Zehn Jahre Willly Pichay
Fulminantes Zwei-Tage-Fest der Feuerwehr Mettersdorf
- Moderator Daniel Düsenflitz, HBI Markus Kainz und Willly Pichay bei der Begrüßung
- Foto: Gerhard Langmann
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Die Feuerwehr Mettersdorf kann auch Zwei-Tage-Fest: Beim Event vor dem Rüsthaus wimmelte es von musikalischen Größen der Volksmusik und der Schlagerwelt.
METTERSDORF/STAINZ. Gleich zu Beginn: Man muss die Organisatoren zu ihrem Engagement bei der Ausrichtung des Feuerwehrfestes beglückwünschen. Die Veranstalter sind zum einen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und zum anderen das Team rund um den musizierenden Rauchfangkehrer Willly Pichay. Ihnen ist ein pralles Musikprogramm gelungen, das in der Tat allen Ansprüchen gerecht wurde. An beiden Tagen als Moderator im Einsatz war Daniel Düsenflitz, die Schlagfertigkeit in Person aus Ligist.
Ihm ist gutzuschreiben, dass er stets die „goscherte“ Anrede fand, um den Stimmungslevel im Publikum hochzuhalten. Danach ist aber bereits Willly Pichay zu nennen, der sein musikalisches Können voll ausspielte und bei seinen Fans immer die richtigen Strippen zog. Der musizierende Rauchfangkehrer, der bereits in der Volksschule durch seine Musikalität auffiel, ist durch seinen Sieg bei der „Immer wieder sonntags“-Show auf ARD etliche Sprossen auf der Karriereleiter nach oben geklettert. Klarerweise gab er den Siegertitel, der ihm den Titel Sommerhitkönig 2025 eingetragen, zum Besten: So schnell gehen wir Heut‘ nicht nach Haus.
Schmissiger Samstag
Für das Nicht-nach-Haus-gehen sorgten aber auch weitere Künstler und Künstlerinnen. Etwa Fee Lissa aus Kärnten, die sich mit Ohrwürmern wie „Let’s twist again“, „Waterloo“ oder „Ich fühle wie du“ einstellte. Als Zugabe lieferte sie die Eigenkomposition „Unser Universum“ (eh klar, die Liebe) nach. Die Attribute „musikalisch“, „bodenständig“ und „bezaubernd“ von der Begrüßung erfüllten sich zu 100%. Muss man sie vorstellen? Eher nein, den Jazz Gitti genießt mittlerweile Legendenstatus. Im Festzelt gab sie sich aber leutselig und dem Publikum zugewandt.
„Geht’s eich guat?“, fragte sie in die Menge, um ein lautstarkes Jaaaa als Antwort zu bekommen. Die Besuchenden waren aber auch zur Stelle, wenn es bei „A Wunda, a Wunda, es is a Wunda g’schehgn“ oder „Es gibt so vül Idiot’n auf da Wölt“ die Hände nach oben oder zur Seite zu heben waren. Beim musikalischen Urgestein Oliver Haidt, der schon fast dreißig Jahre im Musikgeschäft tätig ist, wurden die Hände am meisten für das Applaudieren gebraucht. Der Oststeirer darf mehrere Nummer eins-Alben sein Eigen nennen und kann auf unzählige Auftritte im Radio und im Fernsehen verweisen. Das Publikum glaubte ihm, wenn er „Geradeaus ins Glück“ wollte, ausgab, „Nie mehr was an einem Sonntag anzufangen“ oder zu gestehen, „Nur für dich zu leben“.
Sonntagmorgen ohne Sorgen
Der Sonntag stand an musikalischer Qualität und Stimmung für das Publikum um nichts nach. Freilich: Beim Duo „Da Zillertaler (Christoph Hauser) und der Geigerin (Tanja Stern)“ mussten sich die Besuchenden erst in das Tirolerische, genauer: in das Zillertalerische, eingewöhnen. Freilich: Die „Steirische“ (der Ziacha) und die Geige stehen für allgemeine Verständlichkeit und Akzeptanz. Da wurden Titel wie „Des isch Tirol“, „Die Geign kearcht zur Volksmusik“ oder „Weil i koa Hosnscheißa bin“ gerne in Kauf genommen.
Bei Udo Wenders war Dialekt kein Problem, der ehemalige Kabarettist und Komiker brachte seine Botschaften klar und deutlich an den Mann und die Frau. Der Titel „Born to be Wenders“ ist für den Kärntner, der in vielen Fernsehstudios und vor Radiomikrofonen zu erleben war, wohl Programm. „Der letzte Zug, cara mia“ war noch nicht abgefahren, man glaubte ihm, dass „Alles roger ist“ und dass er „Zärtliche Signale“ aussandte.
Dank an alle Freiwilligen
Die Musik wäre damit abgehandelt, was bleibt sind die Feuerwehrmitglieder und die ehrenamtlichen Mithelfenden, die für das klaglose Funktionieren im Service, in der Küche und bei den Getränken verantwortlich zeichneten. „So etwas Großes geht nur gemeinsam“, hieß Kommandant Markus Kainz in seiner Begrüßung alle Gäste willkommen (auch Bürgermeister Karl Bohnstingl war da) und richtete seinen Dank für ihr Engagement an die Dorfgemeinschaft, alle Freunde und Bekannten. Das Ergebnis, so die klare Ausrichtung, wird für die Allgemeinheit in die Feuerwehrkasse investiert.
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