06.04.2016, 08:26 Uhr

Buchvorstellung: Von Liebe und Einsamkeit

(Foto: Stebner)
Elfriede Hammerl entführt uns mit Leichtigkeit in kleine, bisweilen sogar recht dunkle Welten, die vielleicht bei dir und mir, bei der Freundin oder der Tante, beim Nachbar oder beim Lehrer ganz genauso sein könnten. Hammerls Erzählkunst erlaubt das rasche Eintauchen in die elf G'schichtln, in denen scheinbar unspektakuläre Ereignisse aus dem Leben erzählt werden und ihre Kunst, das Normale abzubilden ohne zu langweilen, sorgt fürs Nicht-aus-der-Hand-legen, bei diesem Buch.

Im Versuch, dem gewählten (oder passierten) Leben eine glücklichere Wendung zu geben, wählen die Ninas, Margrets oder Sandras Wege, die vielleicht auch wir beschreiten würden. Und genau wie in unserem Leben, geht dennoch nicht alles in die erwartete oder gewünschte Richtung, was durch die pointierte und treffsicheren Schilderung Hammerls einen leicht bitteren Zug bekommt. Dennoch ist diese Melancholie nicht ungut, sie legt eher den sprichwörtlichen Finger auf die kleinen Alltagswunden und zwischen den Zeilen scheint eine feine Ironie auf, weil das Schicksal doch oft andere Pläne hat...

Fazit: Ein richtig gutes Buch.

Elfriede Hammerl: Von Liebe und Einsamkeit
192 Seiten, gebunden, € 22,-
Kremayr & Scheriau
ISBN-10: 3218010225, ISBN-13: 978-3218010221
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