Ramona Siebenhofer
"Ich hoffe natürlich auf eine Medaille"
- Ramona Siebenhofer ist gut in den Weltcup gestartet.
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Ramona Siebenhofer über ihre Ziele in der bevorstehenden Olympiasaison.
KRAKAU. Beim Riesenslalom zum Weltcupauftakt der Skidamen in Sölden hat Ramona Siebenhofer als zweitbeste ÖSV-Läuferin Platz 10 ins Ziel gebracht. Die Krakauerin hat dabei vor allem im zweiten Durchgang gehörig aufgezeigt und sich mit der sechstbesten Laufzeit gleich um zehn Ränge verbessert. Wie die 30-Jährige ihre Leistungen zum Saisonstart einschätzt und welche Erwartungen und Ziele sie für die Olympiasaison anpeilt, hat die Speedläuferin im Interview verraten.
Woche: Sind Sie zufrieden mit dem Saisonauftakt?
Ramona Siebenhofer: Von der Platzierung her ist Platz 10 schon zufriedenstellend, allerdings hat die Leistung im ersten Durchgang einfach nicht dem entsprochen, was ich kann. Von dem her ist man dann schon ein wenig angefressen. Ich nehme den 10. Rang, aber es geht jedenfalls besser.
Was war zufriedenstellend, was ist nicht so gut gelungen?
Im ersten Durchgang habe ich den Übergang vom Steilhang in den flachen Teil nicht so gut erwischt und dadurch nicht soviel Tempo mitnehmen können. Im zweiten ist es mir das deutlich besser gelungen.
Wieder einmal im zweiten Durchgang zahlreiche Ränge gutgemacht, wird das mittlerweile schon zur Routine?
Es scheint schön langsam so, dass ich im Riesenslalom eine Spezialistin für zweite Durchgänge bin. Ich muss daran arbeiten, dass auch der erste passt. Ich bin jetzt meistens nach vorne gefahren und hoffe natürlich, künftig auch in Durchgang eins gute Leistungen zu zeigen.
Hat es eigentlich durch den Trainingssturz in der Woche davor eine Beeinträchtigung gegeben?
Ich bin beim Training gestürzt und habe mir eine ziemlich starke Schuhrandprellung zugezogen. Ich konnte den Fuß nicht voll belasten, daher war ich froh, überhaupt beim Rennen starten zu können. Während des Rennens habe ich aber nichts gemerkt.
Wie viel Spaß hat es gemacht, wieder vor zahlreichen Fans zu fahren?
Natürlich macht es viel mehr Spaß, wenn man im Ziel abschwingt und eine Riesenstimmung herrscht. Man weiß sofort, wie es gelaufen ist und es ist von den Emotionen her ganz was anderes. Für mich ist es schon sehr wichtig und es gehört zum Skirennsport einfach dazu. Nach der letzten Saison war es jetzt aber wieder ein wenig ungewohnt, vor so vielen Leuten zu fahren.
Was gilt es jetzt nach der ersten Standortbestimmung in die neue Weltcupsaison mitzunehmen?
Ein guter und ein nicht so gelungener Lauf und trotzdem Platz zehn, von dem her bin ich zufrieden. Ich glaube schon, dass ich im Riesenslalom einen Schritt nach vorne machen konnte und hoffe, dass es in dieser Tonart weitergeht.
Wie geht das Programm weiter?
Wir haben jetzt doch sehr viel Riesentorlauf trainiert und ich soll und will ja mehrere Disziplinen abdecken. Von dem her geht’s jetzt wieder mit den langen Latten weiter. Am 9. November geht’s nach Nordamerika, wo wir in Copper Mountain wieder unseren Speedblock absolvieren und richtig an der Abfahrt arbeiten werden. Das nächste Weltcuprennen gibt es für mich dann Ende November beim Riesenslalom in Killington.
Welche Ziele gibt es für die Olympiasaison?
Im Super G möchte ich mich unbedingt wieder etablieren, weil im letzten Jahr war es in dieser Hinsicht leider eine verkorkste Saison. Ich möchte daher unbedingt an die Abfahrt- und Riesenslalom-Ergebnisse anschließen. Ich freue mich auch, dass es wieder eine Olympiasaison gibt und finde es irrsinnig cool, nochmal dabei zu sein. Man muss im Weltcup gut performen, damit man überhaupt nach China reisen darf. Ich hoffe, dass die Olympischen Spiele trotz Pandemie überhaupt ausgetragen werden und dann natürlich auf eine Medaille.
Interview: Alfred Taucher
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