Thema Demenz
Aktiver Kampf gegen das Vergessen
- Monika Vukelic-Auer, Leiterin der Abteilung Bürgerbüro und Sozialwesen in der Stadtgemeinde Kapfenberg
- Foto: Stadtgemeinde Kapfenberg
- hochgeladen von Angelika Kern
Die Stadt Kapfenberg erarbeitet derzeit eine Strategie für den Umgang mit dem Thema Demenz.
Momentan steht coronabedingt alles still, aber sobald es die Vorgaben zulassen, will man in Kapfenberg an einem Projekt weiterarbeiten, an dem man schon längere Zeit tüftelt: der Entwicklung einer Demenzstrategie für Kapfenberg. "Wir hatten bislang zwei Runde Tische mit Experten, wo wir zuallererst bestehende Angebote sowie Rahmenbedingungen, also den Ist-Zustand, erhoben haben; jetzt geht es vor allem darum, den Bedarf und die Bedürfnisse zum Themenbereich, also den Soll-Zustand, zu ermitteln", verrät Monika Vukelic-Auer, Abteilungsleiterin Bürgerbüro und Sozialwesen der Stadtgemeinde.
Gute Zusammenarbeit
Unterstützt wird die Stadt dabei von Styria vitalis; Experten aus den Bereichen NTK (Neurologisches Therapiezentrum Kapfenberg), Tageszentrum, Pflegeheime, ISGS, Volkshilfe, Verein Lichtpunkt, Psychosoziale Beratungsstelle, Fachpraxis Kieselsteine, Jugend am Werk, Lebenshilfe, Europaapotheke und Stadtpolizei arbeiten mit. "Ich muss sagen, das Interesse an diesem Thema mitzuarbeiten ist sehr groß und wird auch als dringend notwendig angesehen. Wir haben bislang vier Arbeitsgruppen erstellt, die sich jeweils mit speziellen Teilbereichen beschäftigen werden," verrät Monika Vukelic-Auer, Abteilungsleiterin Bürgerbüro und Sozialwesen der Stadtgemeinde.
Vier Teilbereiche
Die vier Teilbereiche sind: "Bedürfnisse von Betroffenen und Angehörigen", "Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit", "Multiprofessionelles Demenzteam" und "Demenz-Kompetenzzentrum". "Die Mitglieder der Arbeitsgruppen werden Vorschläge erarbeiten, wobei natürlich auch Visionen erlaubt sind, und Handlungsempfehlungen sowie konkrete Unsetzungen an die Politik formulieren", so Vukelic-Auer.
Konkret geht es dabei darum, Angebote für an Demenz erkrankte Personen im Betreuten Wohnen, in der Mobilen Pflege und Betreuung, der Alltagsbegleitung, der 24h-Betreuung, der Pflege und Betreuung in teilstationären (Tageszentren) und stationären (Pflegeheimen) Einrichtungen zu schaffen sowie den Umgang mit Demenz in unserer Gesellschaft bzw. im alltäglichen Leben zu thematisieren.
So soll es neben Aufklärung und Information für die Bevölkerung auch Maßnahmen in Kindergärten in Schulen sowie Organisationen und Unternehmen geben. Denn: "Leider ist Demenz in unserer Gesellschaft nach wie vor ein Tabuthema, obwohl immer mehr Menschen davon betroffen sind", so Vukelic-Auer.
Im April soll, sofern es die Corona-Zahlen bis dahin zulassen, die Arbeit wieder aufgenommen werden.
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