Weltfrauentag
Zwei Drittel mehr Frauen in Landgemeinden auf Jobsuche

In den ländlichen Tourismusgemeinden ist die Arbeitslosigkeit bei Frauen auf das Vierfache gestiegen.  | Foto: Markus Spitzauer
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  • In den ländlichen Tourismusgemeinden ist die Arbeitslosigkeit bei Frauen auf das Vierfache gestiegen.
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Frauen sind besonders auf dem Land stärker von Arbeitslosigkeit betroffen, als Männer. Das zeigen von OGM und APA ausgewertete Arbeitsmarktdaten.

ÖSTERREICH. Fast 70.000 Frauen in ländlichen Gemeinden sind laut den aktuellen Daten auf Jobsuche – 65 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Bei Männern hingegen beträgt das Plus am Land "nur" 28 Prozent.  Besonders stakt gestiegen ist die Arbeitslosigkeit in den ländlichen Tourismusgemeinden: Auf das Doppelte bei den Männern und auf das Vierfache bei den Frauen.

Ein Teil der Erklärung sei, dass viele Frauen in Branchen arbeiten, die stark unter dem Lockdown leiden: etwa dem Handel, persönliche Dienstleistungen und Tourismus, hieß es am Montag. Johannes Klotz von OGM verweist darauf, dass 58 Prozent der Arbeitskräfte in Beherbergung und Gastgewerbe Frauen sind. Die dortigen Beschäftigungsmöglichkeiten seien ein wesentlicher Grund dafür, dass die Abwanderung von Frauen aus ländlichen Regionen bisher weitgehend verhindert werden konnte.

58 Prozent der Arbeitskräfte in Beherbergung und Gastgewerbe sind Frauen. | Foto: Pixabay

Frauen "Randbelegschaft", Männer "Kernbelegschaft"

Der Leiter des Vorstandsbüros im Arbeitsmarktservice (AMS), Marius Wilk sieht einen weiteren Grund hinter der Geschlechter-Schere. Die Branchenunterschiede alleine reichen nicht aus, um den Trend zu erklären. "Auch nach Branchen kontrolliert ist die Frauenarbeitslosigkeit deutlich stärker gestiegen als die der Männer", so Wilk. Er sehe Anzeichen dafür, dass Firmen in wirtschaftlichen Krisen Frauen zuerst kündigen: "Es dürfte so aussehen, dass die Frauenarbeitsplätze von vielen Unternehmen der 'Randbelegschaft' zugeordnet werden und die Männer der 'Kernbelegschaft'." Ein Grund dafür könnte der höhere Teilzeitanteil unter Frauen sein, so Wilk.

Wann sich die Arbeitsmarktlage nach Ende der Pandemie wieder entspannt, bleibe abzuwarten. Sollte es zum erwarteten Anstieg der Unternehmenspleiten kommen, sei jedenfalls auch ein längerfristiger Verlust von Arbeitsplätzen zu befürchten, so Wilk. Eine Karte mit den genauen Werten aller Gemeinden findet ihr unter https://www.ogm.at/2021/03/07/frauentag-arbeitslosigkeit/

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