Med-Alarmierung ausgerollt
Steiermark investiert halbe Million in alpinen Rettungsdienst
- Stefan Schröck (Landesleiter Bergrettung Steiermark), Landeshauptmann Mario Kunasek, Landesrat Karlheinz Kornhäusl, Stefan Heschl (Landesarzt Bergrettung Steiermark) und der Leiter der Fachabteilung Katastrophenschutz Harald Eitner (v.l.)
- Foto: Land Steiermark/Binder
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Die alpine Notfallversorgung wird ausgebaut: Das Land stellt 500.000 Euro an Sonderförderung bereit und führt als erstes Bundesland eine flächendeckende notfallmedizinische Alarmierung für alpine Rettungseinsätze in den Regelbetrieb ein.
STEIERMARK. Nach steigenden Einsatzzahlen im alpinen Bereich im Vorjahr sowie im Sommer 2025 baut die Bergrettung Steiermark ihre Strukturen weiter aus. Das Land Steiermark führt eine neue Form der notfallmedizinischen Alarmierung für alpine Einsätze ein und unterstützt die Bergrettung zusätzlich mit einer Sonderförderung von 500.000 Euro für zwei Jahre. Das teilten Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) und Landesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz mit.
Die Fördermittel sollen in den Ausbau der Infrastruktur, die Modernisierung von Einsatzfahrzeugen und -zentralen sowie in die Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte fließen. Auch für die Optimierung der logistischen Bereitstellung, Lagerung und Wartung von Ausrüstung und Einsatzmaterial sollen die Mittel verwendet werden. Kunasek verwies auf die hohe Belastung der Organisation und sprach von einem „unbezahlbaren Einsatz“ der Freiwilligen. Kornhäusl hob die wachsenden Anforderungen an die notfallmedizinische Versorgung im alpinen Gelände hervor.
Med-Alarmierung wird ausgerollt
Ein zentraler Schritt sei die Überführung der sogenannten Med-Alarmierung in den Regelbetrieb. Die Steiermark ist damit nach Angaben des Landes das erste Bundesland, das ein flächendeckendes System für notfallmedizinische Unterstützung bei alpinen Rettungseinsätzen etabliert. Speziell ausgebildete Bergretterinnen und Bergretter mit medizinischer Zusatzqualifikation werden künftig zusätzlich zu den regulären Einsatzkräften alarmiert. Sie sind in elf regionalen MED-Teams organisiert, mit medizinischer Ausrüstung ausgestattet und werden über die Landeswarnzentrale Steiermark zu Einsätzen der insgesamt 53 Ortsstellen entsandt.
- Speziell ausgebildete Bergretterinnen und Bergretter mit medizinischer Zusatzqualifikation werden künftig zusätzlich zu den regulären Einsatzkräften alarmiert.
- Foto: Nicole Hettegger
- hochgeladen von Sarah Konrad
Ziel ist es, die Erstversorgung von Verletzten im unwegsamen Gelände zu verbessern. Da alpine Einsätze häufig mit längeren Anmarschzeiten verbunden sind, kommt einer standardisierten notfallmedizinischen Betreuung vor Ort besondere Bedeutung zu. Landesleiter Stefan Schröck bezeichnete die neue Alarmierung als „wichtigen Schritt“, um Patientinnen und Patienten gezielter zu versorgen und gleichzeitig die Einsatzkräfte zu entlasten.
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