Mureck: Aufregung wegen HCB-Ballen

Die Abgeordneten Anton Gangl und Franz Fartek und Bgm. Anton Vukan sind der Causa sofort nachgegangen.
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  • hochgeladen von Markus Kopcsandi

Die ÖVP-Landtagsabgeordneten Anton Gangl und Franz Fartek sitzen mit Murecks SPÖ-Bürgermeister Anton Vukan an einem Tisch. Zur Diskussion stehen konkret mit dem Schadstoff Hexachlorbenzol (HCB) verseuchte Heuballen. 12.000 Ballen, Reste eines Kärntner Umweltskandals im Jahr 2014, lagern in Klein St. Paul. Nun geht es um deren Entsorgung.
Zuletzt hat es aus Niederösterreich ein Nein zu den Ballen gegeben. Eine Informationsveranstaltung rund um die Ballen in Pernegg machte die Causa nun auch in der Region zum Thema. Auf den Plan gerufen wurde Anton Gangl aufgrund der Info, dass die Biogasanlage der "Öko Strom Mureck" bzw. Murecks Energiepionier Karl Totter auf der Einladungsliste angeführt waren.

Nein zu Imageschaden

"Wir wollen die Entsorgung nicht in der Region und nicht in der Steiermark", so Anton Gangl, der umgehend Murecks Bürgermeister Vukan informiert hat. Auch Vukan will von einer Verwertung in seiner Gemeinde nichts wissen. Er hat nach Erhalt der Nachricht mit Karl Totter gesprochen und Auskunft erhalten, dass dieser rein aus Interesse Informationen eingeholt habe.
Dies bestätigt Totter, der die Aufregung nicht versteht, gegenüber der WOCHE. Er gibt an, am 30. November eine Einladung erhalten zu haben. Danach habe man sich u.a. an der Universität für Bodenkultur über das Produkt bzw. HCB informiert. "Für uns war die Sache dann gestorben – erkundigen wird man sich ja wohl noch dürfen", so Totter, der seinen Ruf nicht beschmutzt wissen will.

Landesrat bezieht Stellung

Reagiert hat in der Sache nun auch die FPÖ. So fordert LAbg. Herbert Kober eine klare Stellungnahme des zuständigen steirischen SPÖ-Umweltlandesrats Anton Lang. Diese lautet wie folgt: „Ich spreche mich in aller Deutlichkeit gegen die Entsorgung bzw. die Verarbeitung von HCP-belastetem Material bei uns in der Steiermark aus. Rechtlich kann das Land eine Antragsstellung zur Genehmigung der Verwertung von HCP-belastetem Material zwar nicht verbieten, ich appelliere jedoch an die potenziellen Anlagenbetreiber, von dieser Entsorgung Abstand zu nehmen."

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