämlich unterschiedliche kulturelle Hintergründe und Erfahrungen mit staatlichen Behörden und Polizei mitbringen – Erfahrungen, die nicht überall von Vertrauen geprägt sind.
Schlüsselerlebnis als Anstoß für Kooperation
Dieses Schlüsselerlebnis war für Flachberger jedenfalls ausschlaggebend, den Anstoß für eine intensive Zusammenarbeit zwischen Polizei und Montanuniversität zu geben und gemeinsam ein Konzept auszuarbeiten. Die Freude über die daraus resultierende Sicherheitspartnerschaft im Rahmen der Initiative Gemeinsam.Sicher ist nun auf beiden Seiten groß.
- Die Unterzeichnung der Sicherheitspartnerschaft zwischen Polizei und Montanuniversität fand in feierlichem Rahmen in der Aula der Montanuniversität statt.
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Sicherer Studierenden-Alltag
Uni-Rektor Peter Moser, Lehrstuhlleiter Helmut Flachberger, Landespolizeidirektor Gerald Ortner und Stadt- und Bezirkspolizeikommandant Niklas Rebhandl unterzeichneten am Mittwoch offiziell die Sicherheitspartnerschaft zwischen Polizei und Montanuniversität.
„Es besteht schon längere Zeit ein konstruktives Zusammenwirken von Universität und Polizei. Mit der Sicherheitspartnerschaft ist dieses nun intensiviert und formalisiert worden. Viele Studentinnen und Studenten bewegen sich hier in Leoben in einem völlig neuen Umfeld und dieses soll ihnen vertraut gemacht werden. Ihnen Orientierung zu geben und einen sicheren Alltag zu ermöglichen, ist unser zentrales Anliegen“, betonte Rektor Peter Moser.
Vertrauensverhältnis zur Polizei
Die Partnerschaft setzt vor allem auf Prävention und regelmäßigen Austausch. Studierende sollen frühzeitig erfahren, an welche Institution sie sich in bestimmten Situationen wenden können und welche gesetzlichen Grundlagen im Alltag zu beachten sind.
Landespolizeidirektor Gerald Ortner sieht darin eine wichtige Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen: „Wir wollen frühzeitig Kontakte knüpfen, um Hemmschwellen und Berührungsängste abzubauen. Mit Beratungs- und Präventionsarbeit können wir die Sicherheit verbessern.“
- Polizei und Montanuniversität Leoben wollen Studierenden den bestmöglichen Start in Leoben ermöglichen. Dafür werden englischsprachige Workshops zu verschiedenen Sicherheitsthemen angeboten.
- Foto: LPD Stmk/Martinelli
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Wissensvermittlung in Workshops
Mittels englischsprachiger Workshops sollen den Studierenden verschiedene sicherheitsrelevante Themen nähergebracht werden. Einige Inhalte seien bereits vorgegeben, andere würden an die aktuellen Interessen und Anliegen der Studierenden angepasst. „Uns ist es als Polizei wichtig, den Studentinnen und Studenten aufzuzeigen, an wen sie sich in unterschiedlichen Situationen wenden können, wenn sie Unterstützung oder Hilfe benötigen, und welche Kontaktwege dafür zur Verfügung stehen. Gleichzeitig möchten wir gezielt jene Themen aufgreifen, die unmittelbar mit dem studentischen Alltag verbunden sind – etwa rechtliche und sicherheitsrelevante Aspekte bei der Nutzung von Trendsportgeräten wie E-Scootern“, erklärt Stadt- und Bezirkspolizeikommandant Niklas Rebhandl.
Der erste Workshop fand bereits im Anschluss an die Unterzeichnung der Sicherheitspartnerschaft am Campus der Montanuniversität statt.
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