Energie-Projekt
In Thannhausen wird der Strom nun verteilt

GR Tanja Hirzberger, Vize-Bgm. Johannes Strobl, Thomas Nacht (4ward Energy Research), Kurt Gschweitl (EOS Powersolutions), Andrea Dornhofer
(Energieagentur W.E.I.Z.) und Bgm Gottfried Heinz. (v.l.)
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  • GR Tanja Hirzberger, Vize-Bgm. Johannes Strobl, Thomas Nacht (4ward Energy Research), Kurt Gschweitl (EOS Powersolutions), Andrea Dornhofer
    (Energieagentur W.E.I.Z.) und Bgm Gottfried Heinz. (v.l.)
  • Foto: WOCHE/NP
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"In Thannhausen geht der Strom nie aus." Mit diesem Titel lud die Gemeinde Thannhausen zur Präsentation eines neuartigen Direktleitungssystems, das eine Mehrgebäude-Nutzung des eigens erzeugten Photovoltaikstroms ermöglicht.

Thannhausen geht mit seinem Pilotprojekt "SoWeiT-connected" neue Wege in der Stromnutzung. Denn österreichweit gibt es bisher kein vergleichbares System, dass den direkt erzeugten Strom einer Photovoltaikanlage zu insgesamt acht Nutzern weiterleitet – und diesen je nach Wetterlage und Stromauslastung auch noch gerecht verteilt.
Bisher war für einen gebäudeübergreifenden Stromaustausch über Direktleitungen lediglich die Verbindung zwischen zwei Gebäuden möglich. Das Projekt "SoWeiT-connected" wurde bereits im Oktober 2018 gestartet und nun in Betrieb genommen. Bis Oktober 2022 soll die Testphase weiterlaufen und sowohl die Verrechnung als auch Schwachstellen ermittelt bzw. behoben werden. "Sinn und Zweck des Projektes war es den selbst erzeugten Strom nicht nur im Gemeindeamt, sondern auch an unsere direkten Nachbarn weitergeben zu können", sagt Bürgermeister Gottfried Heinz bei der Projektpräsentation.
Als Projektpartner konnte die Gemeinde Thannhausen dafür das Weizer Energie- und Innovatiosnzentrum gewinnen sowie EOS Powersolutions, 4ward Energy Research und die Energienetze Steiermark.

Vor Ort wurde eine Steuereinheit des Direktleitersystems  vorgestellt.
  • Vor Ort wurde eine Steuereinheit des Direktleitersystems vorgestellt.
  • Foto: WOCHE/NP
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So funktioniert's

Thomas Nacht von 4ward Energy Research erklärte die Funktionsweise des Direktleitsystems. Am Dach des Altstoffsammelzentrums wurde eine 29 kWp Photovoltaikanlage installiert. Über Direktleitungen im Boden wird der Strom zu den Nutzern transportiert. Für die Optimierung des Stromverbrauchs kommt dann das von EOS entwickelte Energiemanagementsystem (auch "Gehirn" genannt) zum Einsatz. Um bei Schönwetter den PV-Strom nutzen zu können und bei Regenwetter auf das öffentlich Netz umschließen zu können, wurde bei allen acht Nutzern eigene Mess- und Steuerungskomponenten installiert.
Das System strebt die optimale Nutzung, mit maximalem Eigenverbrauch sowie wirtschaftlichem Nutzen für Erzeuger und Verbraucher des lokal erzeugten PV-Stroms, an. "Das "Gehirn" entscheidet, ob alle Nutzer voll an den PV-Strom angeschlossen werden können oder nicht und ist auch merkfähig", erklärt Nacht. "Das Bestreben ist natürlich möglichst viel erneuerbaren Strom zu den Nutzern zu bringen, der günstiger ist als der im öffentlichen Netz. Und das auch noch mit einer fairen Verteilung der verschiedenen Nutzer", sagt Nacht. Er versichert auch, dass das neue Energiesystem nur eine minimale Rückwirkung auf das öffentliche Netz hat.

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