225.000 Euro für MINT-Projekte
Neue Schecks für Tirols Bildungseinrichtungen
- Die MINT-Schecks ermöglichen Tiroler Pädagoginnen und Pädagogen, kreative Projekte in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik abseits des regulären Unterrichts umzusetzen und Kindern sowie Jugendlichen einen praxisnahen Zugang zu Forschung, Experimenten und Innovation zu eröffnen.
- Foto: Land Tirol/Neuner
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Mit den MINT-Schecks fördert Tirol auch 2026/27 wieder Projekte in Technik, Naturwissenschaft und Informatik. Start ist am 12. Oktober.
TIROL. Experimentieren, forschen und technische Lösungen entwickeln: Mit den MINT-Schecks unterstützt das Land Tirol auch im Schuljahr 2026/27 wieder Kindergärten, Schulen und Horte bei innovativen Bildungsprojekten in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die vierte Ausschreibungsrunde startet am 12. Oktober und umfasst ein Gesamtfördervolumen von 225.000 Euro. Die Nachfrage ist seit Jahren groß. In den vergangenen Ausschreibungen waren die verfügbaren Schecks oftmals bereits kurz nach dem Start vergeben. Seit Einführung der Förderung wurden bereits 550 MINT-Schecks an Tiroler Bildungseinrichtungen vergeben.
Mehr als 22.000 Kinder und Jugendliche erreicht
Bildungslandesrätin Cornelia Hagele sieht in den MINT-Schecks einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Neugier und Forschergeist.
„Kinder und Jugendliche sind neugierig und wollen verstehen, wie die Welt um sie herum funktioniert. Die MINT-Schecks sind ein einfaches Mittel, um Raum für Experimente und eigene Ideen zu schaffen. Wir wollen damit das Interesse an Naturwissenschaft und Forschung möglichst früh wecken und langfristig für Begeisterung an unseren Schulen, Kindergärten und Horten sorgen.“
Insgesamt konnten laut Land Tirol bereits 22.111 Kinder und Jugendliche mit Projekten aus den bisherigen Ausschreibungen erreicht werden.
- Bildungslandesrätin Cornelia Hagele und Wirtschaftslandesrat Mario Gerber rufen Tirols Kindergärten, Schulen und Horte dazu auf, die neuen MINT-Schecks zu nutzen und mit kreativen Projekten die Begeisterung von Kindern und Jugendlichen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu fördern.
- Foto: Land Tirol/Fitsch
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Investition in die Fachkräfte von morgen
Für Wirtschaftslandesrat Mario Gerber geht die Bedeutung der Initiative weit über den Bildungsbereich hinaus.
„MINT-Kompetenzen sind eine wichtige Grundlage für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung. Die Rechnung ist eine ganz einfache: Wir begeistern Kinder schon heute für Technik und Forschung – und schaffen dadurch Perspektiven für die Fachkräfte von morgen.“
Die MINT-Schecks seien daher gleichzeitig eine Investition in die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Tirol.
Von Solarmodulen bis zu Drohnenprojekten
Die geförderten Projekte zeigen, wie vielfältig MINT-Bildung sein kann. So bauten Schülerinnen und Schüler der Volksschule Tobadill eigene Solarmodule, Jugendliche der Mittelschule Zams-Schönwies programmierten Drohnen für Aufforstungsprojekte und Kinder der Volksschule Nußdorf-Debant entwickelten Lego-Roboter. Gefördert werden unter anderem:
- Materialien und Geräte für Experimente
- Workshops mit Fachleuten
- Exkursionen in Forschungseinrichtungen
- Reisekosten für Projekttage
- außerschulische MINT-Angebote
Bis zu 1.000 Euro pro Einrichtung
Kindergärten erhalten pro MINT-Scheck 500 Euro, Schulen und Horte bis zu 1.000 Euro. Grundsätzlich kann jede Tiroler Bildungseinrichtung einen Scheck beantragen. Neu ist, dass Einrichtungen mit MINT-Gütesiegel künftig einen zweiten Scheck erhalten können. Die Vergabe erfolgt nach dem Prinzip „first come, first served“.
Tirol bleibt Vorreiter bei MINT-Bildung
Die MINT-Schecks werden von der ARGE „MINT-Bildung Tirol“ getragen. Partner sind das Land Tirol, die Industriellenvereinigung Tirol, die Wirtschaftskammer Tirol, die Arbeiterkammer Tirol und der Österreichische Gewerkschaftsbund. Mit der Umsetzung der MINT-Bildungsregion Außerfern wurde Tirol im Jahr 2025 zudem zum ersten flächendeckenden MINT-Bundesland Österreichs.
Breite Unterstützung
Für die Partnerorganisationen ist die frühe Förderung von technischem und naturwissenschaftlichem Interesse entscheidend.
„Dass die MINT-Förderschecks bereits in die vierte Runde gehen, zeigt, wie stark das Thema in Tirol verankert ist“, betont WK-Tirol-Präsidentin Barbara Thaler.
Auch AK-Präsident Erwin Zangerl verweist auf den steigenden Bedarf an Fachkräften:
„Der Fachkräftemangel zeigt uns, dass wir gerade in den MINT-Fächern enormen Aufholungsbedarf haben.“
Besonders wichtig sei dabei, auch Mädchen und junge Frauen verstärkt für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern. Mit den neuen MINT-Schecks soll dieser Weg nun auch im Schuljahr 2026/27 konsequent fortgesetzt werden.
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