Mira Langhammer
Neue Bundesschulsprecherin präsentiert Forderungskatalog
- Mira Langhammer (Piaristengymnasiums Krems) wird zukünftig die Interessen der Schülerinnen und Schüler bundesweit vertreten.
- hochgeladen von Adrian Langer
Die 17-jährige Niederösterreicherin Mira Langhammer ist am Sonntag zur Bundesschulsprecherin für das Schuljahr 2024/25 gewählt worden. Im Zuge der Antritts-Pressekonferenz beim Parlamentsgebäude in Wien sieht sie die zukünftige Bundesregierung zum Handeln aufgefordert.
ÖSTERREICH. Die 17-Jährige besucht die 8. Klasse des Piaristengymnasiums in Krems. Als Vertreterin von 1,1 Millionen Schüler:innen Österreichs stellte Langhammer vor dem Parlament ihre Forderungen für das nächste Schuljahr vor.
„Die ersten Tage in meinem neuen Amt waren sowohl für mich als auch viele weitere Schüler:innen nicht alltäglich. Schulschließungen aufgrund des Unwetters, überflutete Schulwege und einige, die trotz der Umstände den Weg in die Schule gewagt haben. An dieser Stelle möchte ich auch jene Schüler:innen hervorheben, die selbst als Helfer:innen tätig waren, und mich für ihren Einsatz bedanken!“, betont die 17 Jährige.
In der Bildungspolitik fordert die frisch gewählte Bundesschulsprecherin die zukünftige Bundesregierung zum Handeln auf. Sie betont, dass mutige Vorschläge notwendig seien, um Verbesserungen zu erreichen. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Bundespolitik und der Bundesschülervertretung soll fortgesetzt werden, um weiterhin eine konstruktive und engagierte Vertretungsarbeit zu leisten.
- Deepfakes und Fake News auf Social Media sind Alltag, die eigene Meinungsbildung bleibt ohne Fokus auf politische Bildung aber auf der Strecke.
- Foto: Symbolbild: StockSnap/Pixabay
- hochgeladen von Christoph Lamprecht
Fokus auf neue digitale Herausforderungen
Ein besonderer Schwerpunkt liege auf der politischen Bildung, die seit Jahrzehnten gefordert werde. In Kombination mit Medienkunde sei sie angesichts der Verbreitung von Deepfakes und Fake News auf Social Media heute wichtiger denn je. Die Fähigkeit zur eigenen Meinungsbildung werde dadurch zunehmend beeinträchtigt.
Auch im Bereich der Digitalisierung fordert Langhammer den Einsatz von KI als Werkzeug im Unterricht, begleitet von Aufklärung über die damit verbundenen Risiken und einem verantwortungsvollen Umgang mit dieser Technologie.
Talente gezielt fördern
Ein weiterer Schwerpunkt sei die Individualisierung des Unterrichts. Es müsse im Schulalltag stärker auf die individuellen Stärken und Interessen der Schüler:innen eingegangen und Talente gezielt gefördert werden.
Langhammer hebt zudem hervor, dass in den letzten Jahren zahlreiche Ideen der Schülerunion umgesetzt wurden. Dazu gehören die Einführung von KI-Pilotschulen, die digitale Grundbildung im Lehrplan sowie die Bereitstellung digitaler Endgeräte für Schüler:innen. Auch die Einführung des Ethikunterrichts, die stärkere Verankerung politischer Bildung und die Anpassungen bei der Matura seien Erfolge, die die Handschrift der Schülerunion tragen.
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