Keine Inflationsanpassung
SPÖ: Pensionisten verlieren insgesamt 14.000 Euro

„Türkis-Grün kürzt alle künftigen Pensionen!“, warnt SPÖ-Klubobfrau Pamela Rendi-Wagner.
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  • Foto: SPÖ
  • hochgeladen von Adrian Langer

Empört zeigt sich SPÖ-Bundesparteivorsitzende, Klubobfrau Pamela Rendi-Wagner über das kurzfristige Vorhaben der Regierung, die volle Inflationsabgeltung im ersten Jahr nach dem Pensionsantritt zu streichen. Das sei nach der Streichung der Hacklerregelung die zweite Verschlechterung und ein Pensionsraub, sagte sie heute bei einer Pressekonferenz.

ÖSTERREICH. Rendi-Wagner übt am Freitag heftige Kritik an den Plänen der Regierung, die zuvor eingeführte Änderung der Inflationsanpassung bei Pensionen wieder zurückzunehmen. Der Antrag werde in einer Nacht und Nebel Aktion und "überfallsartig" in Parlament beschlossen, befürchtet sie. Über die gesamte Pensionsdauer hinweg bedeute das für die Betroffenen 14.000 Euro "Pensionsraub". Mehr als 100.00 Pensionisten seien von der Maßnahme betroffen. 

"Das ist Pensionsraub"

Jetzt zeige sich, wer die Kosten der Krise stemmen müsste. "Es sind die arbeitenden Menschen und die Pensionisten unseres Landes. Das ist Pensionsraub im Überfall", so Rendi-Wagner. Die Regierung spreche immer von Miteinander durch die Krise, aber heute habe sich gezeigt, dass von Miteinander keine Spur sei. Stattdessen fordert sie erneut eine Solidarsabgabe für große Konzerne, die während der Krise Millionen erwirtschaftet haben.  ÖVP-Klubchef August Wöginger spricht indes von „mehr Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit im System“.

AK: "Brüskierung der Arbeitnehmer"

Auch die Arbeiterkammer Oberösterreich wertet die Pläne der Regierung als "den nächsten Angriff auf die Arbeitnehmer und ihre künftigen Pensionen." Die weiteren Erhöhungen würden dann nur mehr auf Basis der niedrigeren, weil zuvor nur eingeschränkt erhöhten Pension erfolgen. Es geht während der gesamten Zeit in der Pension sehr viel Geld verloren, weil die Kürzung zu Beginn wird ja nicht mehr ‚aufgeholt‘ und setzt sich in den Folgejahren fort“, so AK-Präsident Johann Kalliauer. 

Bei der Inflationsanpassung erhalten Pensionisten schon im ersten Jahr nach Pensionsantritt die volle Abgeltung der Teuerung - wer also heuer erst im Dezember in Pension geht, bekommt durch diese Regelung für 2021 das volle Plus. Mit dem Antrag der Regierung nimmt man diese Maßnahme wieder zurück. Wer etwa im Juni 2022 in Rente geht, bekommt 2023 nur die halbe Pensionserhöhung, und wer beispielsweise im Oktober 2022 seine Pension antritt, kriegt 2023 nur zehn Prozent der beschlossenen Teuerungsabgeltung.

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