Deutlich mehr Fälle
Warum Einbrecher Keller immer häufiger ins Visier nehmen
- In Österreich werden inzwischen mehr Einbrüche in Kellern als in Wohnräumen angezeigt. Das KFV erklärt, warum und wie man sich schützen kann. (Symbolbild)
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In Österreich werden inzwischen mehr Einbrüche in Kellern als in Wohnräumen angezeigt. Aktuelle Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg. Das KFV erklärt, warum die Nebenräume für Täter attraktiv sind und wie sie besser geschützt werden können.
ÖSTERREICH. Mit der früher einsetzenden Dunkelheit beginnt wieder die Zeit der Dämmerungseinbrüche. Fehlendes Licht kann den Eindruck erwecken, dass niemand zu Hause ist. Doch nicht alle Täter suchen den Weg in die Wohnung: Immer häufiger geraten Keller, Garagen und gemeinschaftlich genutzte Nebenräume ins Visier.
Laut einer Befragung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) waren innerhalb der vergangenen zwölf Monate neun Prozent der österreichischen Haushalte von einem Einbruch oder Einbruchsversuch betroffen. In 41 Prozent dieser Fälle waren Keller oder Garagen das Ziel, in elf Prozent Kellerabteile von Mehrparteienhäusern. Wohnräume wurden bei 40 Prozent genannt. Mehrfachantworten waren möglich.
Mehr als 10.000 angezeigte Fälle
Auch die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt eine Verschiebung: 2025 wurden einschließlich der Versuche 10.139 Kellereinbrüche angezeigt. Das waren acht Prozent mehr als im Jahr davor. Die Zahl der Einbrüche in Wohnräume sank hingegen um zwei Prozent auf 6.828 Fälle. Vor zehn Jahren waren Wohnräume noch häufiger betroffen.
- Auch die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt eine Verschiebung: 2025 wurden einschließlich der Versuche 10.139 Kellereinbrüche angezeigt. Das waren acht Prozent mehr als im Jahr davor. (Symbolbild)
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"Manche Täter richten ihr Vorgehen daher auch bewusst auf weniger gesicherte und in Wohnhausanlagen gemeinschaftlich genutzte Kellerräumlichkeiten aus, weil dort das Entdeckungsrisiko im Vergleich zu Wohnräumen deutlich geringer ist", erklärt KFV-Experte Armin Kaltenegger.
So lässt sich der Keller schützen
Das KFV rät, Fahrräder, E-Bikes, Werkzeug und andere Wertgegenstände möglichst nicht im Keller aufzubewahren. Kellerabteile sollten blickdicht gemacht und mit hochwertigen Sicherheitsschlössern statt kleinen Vorhängeschlössern gesichert werden. Fahrräder sollten zusätzlich an einem fest verankerten Gegenstand befestigt sein.
Haus-, Keller- und Verbindungstüren müssen konsequent versperrt bleiben. Bewegungsmelder können dunkle Zugänge ausleuchten. Regelmäßige Kontrollen helfen, Einbrüche rasch zu entdecken. Auch erfolglose Versuche sollten angezeigt werden, da sie Hinweise auf Tatserien liefern können.
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