Regierung einigt sich
Mindestpensionen steigen ab 2027 stärker als reguläre Pensionen
- Ab 2027 werden die Pensionen wieder gestaffelt erhöht, die Inflation wird nur bei Mindestpensionen vollständig abgegolten. (Symbolbild)
- Foto: pixabay
- hochgeladen von Kevin Chi
Die Bundesregierung hat sich im Zuge der Budgetverhandlungen auf die Pensionsanpassung für das kommende Jahr geeinigt. Ab 2027 werden die Pensionen wieder gestaffelt erhöht, die Inflation wird nur bei Mindestpensionen vollständig abgegolten.
ÖSTERREICH. Nach intensiven Verhandlungen hat die Bundesregierung die Erhöhung der Pensionen für das kommende Jahr festgelegt. Wie das Sozialministerium am Donnerstag der "APA" mitteilte, sollen die Pensionen 2027 regulär um 2,95 Prozent angehoben werden.
Der Ausgleichszulagenrichtsatz, also die Mindestpension, steigt um 3,3 Prozent. Derzeit liegt sie bei 1.308,39 Euro. Pensionen oberhalb der Höchstbeitragsgrundlage von derzeit 6.930 Euro erhalten einen monatlichen Fixbetrag von 204,44 Euro.
- Aus Korinna Schumanns (SPÖ) Sozialministerium hieß es, dass es eine "ausgewogene und verantwortungsvolle Lösung" im Rahmen des laufenden Budgetkurses sei.
- Foto: MeinBezirk/Andreas Pölzl
- hochgeladen von Kevin Chi
Die Anpassung verursacht laut Sozialministerium Kosten von rund 2,4 Milliarden Euro. Die Pensionserhöhung liegt knapp unter der erwarteten Inflationsrate. Seniorenvertreter hatten zuletzt eine vollständige Inflationsabgeltung für alle gefordert. Das Sozialministerium sprach dennoch von einer "ausgewogenen und verantwortungsvollen Lösung" im Rahmen des laufenden Budgetkurses.
Seniorenvertreter hadern mit Entscheidung
Auch Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) verteidigte die Einigung. "Damit sichern wir eine Erhöhung der Pensionen innerhalb der budgetären Möglichkeiten ab", erklärte sie gegenüber der APA. Zustimmung kam auch von den Neos. Sozialsprecher Johannes Gasser bezeichnete die Regelung als "sehr fair", "maßvoll" und "treffsicher".
Der Österreichische Seniorenrat sieht die geplante Pensionsanpassung dagegen kritisch. Zwar begrüßten die Seniorenrats-Präsidentinnen Ingrid Korosec und Birgit Gerstorfer, dass Mindestpensionen um 3,3 Prozent steigen und Pensionen bis zur Höchstbeitragsgrundlage mit 2,95 Prozent angepasst werden. Gleichzeitig bemängelten sie jedoch, dass die gesetzlich vorgesehene volle Inflationsabgeltung erneut ausbleibt. "Zufrieden sind wir mit dieser Entscheidung nicht", so Korosec.
Die geplante Regelung soll laut Regierung Einsparungen von rund 280 Millionen Euro bringen und damit zur Konsolidierung des Budgets beitragen.
Weitere Themen:
Aktuelle Nachrichten aus Österreich auf
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.