Tag der offenen Tür
130 Jahre Tourismusverein Passail

Feierten gemeinsam 130 Jahr Tourismusverein Passail. Vzbgm. Werner Berghofer, Christine Pollhammer (Almenland Tourismus),  Obfrau des TV Passail Gabriele Reiterer, Bgm. Eva Karrer und Kassier vom TV Passail, Siegfried Stadlhofer (v.l.n.r.)
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  • Feierten gemeinsam 130 Jahr Tourismusverein Passail. Vzbgm. Werner Berghofer, Christine Pollhammer (Almenland Tourismus), Obfrau des TV Passail Gabriele Reiterer, Bgm. Eva Karrer und Kassier vom TV Passail, Siegfried Stadlhofer (v.l.n.r.)
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Zu einem Tag der offenen Tür wurde dieser Tage nach Passail geladen. Genauer gesagt zum Tourismusverein Passail, der dieser Tage sein 130 Jahr Jubiläum feiert. In der Region Teichalm-Sommeralm ist man der Sonne einfach näher.

Nach dem Festakt wurden alle Gäste eingeladen, sich von den Vorzügen der Wohnmöglichkeiten zu informieren. Dabei konnten die Almenlands Apartments Passail und auch die neue Sommerküche besichtigt werden. Beim Spangerlschießen in der Sportstockhalle hatten Kinder und Erwachsene gemeinsam Spass. Für alle sportlichen Kinder wurde außerdem zu einem Fussball-Kinderturnier eingeladen. Auf der überdachten Terrasse der Tennishalle wurde dann noch bei Kaffee und Kuchen weiter über die gelungene Veranstaltung weiter geplaudert.

Die Geschichte zum Verein:

Dieser traditionsreiche Verein hat in mehreren Epochen eine lange und bewegte Vergangenheit aufzuweisen. Am 13. Dezember 1891 konstituierte sich im Gasthaus Tauschmann, heute Marktwirt Häusler, ein Verein, der mit dem schon bestandenen Markt-Verschönerungsverein-Pahsail“ eine Verbindung einging und sich statutenmäßig "Verein zur Förderung des Fremdenverkehrs in Pahsail" bezeichnete.
Unter der Leitung des Arztes Ernest Kopetzky erhielt der erste Ausschuss, bestehend aus 34 Passailer Bürgern von der K.K. Bezirkshauptmannschaft Weiz die Bewilligung zur Vereinsgründung.
Der Verein beschloss, mit den wenigen finanziellen Mitteln, die sich aus den Mitgliedsbeiträgen (1892 betrugen diese 37 Gulden und 85 Kreuzer) und aus Spenden von der Marktbevölkerung zusammensetzten, was nach der heutigen Währung in etwa 370 Euro entsprechen würde, zu wirtschaften. Mit diesem Budget wurde bescheidene Fremdenverkehrswerbung direkt über Zeitungen z.B. Pester Journal, Wiener Allgemeine, Wiener Tageblatt oder Grazer Tageblatt betrieben.
Durch die Verschönerung des Ortsbildes versuchte man der noch kleinen Anzahl von Gästen Passail attraktiver zu machen. Das Hauptaugenmerk galt aber den beiden vereinseigenen Bädern
Daneben musste der Verein als Vermittler zwischen Bürgerschaft und Gemeinde auftreten und konnte schon in den ersten Jahren, mit Hilfe und Zustimmung der Gemeindeverwaltung, schöne und bleibende Taten setzen (Pflanzen der Kastanienbäume auf dem Marktplatz; Bau eines Pavillons neben der Schießhütte und Schaffung eines Promenadenweges.

Erste Passail Broschüre

Die Auflage einer ersten Broschüre über Passail erfolgte 1889 sowie auch die Renovierung der Liebfrauensäule am Marktplatz.
1898 wurde der Markt wegen der schlechten Trinkwasserqualität von einer Typhusepidemie heimgesucht, wodurch auch der Gästezulauf stockte. Jetzt stand die Trinkwasserversorgung im Vordergrund, welche auf ständiges Betreiben des Vereins 1901 fertiggestellt wurde. Ab 1902 fehlen sämtliche Aufzeichnungen.
1923 kam es zu einer Neuauferstehung des Vereines, nach einem Aufruf an die geehrte Bewohnerschaft Passail's, finanzielle Opfer zur Wiederherstellung des Fremdenverkehrsvereines zu leisten. Diese Spenden wurden dazu verwendet, die Bäder zu renovieren und Bänke aufzustellen.
1930 wurde aus finanzieller Notlage der Verein aufgelöst. Alles bewegliche und unbewegliche Gut wurde der Gemeinde überlassen.
1938 begann man mit einen Neustart des Vereines. Geldbeschaffung und Mitgliederwerbung standen im Vordergrund. Nach dem Verfall des Kaltbades wurde bei den Fischteichen am Lukabach (jetziges Sportzentrum) ein neues Freibad ausschließlich aus Holz errichtet.
Erstmals tauchte auch die Idee des Fensterschmuckes auf.

Fremdenverkehrsverein Passail

In Anwesenheit von Vertretern des Landesverbandes und des Oststeirerverbandes wurde 1960 der Verein mit der Bezeichnung "Fremdenverkehrsverein Passail" gegründet.
Man war bestrebt, nicht nur die Werbung fortzusetzen, sondern auch den Ort für Gäste anziehend zu gestalten. So wurde 1950/52 auch das Freibad in der Untergasse errichtet. 1965 wurde durch eine Interessengemeinschaft der Lindenbergschilift errichtet. 1970 wurden auf dem Areal des ersten Kaltbades Tennisplätze errichtet. Der kleine Kogelschilift wurde 1973 gebaut und vom Tourismusverein verwaltet.
Durch die Initiative des Obmannes Anton Hable gelang es, "Berliner Turnusse" über das Reisebüro "Interreisen" nach Passail zu bringen. Von 1970 bis 1976 bevölkerten Berliner Gäste den Markt, rund 30.000 Nächtigungen im Jahr. Um der Werbung eine breitere Basis zu geben, schloss sich der Verein im Laufe der Jahre Werbegemeinschaften an (Oststeirerverband, Steiermark Mitte, Weizer Ferienland und Region Teichalm – Sommeralm). Ein besonderes Augenmerk wurde dem örtlichen Blumenschmuck geschenkt und dieser mit Anerkennungspreisen gefördert.

Die Achziger Jahre

In den achtziger Jahren gab es einen großen Verschleiß von Obmännern: 1981-1982 Franz Pirchheim, 1982-1986 Eduard Weidl, 1986-1988 Josef Iberer und von 1988-1993 Erwin Reisinger.
Die Messewerbung wurde ab 1989 auf Innsbruck und Dornbirn erweitert. 1991 wurde erstmals ein Fahrradverleih eingerichtet, um Gästen auch im Urlaub kleine Radpartien zu ermöglichen.
Mit dem Inkrafttreten des steirischen Fremdenverkehrsgesetzes, wonach sämtlichen Betrieben der "Tourismusschilling" auferlegt wurde, brach eine neue Epoche an. Es bedeutete auch die Auflösung des Fremdenverkehrsvereines und die Konstituierung des vorgegebenen Tourismusverbandes. (TV)
Der Polizeibeamte Siegfried Stadlhofer wurde am 30. August 1993 zum ersten neuen TV-Obmann gewählt. Zuvor hatte er schon zwei Jahre mitgearbeitet und übernahm 2003 dann die Funktion als Kassier. Im Jahre 2003 übernahm Gastronom Peter Labisch die Funktion des Obmannes von Stadlhofer, im Jahre 2010 folgte Gabriele Reiterer, die bis heute dem Tourismusverein als Obfrau vorsteht.

(Nach Protokollen des Tourismusverbandes und der Passailer Ortschronik, zusammengeschrieben von Siegfried Stadlhofer)

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