Seit 2005
In diesen Bundesländern schlossen die meisten Bankfilialen
- Österreichs Banken haben seit 2005 fast ein Drittel ihrer Filialen geschlossen. Die Lage ist aber nach Bundesland ganz verschieden, in keinem Bundesland war der Verlust aber geringer als 22 Prozent.
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Österreichs Banken haben seit 2005 fast ein Drittel ihrer Filialen geschlossen. Die Lage ist aber nach Bundesland ganz verschieden, in keinem Bundesland war der Verlust aber geringer als 22 Prozent.
ÖSTERREICH. Das gewerkschaftsnahe Momentum-Institut lässt mit einer Erhebung aufhorchen: Seit 2005 haben fast ein Drittel aller Bankfilialen ihre Türen für immer geschlossen. Und das, so das Institut, bei steigenden Gebühren.
Im Jahr 2005, also vor 20 Jahren, habe es noch 5.046 Filialen gegeben, 2024 seien es nur noch 3.526 gewesen. Der Tiefststand mit 3.578 Filialen wurde 2020 aufgrund der Corona-Pandemie verzeichnet, als viele Zweigstellen geschlossen blieben. Nach der Wiedereröffnung 2021 setzten die Banken die Ausdünnung ihres Filialnetzes fort. Im Jahr 2023 standen nur mehr 3.582 Bankbranchen in Österreich offen. 2024 wurden weitere 56 Standorte geschlossen.
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Seit 2005 wurden allein in Niederösterreich 376 Bankfilialen gestrichen. Von ursprünglich 1.119 Filialen sind nur mehr 743 übrig – ein Minus von 34 Prozent. Das ist mehr als in jedem anderen Bundesland. Damit liegt Niederösterreich gleichauf mit der Steiermark auf Platz drei beim Abbau von Filialen. Am stärksten betroffen: Raiffeisen (225 Schließungen). Prozentual aber führt die Volksbank mit einem Rückgang von 61 Prozent.
Burgenland strich knapp die Hälfte aller Filialen
Seit 2005 wurden im Burgenland 114 Bankfilialen gestrichen. Von ursprünglich 248 Filialen sind hier nur mehr 134 übrig – ein Minus von 46 Prozent. Das sind fast die Hälfte aller Filialen im Bundesland. Prozentual landet das Burgenland damit sogar auf dem ersten Platz. Wien liegt in der Auswertung des Momentum Instituts auf Platz zwei (37 Prozent).
Prozentuell betrachtet gingen also die Anzahl der Bankfilialen am meisten im Burgenland (minus 46 Prozent), gefolgt von Wien (minus 37 Prozent), Steiermark (minus 34 Prozent), Niederösterreich (minus 34 Prozent), Kärnten (minus 26 Prozent), Oberösterreich (minus 25 Prozent), Salzburg (minus 24 Prozent), Vorarlberg (24 Prozent) und schließlich Tirol (minus 22 Prozent) zurück.
Was die Anzahl der Bankfilialen betrifft, so war der Verlust in Niederösterreich (minus 476 Filialen seit 2005 auf nunmehr 743 Filialen im Jahr 2025) am stärksten, gefolgt von Oberösterreich (minus 238 auf 714), Steiermark (minus 235 auf 460), Wien (minus 200 auf 346), Tirol (minus 116 auf 400), Kärnten (minus 97 auf 273), Salzburg (minus 83 auf 264), Burgenland (minus 114 auf 134) und schließlich Vorarlberg (minus 56 auf 180).
"Dennoch Gebühren gestiegen"
Dennoch hätten die heimischen Banken ihre Preise laufend erhöht, kritisiert das Institut. Seit 2005 um insgesamt mehr als drei Fünftel (+62 Prozent), wie eine Auswertung von Inflationszahlen der Statistik Austria zeigt. Das Institut abschließend:
"Von 2005 bis 2021haben sie diese um 29 Prozent erhöht. Danach haben Banken die Gebühren innerhalb von nur drei Jahren um weitere 33 Prozentpunkte von 29 auf 62 Prozent mehr als verdoppelt. Die Banken haben damit ihre Preise bzw. Gebühren zwischen 2021 und 2024 sogar deutlich stärker erhöht als die allgemeine Teuerung in Höhe von 20,5 Prozent."
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