Reparieren statt Wegwerfen
Fünf Jahre Repair-Cafe in Ratschendorf
- Eine Torte zum fünften Geburtstag für Geschäftsführer Wolfgang Haiden und Abfallberaterin Manuela Rauch
- Foto: MeinBezirk/Herwig Brucker
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Seit fünf Jahren reparieren freiwillige Helfer im Ressourcenpark Ratschendorf kaputte Geräte. Durch diese ehrenamtliche Tätigkeit konnte viel Abfall verhindert werden.
RATSCHENDORF. Mit einem kleinen Festakt feierte das Repair-Cafe im Ressourcenpark Ratschendorf den fünften Geburtstag. Der Obmann des Abfallwirtschaftsverbandes (AWV) Radkersburg Anton Edler begrüßte dazu den Geschäftsführer Wolfgang Haiden, LAbg. Franz Fartek, den Kassier des AWV Gerhard Sundl, den Bürgermeister von Deutsch Goritz David Tischler und die Referatsleiterin Abfall- und Ressourcenwirtschaft des Landes Steiermark, Ingrid Winter.
Obmann Anton Edler bedankte sich beim Geschäftsführer für die Umsetzung der anfänglichen Idee vor fünf Jahren und den anwesenden ehrenamtlichen Helfern für ihre Reparaturtätigkeit. "Damit bekommen die kaputten Geräte ein zweites Leben", so Edler. Geschäftsführer Wolfgang Haiden bemerkte dazu, dass für ihn bei diesem Projekt die Müllvermeidung ein entscheidender Faktor gewesen sei.
- Obmann Anton Edler, Geschäftsführer Wolfgang Haiden, Abfallberaterin Manuela Rauch (v.l.)
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Gemeinsame Arbeit
Klaus Seidl ist ein Mitarbeiter der ersten Stunde. "Von den bisher 21 Reparaturtagen habe ich lediglich einen einzigen urlaubsbedingt versäumt", erklärte Seidl im Exklusivgespräch mit MeinBezirk. "Meine Motivation für diese ehrenamtliche Tätigkeit ist das Lächeln der Menschen, wenn sie mit einem kaputten Gerät kommen und es wieder funktionstüchtig mitnehmen können", so Seidl weiter.
- Obmann Anton Edler, Gründungsmitglied Klaus Seidl, Bgm. David Tischler (v.l.)
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"Wichtig ist auch, dass die Eigentümer bei der Reparatur dabei sind und sogar mithelfen. So entsteht die Gewissheit, diese Tätigkeit gemeinsam geschafft zu haben", ergänzte Geschäftsführer Wolfgang Haiden.
- Nach dem Festakt machten sich die ehrenamtlichen Helfer gleich an die Arbeit
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Mit wenigen Worten brachte Haiden den Sinn des Repair-Cafes auf den Punkt: "Was repariert wird, wird nicht weggeworfen. Was weiterverwendet wird, muss nicht neu produziert werden.
Und was nicht neu produziert werden muss, schont unsere Ressourcen."
Neben diesem zweiten Leben für viele Geräte bekommen die Kunden auch einen guten Kaffee, feine Mehlspeisen und vor allem nette Gespräche.
- Ein Teil des Reperaturteams mit der Umwelt- und Abfallberaterin Sieglinde Neumeister.
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Wolfgang Haiden und Manuela Rauch bekamen zu diesem Geburtstag eine Torte, die Mitarbeiter ein kleines Erinnerungsgeschenk.
- Die Ehrengäste und das Reperaturteam feierten den fünften Jahrestag
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- Die ehrenamtlichen Helfer bekamen als Dank für ihre Arbeit ein kleines Geschenk
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Kurzer Rückblick
Das erste Repair-Cafe startete am 25. Juni 2021. Nach dem Festakt fand der 21. Reparatur-Nachmittag statt. Derzeit gibt es einen Pool mit zwölf freiwilligen Helfern. Rund 400 kaputte Geräte aller Größen fanden bisher den Weg ins Repair-Cafe, ungefähr zwei Drittel davon konnten repariert werden.
Haiden erwähnte auch die Zusammenarbeit mit den regionalen Schulen, wie beispielsweise mit der HLW Mureck und der i:HTL Bad Radkersburg. Heuer wurde auch ein neues Format ins Leben gerufen, nämlich " Repair-Cafe on tour". Dabei waren die "Bastler", wie sie liebevoll genannt werden, in Straden, Mureck, und der i:HTL Bad Radkersburg.
Pro Veranstaltung kommen durchschnittlich 150 - 200 Euro zusammen, sodass bisher insgesamt rund 2.800 Euro in der Spendenkassa waren. Das Geld kommt karitativen Zwecken zugute und geht an verschiedene soziale Organisationen in der Region oder bedürftige Familien.
Übrigens: Der Ursprung der Idee des "Repair-Cafes" liegt in den Niederlanden. Im Jahr 2009 eröffnete das erste "Repair-Cafe" in Amsterdam.
- Eine Torte zum fünften Geburtstag für Geschäftsführer Wolfgang Haiden und Abfallberaterin Manuela Rauch
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