Bürgermeisterinterview
"Was möglich ist, wird umgesetzt"

Nach der geschlagenen Gemeinderatswahl entspannte sich der Kindberger Bürgermeister beim Radfahren in der Südoststeiermark.
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  • Nach der geschlagenen Gemeinderatswahl entspannte sich der Kindberger Bürgermeister beim Radfahren in der Südoststeiermark.
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  • hochgeladen von Bernhard Hofbauer

Kindbergs Bürgermeister Christian Sander über die Wiederwahl, seine Vision, Corona und die schwierigen Finanzen.

Ende September kann man zwar nicht mehr von einem Sommergespräch reden, aber lassen Sie uns kurz zurückblicken. Hätten Sie mit einem derartigen Erfolg von 54,4 Prozent bei der Gemeinderatswahl Ende Juni gerechnet?
CHRISTIAN SANDER:
Gerechnet sicher nicht, heutzutage wird immer alles unvorhersehbarer. Ich habe mich über das Ergebnis aber riesig gefreut. Vor allem viele der nach der Gemeindezusammenlegung "neuen Kindberger" haben mir ihre Stimme gegeben. Dafür bin ich sehr dankbar.

Konnten Sie sich trotz der zahlreichen Herausforderungen in diesem Sommer auch etwas entspannen?
Ja, wir haben unseren Urlaub wie immer mit dem Wohnwagen verbracht und waren ein paar Tage in Kärnten und in der Südoststeiermark unterwegs. Da konnten wir uns gut entspannen,

Das beherrschende Thema in diesem Jahr ist natürlich Covid-19, Wie beurteilen Sie die Maßnahmen und wie geht Kindberg damit um?
Die Maßnahmen der Bundesregierung sind in Ordnung, könnten aber etwas einheitlicher sein. Stand heute haben wir in Kindberg null Infizierte. Ich sage immer, wir müssen lernen, damit zu leben, und leben tun wir trotzdem jetzt. Daher versuchen wir auch alles, was im Rahmen der Vorschriften möglich ist, auch umzusetzen und durchzuziehen. Für die Veranstaltungen haben wir Sicherheitskonzepte ausgearbeitet. Unsere wichtigste Aufgabe derzeit ist allerdings definitiv die Stärkung der Wirtschaft. Als Gemeinde müssen wir für Stabilität sorgen.

Wie im ORF berichtet wurde, ist die finanzielle Situation alles andere als stabil. Wie schlimm ist es?

Die Situation ist schwierig, aber wir werden das überleben. Uns fehlen circa eine Million Euro. Durch Corona sind die Einnahmen großer Betriebe weggefallen. Wir haben in allen Segmenten eingespart, dennoch werden wir die wichtigen Projekte fortführen. Bezüglich der Förderungen gibt es noch keine fixen Zusagen. So lange die Situation so ist, müssen wir etwas abgeschwächter planen.

Die Voestalpine baut in Kindberg 250 Mitarbeiter ab. Sehen Sie den Industriestandort gefährdet?
Ich bin dahingehend sehr optimistisch. Gerade durch unsere Lage und den Bau des Semmering-Basistunnels wird der Industriestandort künftig sogar attraktiver. Wir haben so viele gute Betriebe mit Wachstums-potenzial in der Region. Was die Voest angeht, hat die Geschichte schon oft bewiesen, dass sie schneller als alle anderen durch Krisen kommt. Das kann ich mir auch jetzt wieder gut vorstellen.

Es ist wahrlich kein leichter Beginn dieser Amtsperiode. Wie sieht Ihre große Vision bis zum Ende dieser aus?
Mit dem Umbau vom Kindberger Ortsgebiet haben wir ein Jahrhundertprojekt in die Tat umgesetzt. Die große Vision ist es, den Branchenmix und eine positive Ansiedelungspolitik weiter anzukurbeln, was uns in Kindberg seit vielen Jahren sehr gut gelingt. Selbst wenn uns Corona alle hart getroffen hat, so ist Optimismus durchaus angebracht. Kindberg ist eine der lebenswertesten Städte mit großem Zukunftspotenzial und daran gilt es weiterzuarbeiten.

Weiterführende Beiträge:
Wie weit darf sich ein Bürgermeister hinauslehnen?
Kindberg - Die neueste Stadt Österreichs

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Christian Sander: "Trotz schwieriger Zeiten ist Optimismus angebracht."

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