Kulturpolitik
Kultur & Krise
- Der archipelische „Kulturraum“ in Gleisdorfer Weizerstraße Nr. 4 ist eine temporäre Einrichtung.
- hochgeladen von martin krusche
Um ein altes Bonmot zu strapazieren: Niemand hat uns einen Rosengarten versprochen.
Davon gehe ich aus, da wir in der Oststeiermark eine kulturpolitische Debatte zu führen haben. Es hat sich inzwischen herumgesprochen, daß der regionale Kulturbetrieb unter Druck geraten ist. Freilich kaum überraschend. Nach Corona lautete die Frage nicht ob die Krise kommt, sondern wann sie kommt. Darauf mußte man in meinem Meter vorbereitet sein.
Wenn Kinder oder auch noch Teenager in Problemen stecken, werden sie eventuell von ihren Eltern erwarten, daß Hilfe kommt und daß ihnen jemand die Probleme wegarbeitet, soweit das von außen möglich ist.
Wer das Erwachsenwerden unerfreulich findet und dazu vielleicht noch ungelöste Autoritätsprobleme mit sich herumschleppt, kann sich mit Beschwerden meist nur noch „an die Gesellschaft“, wahlweise „an die Politik“ wenden.
Beides ist kein Elternersatz, zumal man spätestens irgendwann zwischen 30 und 60 das Talent zur Eigenverantwortung entwickelt haben sollte. Das behaute ich als ein freischaffender Künstler, der seit 40 Jahren in der Oststeiermark aktiv und nun 70 Jahre alt ist. (Da könnte ich ja die eigene Verantwortung für mein Leben bald wieder wo abgeben. Seniorenheim?)
Ich schrieb eingangs: Darauf mußte man in meinem Meter vorbereitet sein. Unser Gleisdorfer „Archipel: Forum für Kunst, Kultur und Bildung“ ist Ausdruck dieser Vorbereitung. (Fortsetzung folgt!)
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