2026 Prognose
Plus bei Nachfrage, Angebot und Preisen am Immomarkt erwartet
- Beim größten Immobilienvermittler des Landes, RE/MAX, blickt man optimistisch auf das Marktgeschehen 2026. (Symbolfoto)
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Bei Österreichs größtem Immobilienvermittler RE/MAX blickt man zuversichtlich in das neue Geschäftsjahr. Man erwartet Anstiege sowohl bei der Nachfrage wie auch beim Angebot. Aber auch die Preise für Immobilien sollen steigen.
ÖSTERREICH. Der Immobilienmarkt in Österreich erholt sich langsam, aber stetig. Dies zeigen auch Zahlen von RE/MAX, dem größten Immobilienentwickler des Landes. Am Mittwoch veröffentlicht man Daten zum abgelaufenen Geschäftsjahr und gibt die Erwartungen für 2026 ab.
Bereits 2025 erzielte RE/MAX einen neuen Umsatz- und Verkaufsrekord. Zwar liege man damit über dem Markttrend, generell habe sich die Immobilienbranche jedoch spürbar erholt: "Vor allem das niedrigere Zinsniveau, die temporären Befreiungen von Gebühren für die meisten Grundbucheintragungen, wie auch gewisse psychologische Gewöhnungseffekte haben die positive Entwicklung im Jahr 2025 spürbar gestützt", erklärt man.
- Für RE/MAX war es ein Rekordjahr 2025, aber auch ganz generell habe sich der Markt erholt. 2026 peilt man weiteres Wachstum in der Branche an.
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Um 16 Prozent mehr Immobilien wurden mehr verbüchert als noch 2024. Laut Hochrechnung für das abgelaufene Jahr 2025 gab es rund 117.000 Verbücherungen. Im bisherigen Rekordjahr 2021 waren es 163.266, 2024 lediglich 100.854. Auf das Rekordjahr fehlten 2025 somit nur rund 27,5 Prozent.
Gute Aussichten für 2026
Der Positivtrend soll auch im angelaufenen Jahr weitergehen. Bundesweit liegen 2026 laut RE/MAX alle Immobilientypen gegenüber 2025 im Plus – sowohl die Nachfrageentwicklung als auch die Angebotsbreite und auch der Preis.
"Diese Zuversicht über alle Bereiche hinweg ist bemerkenswerter als das eigentliche Ausmaß. In Zahlen heißt das bundesweit für den Gesamtmarkt: Plus 3,9 Prozent mehr Nachfrage, plus 2,8 Prozent mehr Angebot und plus 3,4 Prozent höhere Preise", heißt es im Ausblick. „Der stotternde Neustart 2025 ist überwunden, der Markt soll 2026 wieder unspektakulär, aber rund laufen", fasst es Anton Nenning, Head of Research bei RE/MAX Austria zusammen.
Bundesländer unterschiedlich
Zwar erwartet man für sämtliche Bundesländer Marktzuwächse, die Details muss man sich jedoch genauer ansehen: "Regionale Unterschiede in den Erwartungshaltungen leiten sich einerseits ab von abweichenden topografischen Strukturen, andererseits von der Wichtigkeit von Exportwirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Industrie. Einfluss haben aber auch Abweichungen beim Einkommen, bei der Bevölkerungsentwicklung und mitunter auch bei emotionalen Sichtweisen", erklärt Nenning.
- Die Preisprognose für die einzelnen Segmente.
- Foto: RE/MAX
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So erwartet man in Tirol 6,4 Prozent mehr Nachfrage und 4,3 Prozent in Kärnten. Die kleinsten Nachfragesteigerungen soll es in Oberösterreich und Burgenland mit jeweils 2,9 Prozent geben. Das Angebot soll um 4 Prozent im Burgenland und um 3,9 Prozent in Kärnten wachsen, minimal dagegen, um 0,3 Prozent, im Bundesland Salzburg. Die generelle Preiserwartung reicht von plus 1,5 Prozent in Salzburg und plus 2 Prozent im Burgenland bis zu 4 Prozent in Niederösterreich und 4,2 Prozent in Wien.
Die größte Nachfragesteigerung wird bei den Wohnimmobilien übrigens im oberen Preissegment mit 3,9 Prozent erwartet, gefolgt vom mittleren Preissegment mit 2,8 Prozent und dem unteren mit 2,5 Prozent. Auch für das Luxus-Preissegment dreht die Nachfrageerwartung von minus 0,9 Prozent auf plus 1,4 Prozent. Sowohl bei Eigentums- als auch Mietobjekten erwartet man Nachfragesteigerungen von 2,3 Prozent bis 3,7 Prozent. Sogar bei den Einfamilienhäusern wird es um 3,9 Prozent mehr Nachfrage geben als 2025.
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