Mission in Medjugorje
Marien-Verehrer bringen Kreuze zum Jubiläum wieder zum Glänzen
- Alois Leidorfer, Herbert Fuchs und Herbert Fuik (v. l.)
- Foto: Fuik
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Medjugorje spielt für einen Wiener und einen Steirer eine große Rolle im Leben. Vor 25 Jahren verliehen die Österreicher unter großer Kraftanstrengung dem Kreuzweg eine persönliche Note. Kürzlich kehrten sie wieder zurück und bewiesen wieder Anpackerqualitäten.
MEDJUGORJE/MARKT HARTMANNSDORF. Unzählige Pilgerinnen und Pilger strömen Jahr für Jahr nach Medjugorje. An jenem Ort in Bosnien-Herzegowina soll ja im Jahr 1981 mehreren Kindern die Mutter Gottes erschienen sein.
Als Marien-Verehrer bezeichnen sich Herbert Fuchs, Beamter aus Wien, und Herbert Fuik aus Markt Hartmannsdorf im Bezirk Weiz, der früher als Polizeijurist tätig war. Die beiden haben in Medjugorje vor 25 Jahren ihre „Spuren“ hinterlassen und taten dies zum Jubiläum nun wieder.
Ein Blick zurück: Fuchs und Fuik haben 2001 14 Holzkreuze beim Kreuzweg in Medjugorje neu errichtet. Fuchs hatte laut eigener Aussage eine „Eingebung“, die alten Kreuze neu zu errichten – und nach Rücksprache und Erlaubnis von Pater Slavko Babaric wurde der Plan für die Kreuze dann gezeichnet. Ein steirischer Tischlermeister wurde mit der Anfertigung der Holzkreuze samt Metallsockel beauftragt.
- Medjugorje ist für unzählige Pilgerinnen und Pilger von großer Bedeutung.
- Foto: Christa Posch
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Nach der Fertigstellung wurden die Kreuze mit einem Bus des Reiseunternehmers Franz Gollowitsch aus Markt Hartmannsdorf nach Medjugorje gebracht. Die Auftraggeber schraubten in der Folge im Keller des Hotels Marben in Medjugorje die 14 Kreuze zusammen und strichen sie.
Eine schweißtreibende Aufgabe
Bei mehr als 40 Grad Hitze wurden die alten Kreuze in nur drei Tagen entfernt und abtransportiert. Für die neuen Kreuze mussten Eisensockel einbetoniert werden. Fuchs, Fuik und ein weiterer Helfer trugen Wasser in Kanistern, Schotter und Zement auf den Berg und zementierten die Halterungen im Felsen händisch ein. Nachdem der Beton erhärtet war, wurden die neuen Kreuze von den beiden Österreichern auf den Kreuzberg transportiert.
„Man muss sich vorstellen, dass die Gehzeit auf diesen steilen Berg unter normalen Umständen rund eineinviertel Stunden beträgt. Der Weg ist durch scharfkantige und teilweise runde Felsen sehr schwer begehbar. Bei jedem Schritt muss geachtet werden, dass man sich nicht umknöchelt.“
Herbert Fuik, Medjugorje-Pilger aus Markt Hartmannsdorf
Beeindruckend: Fuik trug zwei dieser neuen Holzkreuze vom Fuße des Kreuzberges bis zur sechsten Station auf seiner Schulter. Wegen der Hitze und des Gewichtes der Kreuze mussten die Kreuze dann aber doch bei der sechsten Station abgelegt und einzeln weitergetragen werden.
- Eines der 14 Kreuze, das vor 25 Jahren errichtet worden ist.
- Foto: Fuik
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Ein Kreuz fand den Weg nach Mexiko
Die alten Kreuze wurden übrigens in Medjugorje und in Österreich verteilt und sind an verschiedenen Orten aufgestellt – z. B. bei der Mariengrotte in St. Ruprecht an der Raab, im Garten des Elternhauses Fuik in Markt Hartmannsdorf, beim Hause Gollowitsch in Oed bei Markt Hartmannsdorf und an anderen Orten. Ein Kreuz ging sogar zu einem Orden nach Guadalupe in Mexiko. Dort wurde das Kreuz in einer Kapelle aufgestellt und wird von Tausenden Pilgern bewundert und verehrt.
Neuer Anstrich zum Jubiläum
25 Jahre später waren die engagierten Medjugorje-Fans, die nach 2001 auch Hilfsaktionen für ein lokales Waisenhaus durchgeführt haben, wieder aktiv. Fuchs und Fuik haben gemeinsam mit Alois Leidorfer aus Ilz kürzlich wieder eine Wallfahrt unternommen und haben in dieser Zeit die Kreuze neu gestrichen. „Ein Zusammensitzen mit fröhlichen Menschen rundete dieses Ereignis ab. Wir freuen uns über die renovierten Kreuze“, sagt Fuik.
„Herzlichen Dank gebührt den Erbauern des Kreuzweges und den Helfern und Unterstützern vor allem, dem verstorbenen Pater Slavko Babaric und der auch verstorbenen Schwester Maria aus Medjugorje, den Jungs von der Drogenstation Cenacolo in Medjugorje, dem Hotel Marben, Fragollo-Reisen, dem Unternehmen Josef Herbst in Unterrohr bei Hartberg und allen die geholfen haben und als Sponsoren zur Verfügung standen“, so der Markt Hartmannsdorfer.
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