Kein "Qualm" mehr in der Gastronomie: Rauchverbot ab 1. November

Andreas Strobl, Astrid Ochensberger, Herwig Hofer und Silvio Neffe haben in St. Ruprecht bereits seit 1. Mai 2019 ein totales Rauchverbot in ihren Lokalen
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  • Andreas Strobl, Astrid Ochensberger, Herwig Hofer und Silvio Neffe haben in St. Ruprecht bereits seit 1. Mai 2019 ein totales Rauchverbot in ihren Lokalen
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Das bevorstehende Rauchverbot in der Gastronomie sorgt für gespaltene Reaktionen.

Am 1. November tritt das absolute Rauchverbot in der Gastronomie in Kraft. Ursprünglich von der schwarz-roten Koalition bereits beschlossen, wurde das Rauchverbot von der türkis-blauen Regierung wieder gekippt, um dann doch wieder beschlossen zu werden. Die Entscheidung führt nun auch im Bezirk zu gespaltenen Reaktionen.

Bessere Luft

Andreas Strobl vom Marktheurigen Strobl in St. Ruprecht/R. hat bereits seit Mai 2018 ein totales Rauchverbot umgesetzt. "Für mich wäre die alte Regelung mit Trennung auch okay. Ich habe mich allerdings bereits 2018 für das Rauchverbot entschieden, da wir ein Speiselokal sind und es einfach angenehmer ist, wenn beim Essen nicht geraucht wird. Die Luft in den Räumen ist seither viel besser", erklärt Strobl seine Entscheidung. "Abgenommen hat bei uns seither das Thekengeschäft. Die rauchenden Gäste stellen sich nun nach dem Essen weniger zur Theke, sondern ins Freie. Ich weiß aber nicht, ob das ausschließlich auf das Rauchverbot zurückzuführen ist, da allgemein in der Gastronomie auch die Spirituosen weniger verkauft werden", so Strobl. Dass die Raucher dadurch benachteiligt werden, glaubt Strobl nicht, da die meisten Gäste zu Hause auch ins Freie gehen, um zu rauchen. "Ein paar Gäste hat es natürlich gegeben, die sich beschwert haben, aber mittlerweile ist das für alle in Ordnung. Wir haben einen schönen Gastgarten, wo geraucht werden kann. Im Winter hängen dort Heiz-Laternen, damit es den Gästen nicht zu kalt wird."

Wirtschaftliche Folgen

Anders sieht dies Albert Wagner aus Mitterdorf/R, Präsident des Verbandes für Cigarren- und Pfeifen-Händler Österreichs: "Es ist ein Einschnitt in die Privatsphäre der Menschen. Die Politik macht sich keine Gedanken über die wirtschaftlichen Schäden, die dadurch entstehen. Viele Lokale werden zusperren müssen. Viele Beschäftigte werden dadurch ihre Jobs verlieren. Das trifft natürlich auch die Tabakfachgeschäfte. In diesem Bereich arbeiten sehr viele begünstigt behinderte Menschen. Ich finde es wirklich traurig, dass man an deren Existenzen rüttelt", so Wagner. Vorteile sieht Wagner im Rauchverbot keine: "Das Rauchverbot wird nur durch die gesundheitlichen Schäden begründet. Natürlich ist Rauchen nicht gesund, aber für viele ist das Rauchen ein Genuss und hilft vielleicht sogar beim Stressabbau. Jeder Mensch hinterlässt seinen Fußabdruck, den auch wir Raucher einatmen müssen. Dem Rauch, den man sieht, kann man ausweichen. Doch die unsichtbaren Gase in der Luft, die von uns allen produziert werden, kann man nicht vermeiden und diese nagen an unserer Gesundheit", meint Wagner.

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