Jürgen Roth
"Klimafreundliches Heizöl ist die Zukunft"

Jürgen Roth, Energiehandelsobmann der Wirtschaftskammer Österreich und Vorstandsvorsitzender der eFuel-Alliance, verrät, wieviel uns die Klimawende tatsächlich kosten wird, warum eine Ölheizung gar nicht so „böse“ ist und wie Österreich auf dem Gebiet synthetischer, CO2-neutraler Flüssigkraftstoffe Weltmarktführer werden kann.
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  • Jürgen Roth, Energiehandelsobmann der Wirtschaftskammer Österreich und Vorstandsvorsitzender der eFuel-Alliance, verrät, wieviel uns die Klimawende tatsächlich kosten wird, warum eine Ölheizung gar nicht so „böse“ ist und wie Österreich auf dem Gebiet synthetischer, CO2-neutraler Flüssigkraftstoffe Weltmarktführer werden kann.
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In Österreich heizen mehr als 600.000 Haushalte mit Öl. Die Mineralölwirtschaft forscht derzeit intensiv an der Herstellung von treibhausgasreduzierten Flüssig-Brennstoffen. Denn durch die Entwicklung neuer, synthetischer Kraftstoffe  hat die Ölheizung langfristig eine klimaneutrale Perspektive. Schon 2030 soll das klimafreundliche Heizöl in Österreich am Markt sein, prophezeit der Energiehandelsobmann der Wirtschaftskammer Österreich Jürgen Roth.

ÖSTERREICH. Die Energie- und Klimaziele der Bundesregierung sind fixiert, 2040 möchte Österreich klimaneutral sein, und  auch die österreichische Mineralölwirtschaft bekennt sich dazu: Doch man will die Ziele durch Innovationen und nicht durch Verbote erreichen. Die Ölheizung soll etwa in Zukunft mit einem CO2-neutralen, synthetischen Brennstoff betrieben werden. Jürgen Roth ist Vorstandsvorsitzender der eFuel-Alliance, einer branchenübergreifenden Interessensgemeinschaft auf diesem Gebiet, sowie Energiehandelsobmann der Wirtschaftskammer Österreich. Im Interview mit RMA-Redakteurin Anna Richter-Trummer verrät er, wieviel uns die Klimawende tatsächlich kosten wird, warum eine Ölheizung gar nicht so „böse“ ist und wie Österreich auf dem Gebiet synthetischer, CO2-neutraler Flüssigkraftstoffe Weltmarktführer werden kann.

RMA: Österreich bekennt sich zu den Pariser Klimazielen und möchte seine CO2-Emissionen bis 2030 um 36 Prozent reduzieren. Geht es nach Ihnen werden synthetische Kraftstoffe dabei eine entscheidende Rolle spielen. Sind synthetische Kraftstoffe, die CO2-neutral produziert werden, die Zukunft?
Jürgen Roth: Da bin ich mir ganz sicher, denn sie haben entscheidende Vorteile: Sie brauchen keine neue Infrastruktur. Sie können überall dort, wo man jetzt noch fossile Energie verwendet, von einem Tag auf den anderen eingesetzt werden und so die Energieneutralität bewerkstelligen, also etwa im Flug- oder im Schiffsverkehr, in der Mobilität aber auch im Raumwärmemarkt: Überall könnte man die bestehende Infrastruktur beibehalten. Im Moment sind es etwa 7,5 Mio. Kraftfahrzeuge in Österreich, die noch fossil betrieben werden, die könnte man alle von heute auf morgen umstellen, wenn wir einen Kraftstoff haben der CO2-neutral ist; Ebenso alle Flugzeuge, Schiffe und natürlich auch alle Ölheizungen und das ohne kostspieligen Umbau: Keine neuen Leitungen, keine Investitionen, eine neue Verfahren oder irgendwelche Bewilligungen. Der zweite Vorteil ist, man kann synthetische CO2-neutrale Flüssigkraftstoffe speichern, und zwar langfristig, weil sie flüssig sind, und zwar ohne dass man dabei Energieverluste verzeichnet. Wo auch immer man den Kraftstoff produziert und herstellt, man kann ihn vor Ort speichern und überall dorthin bringen, wo er zu einem späteren Zeitpunkt benötigt wird. Das ist ein Riesenvorteil gegenüber Strom, denn den kann man nicht von A nach B bringen. Der dritte Vorteil ist, und das ist ein wichtiger Punkt: Wir werden in naher Zukunft durch das Vorhaben, die Klimaziele erreichen zu wollen, sehr viel erneuerbaren Strom produzieren und ans Netz bringen. Österreich will ja bis 2030 bilanziell 100 Prozent Strom aus rein erneuerbaren Stromquellen haben, das sind etwa 1200 zusätzliche Windräder, zwei Millionen zusätzliche Photovoltaikanlage und Wasserkraft in der Größenordnung von zB 55 zusätzlichen Murkraftwerken, wenn man dieses ehrgeizige Ziel erreichen will. Das ist sehr viel erneuerbare Energie, die aber im Gegensatz zur fossilen Energie gerade dann nicht immer zur Verfügung steht, wenn man sie braucht, sondern eben dann, wenn der Wind weht, die Sonne scheint oder wenn viel Wasser fließt. Es wird viel Überschussstrom geben, das wird zu 80 Prozent der Zeit auftreten und an 20 Prozent werden wir trotzdem zu wenig Strom haben. Um diese 80 Prozent sinnvoll zu nutzen und sie nicht in die Netze zu geben, die dann überlastet werden, Stichwort Blackout, könnte man den Überschussstrom in einem neuen, synthetischen Kraftstoff speichern. Das würde ökologisch und ökonomisch Sinn machen und ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass synthetische Kraftstoffe einen guten Beitrag zur Klimawende bedeuten. Der Riesenvorteil ist, dieser Beitrag wäre nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch sozial verträglich und vor allem standortverträglich, und das ist für mich das wichtigste Argument von allen. Denn ich bin der festen Überzeugung, dass jeder „Green Deal“ nur dann Nachahmer finden wird, etwa in Asien und Amerika, wenn er wirtschaftlich ein Erfolgsmodell wird.

Blicken wir in die Zukunft: Ab wann könnte die Verwendung von synthetischen Kraftstoffen, die CO2-neutral produziert werden, zur flächendeckenden Versorgung in Österreich Realität werden?
Wir sind gerade dabei, in Österreich mit 100 Prozent österreichischem Know How, und darauf sind wir echt stolz, und ausschließlich mit österreichischem Strom, also keinem Importstrom, die weltweit größte Demo-Anlage in Form einer Hochleistungselektrolyse Anlage zu erreichten. Der entscheidende Vorteil gegenüber anderen eFuel Anlagen ist der extrem hohe Wirkungsgrad. Das ist für Österreich schon etwas Herausragendes, dass wir bei dieser Technologie weltweit federführend sind. Diese Anlage ist gerade dabei zu entstehen, in wenigen Wochen werden wir auch sagen können, wo sie in Österreich stehen wird. Fix ist, sie wird Ende 2022, Anfang 2023 in Betrieb gehen. Und: Diese Anlage ist nur eine Demo-Anlage, das heißt, sie wird nur einige hunderttausend Liter produzieren, das ist natürlich zu wenig, um den Markt zu beeinflussen. Aber wir hoffen, dass die unzähligen bereits bestehenden Interessenten dort sehen und bewiesen bekommen, dass die Herstellung von klimafreundlichem Brenn- und Kraftstoff funktioniert. Der große Vorteil der Anlagen ist, sie ist in einer modularen Bauweise konzipiert, dadurch man kann zusätzliche Anlagen in wenigen Monaten überall auf der Welt errichten. Der Vorteil gegenüber allen anderen Alternativen ist, dass dabei die Ressourcen, die notwendig sind, um erneuerbare Kraftstoffe herzustellen, mit synthetischen Kraftstoffen eben unendlich sind. Denn es gibt weltweit genug Sonneneinstrahlung, Wind und Wasser. Viele nachhaltige Quellen, zum Beispiel Altstoffe und Biomasse sind bei all ihren Vorhaben leider limitiert. Beim synthetischen Kraftstoff sind wir aber nicht limitiert. Wir gehen davon aus, dass wir bis 2025 in der Lage sein werden, dies Anlagen überall dort hinzubauen, wo jemand sie errichten möchte und dass wir bis 2030 einen signifikanten Beitrag mit den neuen "grünen" Kraftstoffen zur Klimawende leisten können.

In Österreich heizen aktuell über 600.000 Haushalte mit Öl. Ab wann werden sie klimafreundliches Heizöl kaufen können und  wieviel wird das kosten?

Im Moment ist die Diskussion ausgebrochen, wer den synthetischen Kraftstoff am Anfang als Erster bekommt. Die Politik hätte am liebsten, dass wir ihn in der Luft- und Schifffahrt vorbehalten. Wir glauben, dass es auch Sinn macht, ihn in die Mobilität zu geben, darüber hinaus aber auch in den Raumwärmemarkt. In der Mobilität haben wir etwa 50 Prozent Steuern auf Diesel in Europa, wenn jetzt eine CO2 Steuer auch nicht hinzukommt, dann steigt die Steuerbelastung auf über 50 Prozent. Dann würde es Sinn machen, beizumischen, da es somit am leistbarsten für den Konsumenten wäre. Fakt ist: Synthetische Kraftstoffe, die CO2-neutral produziert werden, werden nicht billiger sein als der fossile Kraftstoff. Wir arbeiten daran, dass er kostengünstig wird, umso mehr Absatz, umso billiger wird es werden. Deswegen geht es nicht darum, wieviel Kunden das Produkt haben, wir werden versuchen das Produkt flächendeckend beizumengen, sowohl im Luftverkehr, da ist es schon laut Gesetzesentwurf der EU bis 2030 vorgeschrieben, auch im Schiffsverkehr, und wir glauben, wir werden ihn auch in der Mobilität beimengen. Im Raumwärmemarkt glauben wir, dass es Kunden geben wird, die Interesse haben, ihr bestehendes Heizsystem zumindest über einen gewissen Zeitraum noch zu behalten und für diesen Zeitraum können wir sie mit synthetischen Kraftstoffen versorgen. So können sie ihre alte Ölheizung mit synthetischen Kraftstoffen betreiben und vor einem Systemwechsel schon klimaneutral sein.

Es gibt ein neues Wärmegesetz, das kommt im Herbst in die Begutachtung, darin ist vorgesehen, dass Österreich den Ausstieg aus den fossilen Quellen auch am Raumwärmemarkt bis 2040 vollziehen will, das gilt sowohl für die Fernwärme als auch für alle Gasheizungen. Zusätzlich gilt das auch für die 600.000 Ölheizungen in Österreich: Was kommt dabei auf jeden einzelne von ihnen zu?
Auf die Ölheizungsbesitzer kommt Folgendes zu: Es wird einen stufenweisen Ausstieg geben. Je nachdem wie alt die Ölheizung ist, wird bis 2040 ausgetauscht. Man will keinen dazu zwingen, wenn jemand gerade eine neue Ölheizung vor wenigen Jahren gekauft hat. Wer eine Ölheizung hat, die bereist 30 Jahre alt ist, wird man die so rasch als möglich auf ein Co2-neutrales System umstellen. Meistens findet bei Häusern im Zuge der Nachfolge ein größerer Umbau statt, im Zuge des Umbaus wird wahrscheinlich in vielen Fällen nachgedacht, ob man das Heizsystem ändert, zB Wechsel auf Wärmepumpe. Im Neubau wird die Ölheizung eigentlich garnicht mehr eingebaut, es gibt ein Verbot, aber nicht in allen Bundesländern. Und nochmal: Wichtig ist: Verboten ist nicht die Ölheizung per se, sondern verboten ist der Einsatz von fossilen, flüssigen, festen oder gasförmigen Brennstoffen. Was ja logisch ist, denn „böse“, wenn man es so nennen will, ist ja das Co2-emittierende Medium, das die Ölheizung verbrennt, aber eben nicht die Ölheizung per se. Daher: Tauschen wir doch das Medium! Denn an der Ölheizung gibt es ja nichts auszusetzen, die funktioniert jahrzehntelang wartungsfrei, ist kostengünstig und sehr zuverlässig und viel Leute wollen sie eben weiter haben. Ich glaube, dass gewisse Haushalte sagen werden, liebe Enkel, die Ölheizung funktioniert seit 20 Jahren und wir machen jetzt sicher keinen neuen Umbau und wollen nicht alles rausreißen, den Tank, die Heizkörper, wir wollen die Ölheizung weiter benutzen, und genau für diese Fälle gibt es den synthetischen Co2-neutralen Kraftstoff. Dann kann man mit einem „grünen“ Gewissen die Ölheizung weiter betreiben und den „grünen" Kraftstoff einfüllen, ist gesetzeskonform und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz. Ich persönlich habe in meiner Ölheizung den neuen synthetischen Co2-neutralen Kraftstoff in Verwendung seit drei Jahren und es läuft perfekt.

Mit welchen Kosten müssen Haushalte mit Ölheizungen rechnen, wenn sie mit einem klimafreundlichen Heizöl heizen? Wieviel teurer wird's?
Ab 2030, das ist das Ziel, könnte sich jeder Haushalt einen grünen Brennstoff kaufen, aber das wird teurer werden, das muss man ganz ehrlich sagen. Um wieviel teurer, kann man nicht genau sagen: Ist die Produktionsstätte in Österreich, rechnen wir mit einem Preis zwischen 1 bis 1,5 Euro pro Liter. Wenn das Produkt dort hergestellt wird, wo es viel mehr Wind gibt als in Österreich, etwa in Nordafrika, Südeuropa oder Südamerika, wo es wahrscheinlich weniger Auflagen und weniger Umweltbedenken gibt, wird es zu einem Preise von 60 bis 70 Cent pro Liter kommen. Und das ist ohne Steuern. Es wird eine Co2 Steuer geben und es werden noch andere zusätzliche Belastung kommen in ganz Europa, die die fossilen Energieträger noch teurer machen. Da muss man so ehrlich sein, die Energiewende wird extrem viel Geld kosten. Ich meine, es werden alle Energieträger teurer werden, man sieht das ja jetzt schon bei den Strompreisen. Es wird leider alles teurer werden, zumindest mittelfristig, weil die ganzen Investitionen in die neue Infrastruktur und die neue Gewinnung von erneuerbaren Energieformen, die müssen wir ja mitfinanzieren, irgendwer muss das ja zahlen. Das hat leider noch keiner so deutlich ausgesprochen, aber die sehr positive "Stromwende" wird uns viel Geld kosten: Das zahlt entweder die öffentliche Hand , der Private oder die Unternehmen, irgendwer wird das finanzieren müssen. Das heißt: 2030 wird es möglich sein, klimaneutral mit synthetischen Heizstoffe zu heizen, und es wird nicht signifikant teurer werden als fossile Brennstoffe. Aktuell kostet der Liter Heizöl etwa 70 bis 80 Cent in Österreich, bis 2030 glaube ich, dass der fossile Kraftstoff mindestens einen Euro kosten wird, wegen der Co2-Steuer oder anderem. Daher wird der Produktionspreis von 1 bis 1,5 Euro für den "grünen" Treibstoff konkurrenzfähig sein. Ebenso in Erwägung muss man ziehen: Was kostet es, die ganze Öl-Heizung zu tauschen? Das sind Kosten im Durchschnitt von rund 30.000 Euro. Und wenn man noch ein paar Jahre pro Liter ein paar Cent mehr zahlt, steht das noch immer in keiner Relation zu 30.000 Euro an Investitionskosten. Ich kann jetzt schon prognostizieren, und das wird zu 99 Prozent eintreten, dass auch der Strom teurer wird. Denn im Moment „verstromen“ wir alles, wir wollen die Mobilität verstromen, die Industrie und den Handel - logisch, dass wenn alle Strom haben wollen, und zwar erneuerbaren Strom, dann wird der teurer. In Europa haben wir erst 38 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen, man muss mal den Stand auf 100 Prozent bringen. Das heißt, es wird nicht billiger werden! Daher glaube ich, das die neuen synthetischen Flüssigkraftstoffe  konkurrenzfähig sein werden.

30.000 Euro für den Tausch der alten Ölheizug ist viel Geld, auch wenn es Förderungen gibt: Glauben Sie persönlich an das Aus von Ölheizungen und wozu würden Sie persönlich raten?
In Österreich gibt es einen Entwurf zum Wärmegesetzt und in dem Entwurf, der noch nicht beschossen ist, ist geplant, bis 2040 ein „Phasing Out“ (Auslaufen) zu machen: Das betrifft aber nicht die Ölheizung sondern die fossilen Brennstoffe. Das „Phasing Out“ wird ein Stufenplan sein, das heißt, die Ölanlage, die jetzt neu ist, darf bis 2040 bleiben. Eine Anlage, die schon 40 Jahre alt ist, muss hingegen getauscht werden. Ich glaube, die Leute brauchen sich vor 2025 keine große nSorgen mache, aber ab 2025 beginnen diese Pläne der Bundesregierung am Raumwärmemarkt für fossile Brennstoffe: Man will ab 2025 bis 2040 im Stufenplan die Öl- und Gasheizungen, die fossil betrieben werden, außer Betrieb nehmen. Und überhaupt: 30.000 Euro für alle, die bis 2040 nicht ihre Ölheizung gewechselt haben, wer zahlt denn das? Und noch ein Satz zu allen Ölheizungs-Benutzern: Die können sich ruhig zur Wehr setzen, weil es kann nicht sein, dass die Schuld sind, dass der ganze Klimawandel stattfindet. Denn sie machen von allen Emissionen in Österreich etwa vier Prozent aus. Die Ölheizung ist der kleinste Player,  der jetzt als „Opferlamm" auserkoren wurde,  nach dem Motto: Wenn sie alle wegfallen, wird es keine Wetterkapriolen mehr geben. Das ist unseriös. Wir haben durch Innovation und Kesseltausch bereits 50 Prozent des Verbrauchs eingespart in den letzten 20 Jahren, damit sind die CO2-Emissionen aus der Gebäudeheizung entsprechend gesunken. Und den letzten Schritt können sie nun auch bald setzen: Mit synthetischen Flüssigkraftstoffen, damit ist die Ölheizungen dann 100 Prozent Co2 neutral.

Wer einen synthetischen CO2-neutralen Kraftstoff testen möchte, aktuell wird selbiger bei etwa 25 Testanlagen in allen Bundesländern in Österreich eingesetzt: Alle Infos und weiterführende Tipps gibt es bei der IWO Österreich, der  Interessenvertretung der Mineralölwirtschaft am Raumwärmemarkt, mit der Telefonnummer +43 (0) 1 710 68 99 und der E-Mail: wien@iwo-austria.at 

Über die IWO Austria
Das IWO Österreich ist die Interessenvertretung der Mineralölwirtschaft am Raumwärmemarkt und Sprachrohr von über 600.000 Ölheizungshaushalten (*Quelle: Mittelwert aus Einfach- und Mehrfachzählungen der Statistik Austria, Energieeinsatz der Haushalte 2019/2020) in Österreich. In einem Pilotprojekt testet IWO gemeinsam mit der Kesselindustrie und dem Energiehandel seit Ende 2018 den Einsatz synthetischer Flüssig-Brennstoffe österreichweit in herkömmlichen Ölheizungsanlagen. Das Projekt will die Kompatibilität von XtL (X-to-Liquid) mit der bestehenden Infrastruktur und gleichzeitig die Beibehaltung der Betriebssicherheit demonstrieren. „Massenmarkttaugliche und leistbare Lösungen für Ölheizungsbesitzer zu finden, die mit bestehenden Anlagen kompatibel sind, steht im Fokus unseres Projektes“, so Martin Reichard, Geschäftsführer von IWO. Während der Testphase wurden bei regelmäßigen Inspektionen mithilfe von umfangreichen Testprotokollen unter anderem die Luftschadstoffemissionen CO und NOx, sowie der Abgasverlust ermittelt. Die Ergebnisse nach der ersten Testperiode sind vielversprechend: -10% Stickoxide, +3% Energieausbeute, -50% Kohlenmonoxid, -90% Kohlendioxid. Aufgrund der großen Nachfrage wurde die Testphase und zwei weitere Heizperioden verlängert.

Jürgen Roth, Energiehandelsobmann der Wirtschaftskammer Österreich und Vorstandsvorsitzender der eFuel-Alliance, verrät, wieviel uns die Klimawende tatsächlich kosten wird, warum eine Ölheizung gar nicht so „böse“ ist und wie Österreich auf dem Gebiet synthetischer, CO2-neutraler Flüssigkraftstoffe Weltmarktführer werden kann.
Überall wo erneuerbarer Strom produziert wird, können dezentrale Anlagen entstehen:  Hier ein Modell  einer Power-to-Liquid-Anlage zur Herstellung synthetischer CO2-neutraler Kraftstoffe.

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