Wachsende Gefahr
Jedes dritte Unternehmen entdeckt Spuren von Cyberangriffen
- Die Hinweise auf Cyberangriffe gegen heimische Unternehmen nehmen zu. (Symbolbild)
- Foto: Lars Kienle/Unsplash
- hochgeladen von Kevin Chi
Bei 36 Prozent der österreichischen Unternehmen gab es innerhalb von fünf Jahren konkrete Hinweise auf Angriffe gegen Netzwerke oder Daten. Dennoch wird das Risiko von Führungskräften geringer eingeschätzt als im Vorjahr. Unternehmen mit KI-gestützter Abwehr erkennen deutlich mehr verdächtige Aktivitäten.
ÖSTERREICH. Die Hinweise auf Cyberangriffe gegen heimische Unternehmen nehmen zu. In einer aktuellen Befragung von EY Österreich gaben 36 Prozent der Betriebe an, in den vergangenen fünf Jahren Anzeichen für Angriffe auf ihre Netzwerke oder Daten festgestellt zu haben. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg um vier Prozentpunkte.
Gleichzeitig ist die wahrgenommene Gefahr gesunken. Im Jahr 2025 stuften noch 47 Prozent der befragten Führungskräfte das Risiko eines Cyberangriffs als hoch ein. 2026 waren es nur noch 38 Prozent. Damit liegt der Wert wieder nahe am Niveau von 2024 mit 35 Prozent.
"Dass die wahrgenommene Gefahr sinkt, während die tatsächlichen Vorfälle steigen, ist ein gefährlicher Trugschluss. Wer KI gezielt einsetzt, erkennt deutlich mehr Angriffe – und Sichtbarkeit ist der erste Schritt zu wirksamer Abwehr", so Gottfried Tonweber, Partner und Leiter der Cybersecurity bei EY Österreich.
KI macht mehr Angriffe sichtbar
Besonders groß ist der Unterschied beim Einsatz künstlicher Intelligenz in der IT-Sicherheit. Rund 65 Prozent der Unternehmen mit KI-gestützten Schutzsystemen registrierten Hinweise auf Cyberangriffe.
- Gleichzeitig ist die wahrgenommene Gefahr gesunken. Im Jahr 2025 stuften noch 47 Prozent der befragten Führungskräfte das Risiko eines Cyberangriffs als hoch ein. 2026 waren es nur noch 38 Prozent. (Symbolbild)
- Foto: Panthermedia/maxkabakov
- hochgeladen von Kevin Chi
Bei Betrieben ohne entsprechenden KI-Einsatz waren es 29 Prozent. Aus den Daten geht allerdings nicht hervor, ob Unternehmen mit KI tatsächlich häufiger angegriffen werden oder verdächtige Aktivitäten lediglich besser erkennen.
Für die kommenden Jahre rechnen 82 Prozent der Befragten mit einer weiter steigenden Bedeutung von Cyberangriffen. Für die Studie befragte EY Österreich im April 2026 insgesamt 200 Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer sowie Führungskräfte aus den Bereichen IT-Sicherheit und Datenschutz. Berücksichtigt wurden Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten.
Weitere Themen:
Aktuelle Nachrichten aus Österreich auf
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.