Die "Pudelmutter" - ein fast vergessener Brauch

Pudelmutter Kerstin Reisinger ging heuer von Haus zu Haus und war Äpfel, Nüsse und Süßigkeiten hinein
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  • Pudelmutter Kerstin Reisinger ging heuer von Haus zu Haus und war Äpfel, Nüsse und Süßigkeiten hinein
  • hochgeladen von Iris Bloder

In der letzten der 12 Rauhnächte, vom 5. auf den 6. Jänner, zieht die „Pudelmutter“ immer noch in einigen Gebieten Österreichs von Haus zu Haus.

Es gibt einige verschiedene Überlieferungen, woher dieser uralte Brauch eigentlich kommt. Manchmal wünscht die „Pudelmutter“ ein gutes neues Jahr und Gesundheit, manchmal ist sie stumm unterwegs und lässt den Leuten Äpfel, Nüsse und Süßigkeiten ins Haus „pudeln“, wenn das Haus schön ausgekehrt wurde und keine Unordnung herrscht. Daher kommt vielleicht auch der Name oder von der gebückten Haltung des alten Weibs, das „pudelnd“ von Haus zu Haus zieht.

Mancherorts wird die „Pudelmutter“ auch „Perchta“ genannt und gehört zu den „Schirchperchten“, die die bösen Wintergeister vertreiben sollen.

Leider gerät dieser uralte Brauch bei uns oft schon in Vergessenheit. Nicht so bei Familie Reisinger aus Oberdorf. "Als Kinder hatten wir Angst vor der Pudelmutter. Unsere Oma verkleidete sich immer und kam ins Haus. Wenn schön ausgekehrt war - und das war es immer, warf sie Äpfel mit Münzen drinnen, Nüsse und Mandarinen herein und ging wieder. Sie sagte aber kein Wort", erinnert sich Kerstin Reisinger, die heuer als Pudelmutter unterwegs war. 

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