Katastrophe im Himalaya
Nach Flut in Nepal will Murtaler Verein Hilfe leisten
- Nach der Sturzflut stehen Häuser im nepalesischen Distrikt Nuwakot in Schlamm und Wasser.
- Foto: APA-Images / AFP / PRABIN RANABHAT
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Die verheerende Sturzflut in Nepal hat Tausende Menschen getroffen und ganze Dörfer verwüstet. Der Murtaler Verein „TIA for a smile“ will deshalb im Oktober gezielt Hilfe in abgelegene Gebiete bringen und rund 30.000 Euro an Spenden überbringen.
NEPAL/MURTAL. Nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya ist die Zahl der Todesopfer in Nepal und Tibet auf mehr als 1.000 gestiegen. Rund eine Woche nach der Katastrophe werden weiterhin tausende Menschen vermisst. Brücken, Häuser und ganze Dörfer wurden zerstört. Die Rettungs- und Suchmaßnahmen laufen weiter. Aufgrund der schwierigen Bedingungen vor Ort kann das Ausmaß der Schäden in vielen betroffenen Dörfern derzeit nur aus der Luft abgeschätzt werden. Große Hilfsorganisationen sind bereits im Einsatz und leisten gemeinsam mit den Menschen vor Ort Unterstützung.
- Rettungskräfte tragen nach den schweren Überschwemmungen und Erdrutschen im nepalesischen Distrikt Rasuwa eine Person aus dem Katastrophengebiet.
- Foto: APA-Images / AFP / ESN
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Auch der Murtaler Verein „TIA (Thanks In Advance) for a smile“ will helfen. Obfrau Katrin Vrecl hat bereits nach mehreren Katastrophen in Nepal Unterstützung organisiert und steht regelmäßig mit Menschen vor Ort in Kontakt, denn der Verein verfügt über ein Partnernetzwerk in Nepal. Dessen stellvertretender Obmann hat sich vor Ort selbst ein Bild gemacht. „Doch weit kommt man leider nicht. Die Infrastruktur ist völlig zerstört“, schildert Vrecl die Situation.
Hilfe aus dem Murtal soll folgen
Derzeit plant das Team von TIA eine Hilfsaktion vor Ort. Diese soll Mitte Oktober stattfinden. „Derzeit hilft die Regierung, und auch große Hilfsorganisationen sind vor Ort. Wir warten, bis sich der erste Trubel gelegt hat und man auch leichter auf den Straßen vorankommt“, erklärt Vrecl.
Andere Länder beliefern Nepal derzeit mit Reis, damit die Katastrophengebiete versorgt werden können. „Aber auch in ein paar Monaten brauchen die Leute vor Ort noch Hilfe. Daher werden wir dann mit Lebensmittelpaketen, Kleidung, Planen und Co. in die abgelegeneren Dörfer fahren – soweit wir halt kommen“, berichtet die Vereinsobfrau.
Denn die Folgen der Katastrophe werden die betroffenen Regionen noch lange beschäftigen. „Es wird Jahrzehnte dauern, bis wieder alles aufgebaut ist – wenn es überhaupt wieder aufgebaut wird“, betont Vrecl. Aus früheren Überschwemmungskatastrophen weiß sie, dass manche Regionen noch Jahre später mit den Folgen kämpfen. Straßen und Brücken würden teilweise bis heute fehlen.
Spenden gesucht
Der Verein setzt sich bereits seit Jahren für Menschen in Nepal ein. Durch das Partnernetzwerk direkt vor Ort kommt die Hilfe dort an, wo sie dringend benötigt wird – insbesondere in abgelegenen Regionen, die von den aktuellen Hilfsmaßnahmen möglicherweise nur schwer erreicht werden. Daher ist der Verein über jede Spende dankbar. „Wir wollen im Krisengebiet mit rund 30.000 Euro helfen“, erklärt Vrecl. Auch warme Jacken in den Größen S und M können gespendet werden. „Im November werden wir auch persönlich wieder Dörfer und Schulen besuchen und können die Spenden dann rüberbringen“, betont Vrecl.
Spendenkonto
IBAN:AT68 2081 5000 4085 2014 ; BIC: STSPAT2GXXXMehr zum Verein:
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