Bürgermeisterinterview
Jochen Jance möchte das junge St. Barbara noch lange begleiten

Im Gespräch: Aufgrund der absoluten Mehrheit verlangt Jochen Jance von seinem Team, ihm gegenüber besonders kritisch zu sein.
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  • Im Gespräch: Aufgrund der absoluten Mehrheit verlangt Jochen Jance von seinem Team, ihm gegenüber besonders kritisch zu sein.
  • Foto: Pashkovskaya
  • hochgeladen von Bernhard Hofbauer

Jochen Jance verzeichnete in St. Barbara heuer einen Erdrutschsieg. Wir haben ihn zum Interview gebeten.

Bei der Gemeinderatswahl ist die SPÖ von 45 auf 63 Prozent geklettert, hätten Sie damit gerechnet?
JOCHEN JANCE:
Keinesfalls. Ich habe schon gemerkt, dass die Stimmung gut ist, aber dieser Zuspruch war schon sehr überraschend. Das erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und Demut.

Woran hat‘s gelegen und inwiefern hängt das Ergebnis mit Ihrer Person zusammen?
Es ist die Arbeit der letzten fünf Jahre und ich freue mich sehr, dass wir weiterarbeiten können. So ein Ergebnis hängt nie an einer Person, das liegt auch zu einem großen Teil an meinem Team und vor allem auch an den MitarbeiterInnen in der Gemeinde. Das gesamte Gerüst muss passen. Ich habe dem Team auch gesagt, dass sie mir gegenüber, aufgrund der absoluten Mehrheit, nun besonders kritisch sein müssen.

In St. Barbara wurde trotz der Krise viel investiert. Kann es sein, dass es vielleicht sogar zu viel war? Hätte man vielleicht Rücklagen bilden sollen?
Ich denke, man muss investieren, damit die Wirtschaft wieder ins Laufen kommt. Wir werden auch Projekte hintenanstellen müssen, aber die öffentliche Hand muss mit Maß und Ziel investieren, das werden wir auch im nächsten Jahr tun, um die Wirtschaft und das gesellschaftliche Leben aufrechtzuerhalten. Aufgrund der Krise werden wir das Jahr wohl mit einer halben Million Euro weniger abschließen. Dahingehend hoffen wir auf ein vernünftiges Hilfspaket vom Bund.

Was wäre das größte Projekt, das in den nächsten fünf Jahren umgesetzt werden soll?
Wir möchten die gesamte Wasserversorgung von St. Barbara über die Brunnalmquelle sicherstellen. Damit wären wir völlig krisensicher.

Eines der Projekte, das heuer für Aufsehen gesorgt hat, war unter anderem die Wiedereröffnung vom Spar Markt in der Veitsch in Form eines Bürgerbeteiligungsprojektes. Kann man schon eine Zwischenbilanz ziehen?
Es ist wichtig zu erwähnen, dass ich beim Spar als Privatperson dabei bin. Zehn Vorstandsmitglieder haften privat. Bisher wird der Markt sehr gut angenommen.

Ein Thema in St. Barbara, das immer wieder für Gesprächsstoff sorgt, betrifft die Brunnalm und den Wintertourismus. Wie blicken Sie als Bürgermeister auf den diesjährigen Winter?
Mit gemischten Gefühlen. Für kleine Gebiete wie unseres kann es durchaus eine gute Saison werden, es darf aber auch keinen Massenansturm geben, sodass die Sicherheitsmaßnahmen nicht eingehalten werden können.

Wie sieht's mit dem geplanten Sommertourismus aus?
Unser Geschäftsführer Arno Russ ist auf einem guten Weg mit den Grundbesitzern. Wir hoffen auf einen Pachtvertrag noch im November. Ist dies nicht möglich, muss auch irgendwann mal Schluss sein.

Sie sind mit 32 Jahren einer der jüngsten Bürgermeister, können Sie sich wirklich vorstellen, die nächsten 30 Jahre Bürgermeister von St. Barbara zu sein oder gibt's da vielleicht noch andere politische oder berufliche Träume?
Schwierige Frage, momentan ist es für mich sicher der politisch interessanteste Job, weil man etwas schaffen kann und auch sofort Rückmeldung erhält. St. Barbara ist erst fünf Jahre alt und da gibt es noch so viel Potenzial, dessen Entwicklung ich gerne noch lange begleiten möchte.


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