Bauernregeln, Wetterweisheiten
Eisheilige bringen Frostgefahr Mitte Mai
- Eine alte Bauernweisheit besagt, dass kurz vor Sommerbeginn Mitte Mai die Eisheiligen zurückkehren und dem Land Kälte und Frost bescheren.
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Eine alte Bauernweisheit besagt, dass kurz vor Sommerbeginn Mitte Mai die Eisheiligen zurückkehren und dem Land Kälte und Frost bescheren. Um das Wetterphänomen ranken sich viele Mythen und Regeln. Viele davon werden noch heute befolgt.
ÖSTERREICH. Besonders die letzten Tage der Osterferien brachten Sonne und angenehmes, warmes Wetter. Bei wem nun schon die Vorfreude auf den Sommer kommt, könnte sich bald noch einmal warm anziehen. Die Eisheiligen stehen vor der Tür - eine Reihe von Tagen zwischen dem 11. und 15. Mai, die nach fünf Heiligen benannt sind.
"Kalte Sophia" bringt Frostnächte
Den Beginn der kalten Tage läutet der Heilige Mamertus am 11. Mai ein, gefolgt von Pankratius, Servatius und Bonifatius bis am 15. Mai, benannt nach der Heiligen Sophia, auch bekannt als "Kalte Sophie" die Kaltfront auch wieder überstanden ist. Traditionell gelten diese Tage als Zeitraum, in dem späte Frostnächte auftreten können. Für viele Landwirte und Freizeitgärtner eine Zeit des Zitterns und Bangens - zumindest für jene, die daran glauben.
Das sind die Namen der Eisheiligen:
11. Mai: Mamertus - war im fünften Jahrhundert Bischof im französischen Vienne
12. Mai: Pankratius - wurde im vierten Jahrhundert als Märtyrer hingerichtet
13. Mai: Servatius - war im vierten Jahrhundert Bischof im belgischen Tongern
14. Mai: Bonifatius - sizilianischer Märtyrer im vierten Jahrhundert
15. Mai: Sophia / Kalte Sophie - starb im zweiten Jahrhundert als Märtyrerin in Rom
- Den Beginn der kalten Tage läutet der Heilige Mamertus am 11. Mai ein, gefolgt von Pankratius, Servatius und Bonifatius bis am 15. Mai, benannt nach der Heiligen Sophia, auch bekannt als "Kalte Sophia" die Kaltfront auch wieder überstanden ist.
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Jahrhundertalte Weisheiten
Meteorologisch erklärt sich das Phänomen durch verspätete Kaltlufteinbrüche aus dem Norden, die gerade im Mai noch auftreten können. Dabei basieren die Eisheiligen auf jahrhundertealten Wetterbeobachtungen. Einige Bauernregeln haben die Gültigkeit bis heute nicht verloren. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte empfindliche Gewächse wie Tomaten, Gurken, Zucchini oder Sommerblumen erst nach den Eisheiligen anpflanzen. Selbst wenn tagsüber angenehme Temperaturen herrschen, könnten die kalten Gefährten die Mai-Nächte mit Frost bescheren.
- Meteorologisch erklärt sich das Phänomen durch verspätete Kaltlufteinbrüche aus dem Norden, die gerade im Mai noch auftreten können.
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Hier die Bauernregeln im Überblick:
Mamerz hat ein kaltes Herz.
Der heilige Mamerz hat von Eis ein Herz.
Wenn’s an Pankratius friert, so wird im Garten viel ruiniert.
Pankratz macht erst dem Sommer Platz.
Servaz muss vorüber sein, willst vor Nachtfrost sicher sein.
War vor Servatius kein warmes Wetter, wird es nun von Tag zu Tag netter.
Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
Vor Nachtfrost du nicht sicher bist - bis Sophie vorüber ist.
Die kalt‘ Sophie, die bringt zum Schluss, ganz gern noch einen Regenguss
Wetterprognose Mitte Mai
Doch sind diese Regeln noch zeitgemäß? In einer Zeit, bevor es wissenschaftliche Wettervorhersagen gab, galten sie als Hilfen, an denen sich Landwirte grob orientieren konnten. Die Wirtschaftsverhältnisse und ihre Regelmäßigkeiten haben sich um Verlauf des 20. und 21. Jahrhunderts verschoben. Außerdem bringt der Klimawandel manche alte Bauernregeln durcheinander. Bisher sind die Wetteraussichten für den Mai wechselhaft. Die Wahrscheinlichkeit für anhaltenden Bodenfrost dieses Jahr während der besagten Tage ist also eher gering, aber nicht ganz ausgeschlossen.
- Bisher sind die Wetteraussichten für den Mai wechselhaft.
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