Kritik der Gewerkschaft
Paketsteuer gefährdet Arbeitsplätze bei der Post
- Die Postgewerkschaft befürchtet durch die Paketabgabe einen Rückgang im Paketgeschäft, was sich negativ auf die Arbeitsplätze auswirken könnte.
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Aufgrund der geplanten Paketabgabe befürchtet die Postgewerkschaft einen Rückgang des Paketvolumens und damit verbunden einen Abbau von Arbeitsplätzen.
ÖSTERREICH. Der Vorsitzende der Postgewerkschaft (GPF) Richard Köhler hält die geplante Paketsteuer für einen Fehler. Die Dreierregierung hat diese Abgabe erfunden, um einen Teil der Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel gegenzufinanzieren. Vorgesehen sind zwei Euro pro Paket oder Bestellung im Versandhandel.
Allerdings hat die EU beschlossen, bestimmte Pakete aus Drittstaaten mit einer Abgabe von drei Euro zu belegen. Das soll in erster Linie asiatische Online-Giganten wie Temu oder Shein treffen. Unterm Strich bedeutet das ein Plus von fünf Euro pro Online-Paket ab September.
Weniger Pakete - weniger Jobs
Für Köhler ist klar: Wenn der Paketmarkt aufgrund der Verteuerung zurückgehen sollte, könnte die teilstaatliche Post AG weniger Personal brauchen. Dass keine Steuerbefreiung für Dinge des täglichen Bedarfs wie Medikamente vorgesehen ist, ist für den Gewerkschafts-Boss ebenfalls nicht nachvollziehbar.
- Eine zusätzliche Abgabe wirkt den Bemühungen der Regierung um eine Inflationsdämpfung entgegen. (Symbolbild)
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Abgesehen davon konterkariert diese Verteuerung die Bemühungen der Dreierkoalition, die Inflation zu dämpfen, meint Köhler. Er präferiert daher eine Erbschafts- und Millionärssteuer zur Gegenfinanzierung der Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel.
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