Nationalrat
Dreiviertel der Abgeordneten haben einen bezahlten Nebenjob

Wie aus den am Freitag veröffentlichten Transparenzmeldungen hervorgeht, verdienten im vergangenen Jahr zwölf Abgeordnete mehr als 12.000 Euro pro Monat dazu.  | Foto: Parlamentsdirektion/Thomas Topf
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  • Wie aus den am Freitag veröffentlichten Transparenzmeldungen hervorgeht, verdienten im vergangenen Jahr zwölf Abgeordnete mehr als 12.000 Euro pro Monat dazu.
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Die Abgeordneten im Nationalrat erhalten jeweils ein monatliches Bruttogehalt von 9.872,60 Euro. Zudem dürfen sie aber auch noch anderen entgeltliche Tätigkeiten nachgehen, sofern dies mit ihren politischen Aufgaben vereinbar ist. Wie aus den am Freitag veröffentlichten Transparenzmeldungen hervorgeht, verdienten im vergangenen Jahr zwölf Abgeordnete mehr als 12.000 Euro pro Monat dazu. 

ÖSTERREICH. Insgesamt 1.151 Nebentätigkeiten gingen die 183 Nationalratsabgeordneten im Jahr 2022 nach, wie eine von der APA durchgeführte Auswertung der Transparenzdaten des Parlaments zeigt. Der Großteil davon war zwar ehrenamtlich, allerdings übten beinahe Dreiviertel der Mandatare (133 Personen) eine oder mehrere bezahlte Nebentätigkeiten aus. 

Dreiviertel der Mandatare gehen einer bezahlten Nebentätigkeit nach.  | Foto: Unsplash / Ibrahim Boran
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Zwölf Spitzenverdiener

Aus den Transparenzmeldungen geht nicht der genaue Betrag hervor, auf den sich die jeweiligen Zusatzverdienste der Abgeordneten belaufen. Diese werden lediglich in fünf Kategorien eingeteilt:

  • 1 bis 1.150 Euro (Kategorie 1)
  • 1.151 bis 4.000 Euro (Kategorie 2)
  • 4.001 bis 8.000 Euro (Kategorie 3)
  • 8.001 bis 12.000 Euro (Kategorie 4)
  • über 12.000 Euro (Kategorie 5)

Im vergangenen Jahr stießen fünf Abgeordnete in die Gruppe der Spitzenverdiener vor. Insgesamt verdienten zwölf Delegierte mehr als 12.000 Euro zusätzlich zu ihrem Politikergehalt. 

Zusatzeinkommen im Nationalrat | Foto:  APA-Grafik / picturedesk.com
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ÖVP, FPÖ und NEOS stellen Spitzenverdiener

In die oberste Einkommenskategorie stieg im vergangenen Jahr Christian Stocker (ÖVP) auf. Neben seiner Tätigkeit als Nationalratsabgeordneter geht Stocker Tätigkeiten als Anwalt, Wiener Neustädter Vizebürgermeister und seit September 2022 als ÖVP-Generalsekretär nach. Auch Klubkollege Axel Melchior verdiente im vergangenen Jahr erstmals mehr als 12.000 Euro zusätzlich. Melchior arbeitete bis Ende 2021 in der ÖVP-Parteizentrale und wechselte mit Jahreswechsel in die IGO Industries des früheren ÖVP-Großspenders Klaus Ortner. Neu in der obersten Einkommenskategorie ist zudem der ÖVP-Mandatar und Arzt Werner Saxinger.

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Die 12.000-Euro-Grenze wurde auch von Michael Bernhard, NEOS-Abgeordneter und Geschäftsführer des Callcenterunternehmens (Global office), durchbrochen. Das fünfte Neumitglied in der obersten Einkommenskategorie ist der FPÖ-Abgeordnete und Notar Volker Reifenberger.

Nur ein Viertel betreibt Politik hauptberuflich

Wie die Transparenzmeldungen zeigen, gingen nur 47 Nationalratsabgeordnete keiner bezahlten Nebentätigkeit nach. Weitere 36 Personen haben Einkünfte bis 1.150 Euro gemeldet, ebenso viele verdienten sich im vergangenen Jahr bis zu 4.000 Euro brutto pro Monat dazu. 38 Abgeordnete fielen in die Kategorie bis 8.000 Euro und elf Mandatare befanden sich in der Gruppe der Spitzenverdiener. 

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Wie aus den am Freitag veröffentlichten Transparenzmeldungen hervorgeht, verdienten im vergangenen Jahr zwölf Abgeordnete mehr als 12.000 Euro pro Monat dazu.  | Foto: Parlamentsdirektion/Thomas Topf
Zusatzeinkommen im Nationalrat | Foto:  APA-Grafik / picturedesk.com
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