Neue Finanzbildungsstrategie
Mehr Wissen soll vor Schulden und Finanzbetrug schützen

Mehr Finanzwissen für den Alltag: Österreichs neue Strategie setzt auf Schulbildung, die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen und die Vorbeugung von Überschuldung. | Foto: BKA/Dunker
25Bilder
  • Mehr Finanzwissen für den Alltag: Österreichs neue Strategie setzt auf Schulbildung, die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen und die Vorbeugung von Überschuldung.
  • Foto: BKA/Dunker
  • hochgeladen von Kevin Chi

Österreich richtet seine Finanzbildung für 2027 bis 2035 neu aus. Die Strategie soll unter anderem Überschuldung vorbeugen, Frauen finanziell stärken und Finanzwissen durchgehend in Schulen verankern. Zudem soll ein neuer Test zeigen, wie gut Menschen ihr Wissen im Alltag anwenden können.

ÖSTERREICH. Vom ersten Gehalt bis zur Pensionsvorsorge müssen Menschen finanzielle Entscheidungen treffen. Unterstützung soll die neue Nationale Finanzbildungsstrategie bieten, die der Finanzbildungsrat am Dienstag, 20. Oktober, beschlossen hat. Sie folgt auf die Strategieperiode 2021 bis 2026 und soll nach der Behandlung im Ministerrat mit Jänner 2027 starten.

"Finanzwissen ist ein Grundpfeiler für ein selbstbestimmtes Leben", erklärt Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP). Die Angebote sollen sich stärker an Lebenssituationen wie Berufseinstieg, Familiengründung oder Ruhestandsplanung orientieren.

Finanzbildung von der Volksschule bis zur Matura

Sieben Schwerpunkte umfassen Finanzmarktkenntnisse, Überschuldung, Frauen und Mädchen, Schule, Digitalisierung, nachhaltige Entscheidungen und die Messbarkeit der Maßnahmen.

Für Schulen sind verstärkte Fortbildungen für Lehrkräfte und eine durchgängige Verankerung in den Lehrplänen vorgesehen. Das Gütesiegel "Ready4Finance" soll zusätzliche Anreize schaffen. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) betont: "Ich arbeite dafür, dass Finanzbildung entlang der gesamten Schullaufbahn gelehrt wird – beginnend in der Volksschule bis zur Matura."

Auch die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen steht im Fokus. "Finanzbildung ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit", sagt Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ). | Foto: BKA/Dunker
  • Auch die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen steht im Fokus. "Finanzbildung ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit", sagt Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ).
  • Foto: BKA/Dunker
  • hochgeladen von Kevin Chi

Auch die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen steht im Fokus. Der Dachverband der Frauen- und Mädchenberatungsstellen wird in den Steuerungsausschuss aufgenommen. "Finanzbildung ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit", sagt Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ).

Neuer Test soll Finanzwissen überprüfen

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) entwickelt einen wissenschaftlich fundierten Finanzbildungstest mit praxisnahen Aufgaben für Österreich. Er soll bis 2029 entwickelt und überprüft sein und ab 2030 eingesetzt werden können.

"Deshalb wollen wir Finanzbildung besser messbar machen", erklärt OeNB-Gouverneur Martin Kocher. Die Ergebnisse sollen helfen, Bildungsangebote gezielter zu verbessern.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Schutz vor Finanzbetrug. Laut Nationalbank entstand 2025 im unbaren Zahlungsverkehr ein Schaden von 115,4 Millionen Euro – um 17,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Informationsportal Finanznavi soll weiterentwickelt werden.

Unter dem Dach der bisherigen Strategie sind mittlerweile 235 Maßnahmen von mehr als 80 Institutionen gemeldet. Für die Umsetzung der neuen Strategie liegt eine erste Roadmap für 2027 bis 2029 vor.

Weitere Themen:

Neue Details zum Zukunftsdepot für Kinder präsentiert
Neue Regeln für Kleinkredite als Schutz vor einem Schuldenberg
Staat verliert durch Zukunftsdepot 800 Millionen Euro in einem Jahr
Verkehrsministerium widerspricht WKÖ bei drohenden Mehrkosten

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

W NÖ OÖ S T St K V B

UP TO DATE BLEIBEN


Aktuelle Nachrichten aus Österreich auf MeinBezirk.at

Neuigkeiten aus deinem Bezirk als Push-Nachricht direkt aufs Handy

MeinBezirk auf Facebook: MeinBezirk.at/Österrreichweite Nachrichten

MeinBezirk auf Instagram: @meinbezirk.at


Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.