Nationalrat
FPÖ stellt Philippa Straches Mitgliedschaft in Frage

Philippa Strache sorgt mit der Annahme ihres Nationalratsmandats in der FPÖ für Ärger.
  • Philippa Strache sorgt mit der Annahme ihres Nationalratsmandats in der FPÖ für Ärger.
  • Foto: BezirksRundschau Vöcklabruck
  • hochgeladen von Julia Schmidbaur

Nachdem die Ehefrau von Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache ankündigte, ihr Nationalratsmandat anzunehmen, wird ihre Mitgliedschaft in der FPÖ in Frage gestellt.

ÖSTERREICH. Am Dienstag hatte Philippa Strache bekannt gegeben, als wilde Abgeordnete in den Nationalrat einzuziehen. Die Reaktion der FPÖ ließ nicht lange auf sich warten. Der frisch gewählte Klubchef Herbert Kickl stellte kurz danach Straches Parteimitgliedschaft in Frage. Das Strache der FPÖ etwa „Verleumdungen“ vorgeworfen hatte, sei „sicher kein Freundschaftsakt“, so Kickl. 

Vor der Klubsitzung der Freiheitlich am Dienstag hatte bereits Parteichef Norbert Hofer ähnliche Töne angeschlagen: Er erklärte, dass Strache ohnehin erst seit „sechs, sieben Wochen“ FPÖ-Mitglied sei, über einen Parteiausschluss aber die Wiener Landesgruppe entscheiden müsse. 

Strache rechnet mit FPÖ ab

Kritik übte Kickl auch an den Angriffen des ehemaligen FPÖ-Chefs Heinz-Christian Strache: "Ich weiß nicht, was er damit meint." Strache hatte sich am Dienstagnachmittag zu Wort gemeldet. Er übte herbe Kritik an den Freiheitlichen. Nach der EU-Wahl habe er auf seinen Sitz im Europaparlament und damit auf ein Gehalt, Mitarbeiter und Diäten verzichtet, so Strache. „Wie hat es die ‚neue FPÖ-Spitze‘ gedankt? In dem sie in Folge gegen meine Frau Philippa und mich öffentlich Stimmung gemacht haben“, so Strache. Die Partei habe versucht, Philippa Strache „widerrechtlich“ das Mandat abzusprechen, ihr die „Aufnahme in den FPÖ-Klub verwehrt“ und „unsere Fan-Facebook-Seiten stillgelegt“.

Nach der Seite des Ex-Parteichefs wurde auch Philippa Straches Facebook-Seite von der FPÖ offline genommen. Sie hatte rund 31.000 Fans.

FPÖ verliert Fördergelder

Einer möglichen Parteigründung der Straches sieht FPÖ-Chef Hofer gelassen entgegen. Jedem stehe das frei, solange die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt seien. Ärgerlich dürfte für die FPÖ aber der Umstand sein, dass die Partei mit Straches Einzug nur 30 statt 31 Abgeordnete im Nationalrat hat. Das bedeutet den Verlust von etwa 52.000 Euro Klubförderung pro Jahr und weniger Geld für den Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ).

Mehr zu dem Thema lesen Sie hier: 
>> Philippa Strache bekommt das FPÖ-Mandat jetzt doch
>> FPÖ suspendiert Strache
>> Facebook lehnt Verschmelzung von FPÖ mit Strache-Seite ab

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