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Berufsorientierung
So unterstützt man Jugendliche bei der Berufswahl

„Weißt du schon, was du mal werden möchtest?“ – eine Frage, die wir in unserer Kindheit und Jugend von Verwandten und Bekannten nur zu oft gestellt bekommen. Die Schülerinnen und Schüler vom BG/BRG Knittelfeld haben dazu informiert. 

MURTAL/MURAU. Im Zuge des Jugendmagazins 2025 haben sich die Schülerinnen und Schüler des BG/BRG Knittelfeld die Frage gestellt, was sie einmal beruflich machen möchten. Für einige ist die Antwort klar: Mit voller Überzeugung und Begeisterung sagen sie zum Beispiel: „Ich will Pilot werden“ oder „Ich möchte später Ärztin werden.“ Andere müssen zunächst nachdenken und antworten dann meist etwas vager: „Irgendwas im Bereich Informatik oder Technik“ oder „Ich würde Menschen gerne helfen.“ Und wieder andere geben offen zu: „Ich weiß es nicht.“

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Viele Möglichkeiten

Die Wahl eines Berufs oder Ausbildungsweges gehört zu den wichtigsten Entscheidungen im Leben junger Menschen. In Österreich stehen über 200 verschiedene Lehrberufe zur Auswahl. Auch beim Studium bleiben kaum Wünsche offen: 21 Fachhochschulen, 23 staatliche Universitäten und 17 Privatuniversitäten bieten eine Vielzahl an Studiengängen an. Dennoch bleiben oft viele Fragezeichen im Kopf junger Erwachsener zurück. Wie findet man also die passende Ausbildung, die idealerweise direkt zum Traumjob führt?

Berufsorientierung an der Schule

An dieser Stelle kommen Berufsorientierungsprojekte und Beraterinnen und Berater ins Spiel. Wie Jugendliche am BG/BRG Knittelfeld konkret unterstützt werden, erläutert die Berufsorientierungskoordinatorin Sabine Katharina Rieser im Interview mit den Jugendlichen.

  • Frau Professor Rieser, welche Angebote und Möglichkeiten für Schülerinnen und Schüler bietet das Projekt Berufsorientierung am BG/BRG Knittelfeld?

Sabine Katharina Rieser: Ja, danke für die spannende Frage. Ich denke, wir haben ein sehr umfassendes Angebot im Rahmen der Berufsorientierung. Schwerpunktmäßig beginnen die Angebote bereits in der Unterstufe. In der 3. Klasse schnuppern die Schülerinnen und Schüler erstmals in die Berufswelt hinein. In der 4. Klasse wird es konkreter: Hier geht es vor allem ums Bewerben. Dazu zählen auch die berufspraktischen Tage, bei denen die Jugendlichen bereits vorab Berufe und Unternehmen kennenlernen. Ein Fokus liegt dabei nicht nur auf dem Bewerbungsprozess, sondern auch auf dem professionellen Auftreten im Erstkontakt mit Unternehmen.

„Weißt du schon, was du mal werden möchtest?“ Diese Frage stellten sich vor Kurzem die Jugendlichen im BG/BRG Knittelfeld. | Foto: BG/BRG Knittelfeld
  • „Weißt du schon, was du mal werden möchtest?“ Diese Frage stellten sich vor Kurzem die Jugendlichen im BG/BRG Knittelfeld.
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  • hochgeladen von Julia Gerold

In der Oberstufe setzen wir die Berufsorientierung fort. Mit Betriebsbesichtigungen und Informationen zu Studium und weiteren Ausbildungsmöglichkeiten wird das Programm abgerundet und bereitet die Jugendlichen gezielt auf die Zeit nach der Schule vor.

  • Und was raten Sie Schülerinnen und Schülern, die noch gar nicht wissen, welchen Berufs- oder Ausbildungsweg sie einschlagen möchten?

Ja, das ist in der heutigen Zeit wirklich nicht einfach. Das Angebot ist riesig – sowohl während der Ausbildung als auch später im Beruf. Es gibt viele Branchen, die es vor einigen Jahren noch gar nicht gab oder die damals undenkbar waren. Daher hinkt die Schule manchmal ein wenig hinterher, weil wir noch gar nicht wissen, welche Berufe die Schülerinnen und Schüler, die wir heute ausbilden, in einigen Jahren ergreifen werden. Es handelt sich also oft auch um Berufe, von denen wir heute noch gar nichts wissen.

Mein Rat ist daher: offen und neugierig bleiben. Sich breit informieren, verschiedene Möglichkeiten kennenlernen und nicht zu früh festlegen oder verkrampfen. Nachmittags gemeinsam mit den Eltern Berufsinformationsmessen besuchen, beim „Bringt ein Kind zur Arbeit“-Tag oder bei Verwandten in die Arbeit hineinschnuppern, bei den berufspraktischen Tagen möglichst viel ausprobieren – all das hilft, Orientierung zu gewinnen.

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Wichtig ist außerdem: Nicht nur darauf zu schauen, was der beste Freund oder die beste Freundin macht. Am Ende zählt, etwas zu finden, das den eigenen Fähigkeiten und Interessen entspricht und Freude bereitet.

  • Welche drei Fähigkeiten sind in der Arbeitswelt unerlässlich?

Dass man sich gut organisieren kann, dass man offen bleibt, dass man auch immer wieder lernbereit ist und generell eine Offenheit hat, sich selbst zu verändern. 

  • Nehmen wir an, ich habe mich für eine Lehre oder ein Studium entschieden und meinen Bildungsweg in einer anderen Stadt abgeschlossen. Ich würde aber gerne wieder ins Murtal zurückziehen. Wie schätzen Sie meine Karrierechancen in unserer Region ein?

Es ist ja auch so, dass viele unserer Absolventinnen wieder zurückkommen ins Murtal und hier dann wieder Fuß fassen, was uns sehr freut. Auch einige, die Lehrerinnen werden und dann wieder an die Schule zurückkehren, was natürlich immer sehr schön ist. Das zeigt, dass wir vielleicht nicht alles ganz so falsch gemacht haben.

Und grundsätzlich würde ich schon sagen, dass das Murtal einiges bietet in verschiedenen Branchen. Industrie, Technik natürlich ganz maßgeblich, auch was die Sozialberufe betrifft, unter anderem im medizinischen Bereich. Also da ist unsere Region sehr breit aufgestellt und wir haben auch Unternehmen, die einerseits regional verankert sind, aber auch international tätig sind. Wo man schon als junger Mensch gut den Berufseinstieg schaffen kann...

Auch wenn man sich vielleicht denkt - so mit 18 Jahre- es gibt nichts Langweiligeres als das Murtal. Aber nach einigen Jahren kommt man dann drauf, dass unsere Region einiges zu bieten hat und es sind auch sehr viele Leute wieder zurückgekommen. Vor allem kann man bei guter Lebensqualität auch sehr spannenden Jobs nachgehen.

Mehr Informationen zu den unterstützenden Unternehmen:
HLW Fohnsdorf
Bundeshandelsakademie Judenburg
Mondi Coating Zeltweg GmbH
Fachschule für Land- und Ernährungswissenschaft Feistritz
BG/BRG Knittelfeld
BG/BRG Judenburg
Wuppermann Austria GmbH

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