Motorsportland Steiermark
30 Jahre Erzbergrodeo und neuer Termin für Moto-GP
- Im Rahmen einer Pressekonferenz Pressekonferenz am Steiermark-Frühling wurde das Motorsport-Jahr 2026 vorgestellt. Im Bild: Thomas Überall, Helmut Marko, Landeshauptmann Mario Kunasek, Heinz Kinigadner und Karl Katoch (v. l.)
- Foto: Michael Jurtin/Red Bull Ring
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Die Steiermark festigt ihre Rolle als österreichisches Motorsportzentrum. Bei der Saisonpräsentation in Wien wurden neben dem 30-jährigen Jubiläum des Erzbergrodeos auch neue Botschafterrollen und die wirtschaftliche Bedeutung der Großevents mit über 1.800 Arbeitsplätzen thematisiert.
EISENERZ/SPIELBERG/WIEN. Im Rahmen des „Steiermark-Frühlings“ am Wiener Rathausplatz wurde das Programm für die Motorsportsaison 2026 präsentiert. Die Pressekonferenz verdeutlichte die strategische und wirtschaftliche Relevanz dieser Großveranstaltungen für den Standort Österreich.
Der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek betonte die Bedeutung des Motorsports für den Arbeitsmarkt und die regionale Wertschöpfung. Aktuell sind rund 1.800 Arbeitsplätze direkt oder indirekt mit dem Betrieb am Spielberg verknüpft. „Die Vertragsverlängerung mit der Formel 1 bis 2041 bedeutet eine langfristige Planbarkeit für das Land Steiermark“, so Kunasek. Ergänzt wird das Portfolio durch Veranstaltungen wie die DTM, Bergrallyes und Speedway-Events.
- Der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek betonte die Bedeutung des Motorsports für den Arbeitsmarkt und die regionale Wertschöpfung.
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Helmut Marko ist neuer Markenbotschafter
Helmut Marko trat zum ersten Mal in seiner neuen Funktion als Botschafter des Red Bull Rings auf. Marko, der die Entwicklung der Rennstrecke seit ihrer Eröffnung 1969 begleitet hat, hob die einzigartige Kombination aus moderner Architektur und der natürlichen Topografie des Murtals hervor. Besonders die MotoGP-Veranstaltung bezeichnete er als „harten Sport“, der durch die gute Einsehbarkeit der Strecke für Zuschauerinnen und Zuschauer besonders attraktiv sei.
30 Jahre Erzbergrodeo
Im Bereich des Motorradsports stehen 2026 zwei markante Ereignisse bevor. Den Start setzt das 30-jährige Jubiläum des Red Bull Erzbergrodeos. Das von 4. bis 7. Juni stattfindende Hard-Enduro-Event hat sich seit seiner Gründung vor drei Jahrzehnten von einem Nischenrennen mit rund 300 Starterinnen und Startern zu einer globalen Bühne mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 50 Nationen entwickelt.
- Heinz Kinigadner (l.) und Karl Katoch freuen sich bereits auf die 30. Ausgabe des Erzbergrodeos.
- Foto: MeinBezirk/Astrid Moder
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Heinz Kinigadner, der bereits bei der Premiere vor 30 Jahren am Start war, bezeichnete den „Berg aus Eisen“ als den Geburtsort des Hard Enduro. „Jeder in der Szene kennt den Erzberg; es ist das wichtigste Event weltweit.“ Für die Jubiläumsausgabe zeichnet sich zudem eine starke junge Generation ab: Mehrere österreichische Talente unter 20 Jahren werden bereits in der ersten Startreihe erwartet. Zudem wurden im Rahmen der Pressekonferenz neue Partnerschaften bekannt gegeben, unter anderem mit dem österreichischen Traditionsbetrieb Remus sowie Radio 88.6 als neuen Radiopartner.
Die Bedeutung für die Region unterstrich auch Thomas Rauninger, Bürgermeister von Eisenerz: „Das Erzbergrodeo hat sich in 30 Jahren von der kleinen Veranstaltung zum Weltevent entwickelt. Es ist ein Markenbotschafter nicht nur für Eisenerz, sondern für die ganze Region rund um den Erzberg. Die Stadtgemeinde Eisenerz ist stolzer Partner.“
- Bürgermeister Thomas Rauninger betonte die Rolle des Erzbergrodeos als wichtiger Markenbotschafter für die Region.
- Foto: MeinBezirk/Astrid Moder
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Anlässlich dieses „absoluten Highlights“ kündigte Rauninger für alle Fans, die bereits früher anreisen, ein spezielles Pre-Opening am Dienstag auf dem Dr.-Theodor-Körner-Platz an. Während Details noch unter Verschluss bleiben, verspricht er ein musikalisches und kulinarisches Programm als Auftakt für die Jubiläumswoche. Ergänzt wird das Programm am Berg durch die „Red Bull Driving School“, das weltweit härteste Fahrsicherheitstraining, das heuer bereits zum vierten Mal stattfindet.
Neuer Termin für die Moto-GP
Eine wesentliche Neuerung betrifft den Motorrad Grand Prix von Österreich, der heuer erst vom 18. bis 20. September stattfindet. Thomas Überall, General Manager des Red Bull Rings, begründete diesen Schritt mit der Attraktivität für die Zuschauer: „Wir haben uns dazu entschieden, den Grand Prix in den September zu verlegen, da dieser Monat meist sehr beständig ist. Außerdem ist es für die Zuschauerinnen und Zuschauer attraktiver: Sie müssen sich nicht zwischen einem Kurzurlaub rund um den 15. August und dem Rennen entscheiden, sondern können den Besuch am Red Bull Ring flexibler als eigenes Highlight-Wochenende planen.“
- Am Rathausplatz wurden prominente Exponate ausgestellt, darunter der Red Bull Racing RB19 – das erfolgreichste Fahrzeug der Formel-1-Geschichte (21 Siege in 22 Rennen im Jahr 2023) – sowie die aktuelle KTM RC16 von Pedro Acosta.
- Foto: Michael Jurtin/Red Bull Ring
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Als Rahmenprogramm wurde unter anderem das Finale des „Harley-Davidson Bagger World Cup“ angekündigt. Der Start dieser neuen Serie für die Rennserie erfolgte kürzlich in Austin (USA). Es folgen fünf weitere Rennen in Europa, bevor es dann im September zum großen Finale am Red Bull Ring kommt. Im Vorfeld des Grand Prix findet auch wieder der „MopedGP“ als Breitensport-Format statt.
Gesellschaftliches Engagement
Ein emotionales Thema bleibt die Unterstützung der Stiftung Wings for Life, die 2004 von Heinz Kinigadner und Dietrich Mateschitz mit dem Ziel gegründet wurde, Querschnittslähmung heilbar zu machen. Kinigadner betonte die enormen Fortschritte in der Rückenmarksforschung und die Hoffnung, klinische Erfolge bald massentauglich anwenden zu können.
Um diese kostspielige Forschung zu finanzieren, findet am 10. Mai der weltweite Wings for Life World Run statt. Während Wien den größten organisierten Lauf ausrichtet, bietet der Red Bull Ring am selben Tag zum dritten Mal ein eigenes App Run Event an. Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben dabei die einmalige Gelegenheit, am Muttertag für den guten Zweck direkt auf der Grand-Prix-Strecke zu laufen oder zu spazieren, bevor das virtuelle „Catcher Car“ sie einholt.
- Zur Unterstützung der Rückenmarksforschung findet am 10. Mai der weltweite Wings for Life World Run statt. Auch am Red Bull Ring kann beim App Run Event mitgelaufen werden.
- Foto: RB/Lucas Pripfl
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Das gesteckte Ziel in diesem Jahr: 350.000 Läuferinnen und Läufer. „Die werden wir auch schaffen. Das zeichnet sich bereits ab. Da sind wir sehr stolz drauf. Denn es ist wichtig, dass da viele mit dabei sind“, so Kinigadner. Den Abschluss des Sommers bilden dann die Red Bull Ring Classics (29. bis 30. August). Die einzige Veranstaltung, bei der Fans freien Zugang zum Fahrerlager und Boxen haben.
Noch bis einschließlich Sonntag können Motorsport-Fans in Wien die Faszination hautnah erleben. Während am Rathausplatz der Weltmeister-Bolide Red Bull Racing RB19 – das erfolgreichste Fahrzeug der Formel-1-Geschichte (21 Siege in 22 Rennen im Jahr 2023) – sowie das aktuelle KTM RC16 MotoGP-Bike von Pedro Acosta ausgestellt sind, präsentiert das Red Bull Erzbergrodeo vor dem Café Landtmann historische Siegermotorräder und ikonische Begleitfahrzeuge wie den Land Rover Defender.
Das sind die Highlight Events:
- 24. – 26. April: DTM presented by VKB-Bank
- 10. Mai: Wings for Life World Run (App Run Event am Spielberg Ring)
- 4. – 7. Juni: 30 Jahre Red Bull Erzbergrodeo – Jubiläumsausgabe
- 26. – 28. Juni: Formula 1 Lenovo Austrian Grand Prix 2026
- 29. – 30. August: Red Bull Ring Classics
- 18. – 20. September: Motorrad Grand Prix von Österreich 2026
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