Vitamine als gesunde Immunsystem-Booster
- Michaela Gobec ist Fasten- und Gesundheitstrainerin.
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Was braucht ein gesundes Immunsystem? Das haben wir eine Gesundheitstrainerin im Bezirk gefragt.
Vermehrter Stress, der gerade in Ausnahmesituationen wie in der Pandemie besonders häufig ist kann krank machen. Aber auch Schlafmangel, rauchen, Alkoholkonsum, Nährstoff- und Bewegungsmangel können unser Immunsystem schwächen.
Was wir tun können um unseren Körper zu stärken und gesünder zu leben, das haben wir Michaela Gobec von der Almenlandapotheke in Passail gefragt.
WOCHE: Was ist im Moment besonders wichtig, um unser Immunsystem zu stärken?
MICHAELA GOBEC: "Bewegung, Schlaf, Vitamine, frische Luft und Händewaschen sind die besten Mittel um die Abwehrkräfte zu stärken.
Ein hoher Vitamin-D-Spiegel ist eine wichtige Präventionsmaßnahme, nicht nur für das Immunsystem, sondern auch gegen Covid-Viren. Vitamin-D bekommen wir vor allem durch die Sonne. Daher haben wir im Sommer einen höheren Vitamin-D-Spiegel, ein besseres Immunsystem und dadurch auch weniger Covid-Fälle. Eine Aufnahme durch die Ernährung ist kaum möglich, weil die Umwandlung des Vitamins nur durch die Wirkung der Sonne auf unseren Körper möglich ist. Vitamin-D-Kapfeln oder Tropfen können da helfen, aber auch Fisch und Lebertran."
Welche Vitamine benötigt unser Körper sonst noch um gesund zu sein?
"Auch der Vitamin-A-Spiegel sollte hoch genug sein. Dieses Vitamin können wir beispielsweise durch Milchprodukte aufnehmen, aber auch durch Süßkartoffeln und Karotten – beispielsweise für Veganer. Außerdem Zink – optimalerweise als Lutschtablette zu sich genommen werden, damit sich Viren erst gar nicht an der Schleimhaut anhaften können. Zusätzlich dazu ist natürlich wie immer auch Vitamin C wichtig. Dieses ist jedoch nicht nur in Orangen und Zitronen enthalten, sondern auch in heimischen Lebensmitteln wie Kraut und Paprika."
Sie haben es gerade angesprochen: Lässt sich gesunde Ernährung mit Regionalität verbinden?
"Eine gesunde Lebensweise schließt für mich ein, Dinge aus der unmittelbaren Umgebung, der Jahreszeit entsprechend zu essen. Damit geht auch ein umweltschonender Anbau einher, damit gesund leben auch nachhaltig ist. Früher wusste man beispielsweise, dass heimische Lebensmittel wie Kohl, Sauerkraut und Erdäpfel, die jetzt zur Verfügung stehen, gesunde Vitamin-Lieferanten sind. Auf solche Lebensmittel zurückzugreifen, die aus der Region kommen (muss gar nicht bio sein) ist immer gesund."
Wie lässt sich das im Alltag anwenden?
"Für all jene die jetzt verstärkt Zuhause sind und fasten wollen, habe ich einen Fastentipp: resistente Stärke. Dafür muss man Reis, Nudeln oder Erdäpfeln zuerst kochen, dann auskühlen lassen und dann erneut erwärmen. Dadurch wandelt sich die Stärke um und die kohlehydrathaltigen Lebensmittel haben einen reduzierten glykämischen Index. Dieser zeigt an, wie schnell ein Lebensmittel im Körper in Zucker umgewandelt werden kann. Durch diesen Prozess setzen die Stärkelieferanten weniger im Körper Fett an."
Wie merkt man, ob der eigene Körper "gesund" ist?
"Typische Symptome sind Müdigkeit, brüchige Fingernägel, trockene Haut, aber auch Hugnerattacken. Diese zeigen einen Mineralstoff- oder Vitaminmangel an. Hat man also zum Beispiel oft Guster auf etwas Süßes, dann liegt wahrscheinlich ein Mangel an Lecithin und Vitamin-B vor, diese sind nämlich in Schokolade enthalten."
Was raten Sie ihren Mitmenschen, die sich gesünder ernähren wollen?
"Prinzipiell haben wir alle einen Vitamin-B-Mangel. Denn Zucker und Auszugsmehle (weißes Mehl) sind Vitamin-B-Räuber. Stress wirkt sich da noch zusätzlich negativ aus. Man sollte beispielsweise versuchen Auszugsmehle durch Vollkornmehl zu ersetzen. Das wäre ein Schritt in Richtung gesündere Ernährung. Aber immer nur einen Schritt vornehmen, dann klappt eine Umstellung zur gesunden Lebensweise leichter."
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