Halbjahresbilanz
Starker Gewinnrückgang trotz Umsatzplus bei Post AG
- Die Österreichische Post AG konnte ein deutliches Umsatzplus im ersten Halbjahr 2026 erzielen. Der Gewinn (EBIT) schrumpfte jedoch im Jahresvergleich.
- Foto: Österreichische Post AG
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Die Österreichische Post AG muss mit einem starken Gewinnrückgang vor Steuern und Zinsen (EBIT) im ersten Halbjahr umgehen. Und das, obwohl der Umsatz sogar stieg. Man führt dies auf den Rückgang im Briefgeschäft, die Anstrengungen im Telekombereich sowie Wettbewerbsdruck zurück.
ÖSTERREICH. Am Freitagmorgen präsentierte die Österreichische Post AG ihre wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen zum abgelaufenen ersten Halbjahr 2026. Die gute Nachricht für das Unternehmen: Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 3,8 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro. Im Konzerngewinn schlägt sich das aber nicht nieder: Das EBIT, also der Gewinn vor Steuern und Zinsen, ging jedoch um satte 22 Prozent auf 73,3 Millionen Euro zurück.
Diese Zahlen entwickelten sich dabei wie prognostiziert, betont man: "Effekte im Ergebnis zeigten insbesondere der beschleunigte Rückgang im Briefgeschäft, die Transformation im Telekom-Bereich sowie die hohe Wettbewerbsintensität in den internationalen Märkten."
Weniger Briefe, Pakete umkämpft
Ganz generell sei das Jahr 2026 "von einem schwierigen geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld geprägt." Immer mehr Behörden und Geschäftskundinnen bzw. -kunden steigen auf digitalen Schriftverkehr um. "Damit setzt sich der tiefgreifende Wandel rückläufiger Briefmengen fort, während gleichzeitig das Paketvolumen weiter zunimmt", erklärt man. Diese Einschätzung zeigt sich tatsächlich auch in den Daten zum Paket- und Briefmarkt, MeinBezirk berichtete:
Zwar steigt die Zahl der Paketsendungen kontinuierlich, doch hier herrscht ein großer Wettbewerbsdruck für die Österreichische Post. Dieser Situation will man mit der Erweiterung ihrer Dienstleistungen begegnen. Das reiche von Post- und Logistikdienstleistungen bis hin zu Finanzdienstleistungen und einem neuen Internet- und Mobilfunkangebot. Im nationalen und internationalen E-Commerce-Geschäft zeigt insbesondere der Fokus auf E-Fulfillment – also die gesamte Abwicklung von Online-Bestellungen aus einer Hand – wachsende Bedeutung.
Mehr SB-Filialen
Walter Bolin, Generaldirektor der Post AG, sieht trotz Gewinnrückgang viel Positives im abgelaufenen ersten Halbjahr 2026: "Trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds konnten wir unseren Umsatz steigern. Gleichzeitig treiben wir die strategische Transformation unseres Konzerns konsequent voran – mit Investitionen in neue Geschäftsfelder, internationaler Expansion und den Ausbau unserer Infrastruktur."
- Auch der Ausbau des SB-Filialnetzes schreitet voran.
- Foto: Österreichische Post AG
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Zu einer der wichtigsten Investitionen zählte die Etablierung des neuen Mobilfunkanbieters "Yelllow". Im Banking-Bereich gab es eine Produkterweiterung bei "bank99" und profitablem Wachstum. Beim Selbstbedienungsbereich (SB) gab es eine Offensive, damit schaffte man ein historisch dichtes Postnetz mit 3.000 Poststellen. International wächst wiederum das Paketgeschäft für die Konzerntöchter in Serbien und das Fullfillment-Geschäft in Bulgarien.
Für 2026 erwartet die Post weiterhin einen leichten Umsatzanstieg und strebt ein operatives Ergebnis in der Bandbreite der vergangenen Jahre an.
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