Aktuelle MeinBezirk-Umfrage
Alarmierende Fakten – diese Generation fürchtet ihre Altersarmut
MeinBezirk-Umfrage: Österreicherinnen und Österreicher sorgen sich um ihre finanzielle Zukunft. Vorsorge ist notwendig, um gerüstet zu sein.
ÖSTERREICH. Es ist ein alarmierendes Zeichen, das die vom Meinungsforschungsinstitut IFDD exklusiv für MeinBezirk durchgeführte Umfrage ans Licht bringt: 71 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sorgen sich um die finanzielle Absicherung von Pension und Altersvorsorge. 82 Prozent fürchten gar weitere Inflation und wirtschaftliche Unsicherheit.
Sorge ist weiblich
Mit 81 Prozent blicken Frauen mit größerer Verunsicherung in die finanzielle Zukunft als die Männer (62 Prozent). Skeptisch scheinen sie auch zu sein, geht es um die Entwicklung der Inflation. 86 Prozent bereitet eine weitere Teuerung und somit die zusätzliche Belastung des Haushaltsbudgets Kummer. Eine Sorge, die sie mit gut zwei Dritteln der Männer teilen.
Wissen ist Macht
Auffallend ist jedoch, je höher der Bildungsstand, desto entspannter stehen die Österreicherinnen und Österreicher der weiteren Entwicklung gegenüber. Eine gute Ausbildung scheint in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten Halt und Stabilität zu geben.
- Alarmierend: Knapp drei Viertel aller Österreicher fürchten schon jetzt, im Alter finanziell nicht abgesichert zu sein.
- Foto: MeinBezirk/Zezula
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FPÖ-Wähler verunsichert
Zukunftsängste scheinen vor allem FPÖ-Wähler zu haben. 88 Prozent fürchten, im Alter nicht genug Geld zu haben. Fast alle (97 Prozent) sind überzeugt, die Inflation hat noch längst nicht ihr finales Hoch erreicht und auch der Blick auf den Arbeitsmarkt bereitet ihnen Sorgen. Längst ist man sich nicht mehr sicher, ob der Job auch bis zur Pension hält.
ÖVP und SPÖ entspannt
Geht es um die Finanzierung des wohlverdienten Ruhestandes, dann packen 51 Prozent der ÖVP-Wähler entspannt ihre Koffer fürs nächste Abenteuer. Das tun auch 47 Prozent der SPÖ-Wähler. Für die Wähler der NEOS wird es wohl nur für einen Wochenendausflug reichen (38 Prozent). Mit 69 Prozent reihen sich GRÜN-Wähler im Kummer-Ranking auf Platz zwei hinter den Blauen ein.
Grüne Kristallkugel
Auch der Blick in die Zukunft fällt den GRÜNEN nicht leicht. Die Mehrheit der Wähler (79 Prozent) sieht weitere Inflation und wirtschaftlich unsichere Zeiten in der Kristallkugel aufflackern. Immun gegen die Kombination aus anhaltender Teuerung und Bangen um den eigenen Job sind auch die NEOS nicht, mit gemischten Gefühlen haben immerhin 70 Prozent der Wähler zu kämpfen.
- Teuerung und Jobverlust: 82 Prozent der Österreicher sorgen sich.
- Foto: MeinBezirk/Zezula
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Keine Mehrheit für Schwarz-Rot
Zumindest nicht unter jenen Wählern, die ohne Angst und Sorge in die Zukunft blicken. Dagegen sind sich ÖVP- und SPÖ-Wähler ungewohnt einig, rund zwei Drittel rechnen künftig mit finanziellen Engpässen.
Erbschaftssteuer: Der Druck wächst
Frage: Befürworten Sie eine Erbschaftssteuer auf Vermögenswerte wie Geld, Immobilien oder Unternehmensanteile ab einem Vermögen von einer Million Euro?
Seit 1993 werden in Österreich weder das Vermögen noch, seit 2008, die Erbschaft besteuert. Vermögensbezogene Abgaben fallen im internationalen Vergleich sehr gering aus. Knapp zwei Drittel der Österreicher würden Erbmillionäre zur Kassa bitten – vor allem Wähler der GRÜNEN (98%) und der SPÖ (92%). Zwiegespalten sind die FPÖ- (50%) und ÖVP-Wähler (49%). Wer sein Kreuzerl bei den NEOS macht, liegt mit 64% im Österreich-Schnitt.
- Foto: MeinBezirk/Zezula
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Pensionssystem: Wirtschaft als Unsicherheitsfaktor
MeinBezirk: Die Österreicher sorgen sich um die Wirtschaftslage und ihre Altersvorsorge. Warum?
CHRISTOPH HASELMAYER, MEINUNGSFORSCHER: "Das ist kein Wunder. Die Nachrichten über die internationale Lage sind besorgniserregend. Und das färbt auf die Stimmungslage der Menschen ab. Unser Land geht durch eine langanhaltende Wirtschaftsflaute und inzwischen scheint die Zuversicht, dass es bald besser wird, gering zu sein. Wenn 82% Sorge haben, dass Wirtschaftsflaute und Inflation bestehen bleiben, dann ist das ein Alarmsignal."
- Studienautor Meinungsforscher Christoph Haselmayer.
- Foto: MeinBezirk/Pölzl
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Besonders das Thema Altersvorsorge beunruhigt die Österreicher offenbar...
"Das ist logisch, denn unser Pensionssystem hängt von der Wirtschaft ab, und ob genügend Menschen einzahlen. Am stärksten ist diese Sorge bei den Menschen zwischen 30 und 50 Jahren. 81 Prozent in diesem Alterssegment sorgen sich, ob sie im Alter noch genug Geld zur Verfügung haben werden. Die Jungen bis 30 Jahre machen sich darüber noch weniger Gedanken, sind aber ebenfalls alarmiert. 68 Prozent sorgen sich hier ebenfalls um ihr Auskommen im Alter."
Umfrage-Details
Befragte: 1034 Wahlberechtigte über 16 (+-3%). 21. - 26. Mai 2026
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