Streik bei Eisenbahnern
Ab Mittwoch könnten viele Züge still stehen

Wer in den kommenden Tagen mit dem Zug durch Österreich fährt, muss mit Verspätungen rechnen. | Foto: privat
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  • Wer in den kommenden Tagen mit dem Zug durch Österreich fährt, muss mit Verspätungen rechnen.
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Aufgrund stockender KV-Verhandlungen für die 50.000 Eisenbahner wird die Gewerkschaft vida zwischen 2. bis einschließlich 7. November Betriebsversammlungen in allen Bundesländern abhalten. Österreichweite Beeinträchtigungen im Zugverkehr seien nicht ausgeschlossen, heißt es am Montag.

ÖSTERREICH. Neben der Metalltechnischen Industrie verhandelt derzeit auch die Eisenbahnbranche ihren Kollektivvertrag (KV) für das kommende Jahr. Die Gewerkschaft vida fordert aufgrund der explodierenden Teuerung 500 Euro für jeden auf alle KV- und Ist-Gehälter, 250 Euro auf die Lehrlingseinkommen sowie die Erhöhung der valorisierbaren Nebengebühren um die rollierende Inflation. „Mit 11 Prozent wurde im Oktober der höchste Inflationswert seit 70 Jahren gemessen. Unser Ziel ist es, dass die Beschäftigten nicht ärmer werden und sich dasselbe Leben wie vor einem Jahr leisten können“, bekräftigt Olivia Janisch, stv. vida-Vorsitzende und Mitglied des vida-Verhandlungsteams in einer Aussendung. Das bisher einzige Angebot der Arbeitgeberseite liegt bei 7 Prozent. Dass der nächste Verhandlungstermin erst mit 10. November angesetzt ist, stößt der Gewerkschaft ebenfalls sauer auf. 

Betriebsversammlungen tageweise in allen Bundesländern

Als Folge möchte die Gewerkschaft mit Betriebsversammlungen Druck auf die zähen Verhandlungen machen. Am 2. November, Mittwoch, starten die Betriebsversammlungen in den Eisenbahnbetrieben in Vorarlberg und in Tirol, am 3. November werden sie in Kärnten und in der Steiermark fortgesetzt. Am 4. November, Freitag, folgen die Versammlungen in Salzburg und Oberösterreich. In der Ostregion (Burgenland, Niederösterreich, Wien) werden die finalen Betriebsversammlungen am 7. November, Montag, stattfinden. Insgesamt finden an diesen vier Tagen über 100 Betriebsversammlungen mit einer Dauer von ca. eineinhalb Stunden in den Eisenbahnbetrieben statt. In Tirol, Vorarlberg, in der Steiermark und in Kärnten (Mittwoch bzw. Donnerstag) werden die allermeisten Versammlungen in der Zeit von 13 bis 14:30 Uhr abgehalten, in Oberösterreich und Salzburg (Freitag) von 9:30 bis 11 Uhr. In Wien, Niederösterreich und im Burgenland (Montag) werden die allermeisten Eisenbahnbelegschaften im Zeitraum von 13 bis 14:30 Uhr über den Stand der KV-Verhandlungen informiert. 

Die Gewerkschaft hält vom 2. bis einschließlich 7. November Betriebsversammlungen in allen Bundesländern ab. | Foto: Symbolbild (Pixabay)
  • Die Gewerkschaft hält vom 2. bis einschließlich 7. November Betriebsversammlungen in allen Bundesländern ab.
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„Die Betriebsversammlungen im Eisenbahnsektor wurden im Hinblick auf die Zeiten unter großer Bedachtnahme auf die Bedürfnisse der Fahrgäste einberufen", meint vida-Gewerkschafter Tauchner, der aber gleichzeitig Beeinträchtigungen nicht ausschließen könne. "Es hängt davon ab, wie stark die Beschäftigten von ihrem Recht auf Teilnahme an den Betriebsversammlungen Gebrauch machen“. Bei den ÖBB geht man davon aus, dass es im Zuge der Betriebsversammlungen zu keinen Betriebsstörungen kommen wird. "Die Betriebsversammlungen sind von der Gewerkschaft bewusst entzerrt, um den Bahnbetrieb nicht zu gefährden", sagt ÖBB-Sprecher Daniel Pinka.

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Wer in den kommenden Tagen mit dem Zug durch Österreich fährt, muss mit Verspätungen rechnen. | Foto: privat
Die Gewerkschaft hält vom 2. bis einschließlich 7. November Betriebsversammlungen in allen Bundesländern ab. | Foto: Symbolbild (Pixabay)
Betriebsversammlungen sollen Bewegung in die zähen KV-Verhandlungen bringen.

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