Unterricht 2020
Schule auf Distanz funktioniert im Mürztal

Schule 2020: Sowohl für Lehrer als auch für Schüler ist die Situation völlig neu. Wichtig ist, dass ein ständiger Austausch stattfindet.
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  • Schule 2020: Sowohl für Lehrer als auch für Schüler ist die Situation völlig neu. Wichtig ist, dass ein ständiger Austausch stattfindet.
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Im Mürztal scheint die Umstellung auf neue Unterrichtsformen im Großen und Ganzen geglückt zu sein.

Es liegt auf der Hand, dass die momentane Situation gerade auch für den Bildungsbereich nur so von Herausforderungen strotzt. Wir haben uns in verschiedenen Schulen im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag umgehört, wie damit umgegangen wird.

Kontakt zwischen Schülern und Lehrern ist der Schlüssel

Wolfgang Klampfer, Integrationslehrer an der NMS Bruck, hat in einem Schreiben an diverse Medien darauf hingewiesen, wie wichtig der ständige Kontakt zwischen Lehrern und Schülern in dieser Ausnahmesituation ist. Er macht sich Sorgen, dass gewisse Schüler aufgrund von mangelnder Kommunikation und Ausstattung auf der Strecke bleiben, weist aber auch darauf hin, dass viele Schulen hervorragend mit der Situation umgehen und dankt zugleich den Familien, dass die digitale Lehre so gut funktioniert.

Seit zwei Wochen befindet sich auch die HAK Mürzzuschlag im sogenannten "Distance learning". Schulleiter Erich Leitenbauer berichtet, dass der Umstieg gut gelungen ist. Videokonferenzen mit Schülern, aber auch innerhalb der Lehrerschaft sorgen für ständigen Kontakt. "Man kann sich jederzeit persönlich austauschen", so Leitenbauer. Wie einige Schüler in einer spontan organisierten Online-Umfrage der Schule rückmeldeten, genießen sie es, sich auf der einen Seite jetzt selbst die Zeit einteilen zu können, auf der anderen Seite fehlt manchmal jedoch noch das nötige Zeitmanagement dafür. "Eine besonders herausfordernde Situation ergibt sich aufgrund der Ungewissheit natürlich für die Maturanten", so Leitenbauer.

Diese Ungewissheit nachvollziehen kann auch Irene Maier, Schulleiterin der HLW Krieglach. "In Anbetracht der Kurzfristigkeit der Maßnahmen läuft es aber gesamt gut. Die Herausforderung ist bewältigbar", meint Maier, für die, die Kommunikation der wesentliche Schlüssel zum Erfolg ist, damit niemand auf der Strecke bleibt.

Die Technik stellt für die meisten Schüler kein Problem dar.
  • Die Technik stellt für die meisten Schüler kein Problem dar.
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Kirche im Dorf lassen

Bis auf wenige Ausnahmen funktioniert die Schule auf Distanz auch in der NMS Kindberg sehr gut. "Wir sind mit allen Schülern in Kontakt und haben nach Ostern auch eine Plattform in Betrieb, mit der wir individuell auf jeden Schüler eingehen können", erklärt Schulleiter Karl Pichler. "Manche Eltern haben Angst, dass ihre Kinder zu kurz kommen, aber das ist absolut nicht der Fall. Man muss die Kirche auch im Dorf lassen. Schließlich hätten wir jetzt auch noch Skikurse und Sportwochen geplant gehabt, in denen kein regulärer Unterricht stattgefunden hätte", so Pichler.

Zwar ohne Online-Unterricht, aber dennoch großteils zufrieden mit dem bisherigen Umgang der Situation zeigt sich auch die Schulleiterin der Volksschulen in St. Barbara, Sigrid Rogetzer. "Wir haben den Kindern und Eltern von Anfang an Wochen- und Tagespläne mitgegeben, die seither wirklich brav abgearbeitet werden", so Rogetzer. Nach Ostern wird in den Schulen pro Klasse ein Tisch aufgestellt, an dem mit genügend Abstand Rücksprache mit Eltern und Kindern gehalten wird. Die Eltern haben allerdings auch jederzeit die Möglichkeit, telefonischen Kontakt aufzunehmen. "Wir sind da, wo wir gebraucht werden", meint die Schulleiterin.

Einig sind sich alle Direktoren im Mürztal auch darüber, dass sie ihre Schüler in diesem Schuljahr gerne noch persönlich sehen würden. "Wir freuen uns, wenn wieder Normalität einkehrt", so sämtliche Schulleiter unisono.

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