Jugendrotkreuz Steiermark
Internationaler Tag der Wiederbelebung als Ganztagsspektakel
- Man sieht es: Die Gruppen waren mit großer Freude an der Arbeit
- Foto: Gerhard Langmann
- hochgeladen von Gerhard Langmann
Das Jugendrotkreuz Steiermark setzte dem Internationalen Tag der Wiederbelebung mit einem 24-Stunden-Programm ein Sahnehäubchen auf.
STAINZ. Der Internationale Tag der Wiederbelebung nahm seinen Ausgang auf Initiative internationaler Reanimationsräte (etwa European Resuscitiation Council) und wird schon seit etlichen Jahren von allen Rotkreuzorganisationen gefeiert. Die Landesjugendorganisation Steiermark legte heuer aber noch eines drauf: Sie inszenierte den Event als Ganztagsspektakel, in das ein Großteil der rund siebzig weiß-grünen Jugendgruppen eingebaut war. Für jede teilnehmende Gruppe war eine halbe Stunde Zeit für ihren Act vorgesehen, in Summe ergaben sich von 0 bis 24 Uhr verteilt also 48 Übungen.
Die Auswahl der Locations war der jeweiligen Gruppe vorbehalten. Der allererste Wiederbelebungseinsatz spielte sich in der Landeszentrale in Graz ab. Wie kam es zur Ausweitung der Aktivitäten im heurigen Jahr? Es waren Elke Krois und Annika Lenger, die Ortsjugendgruppenleiterinnen aus Stainz und Leoben, die mit ihrer Idee im Landesvorstand eine positive Akzeptanz fanden und in der Folge das Ablaufschema erstellten und den Kontakt mit den Jugendgruppen herstellten.
MAN Lions’s Intercity LE
Dieser Bericht handelt vom Übungseinsatz um sieben Uhr in der GKB-Garage in Stainz, in die sich die Youngsters Florentina, Franziska, Jamie, Jana, Jonathan, Lena, Leonidas und Magdalena (in alphabetischer Reihenfolge) einbrachten. Als Übungsplatz diente ein Bus MAN Lion’s Intercity LE, in und vor dem vier Übungspuppen zur Verfügung standen. Das Vorhaben musste pünktlich beginnen, denn es wurde ein Video mitgeschnitten, das in der Folge an die Landeszentrale weitergeleitet wurde, die es ihrerseits dem ORF für eine Abendsendung zur Verfügung stellte.
„Wer müde wird, wechselt sich ab“, erklärte Elke Krois den Ablauf. Eine praktische Anleitung war nicht notwendig, denn die Jugendlichen hatten die Handposition, den Takt und die Mund-zu-Mund-Beatmung schon oftmals ausgeführt. „Ihr könnt ruhig reden“, wies sie darauf hin, dass das Video ohne Ton erstellt wird. „Die ersten zahn Minuten habt ihr schon geschafft“, wurde sie nicht müde, die Teilnehmenden zu motivieren und anzufeuern.
Straffer Zeitplan
Im Bezirk Deutschlandsberg waren mehrere Stationen eingeteilt: 01.30 Uhr Rathaus Stainz, 03.00 Uhr Flascherlzug, 04.00 Uhr Rathaus Lannach, 08.30 Mittelschule Deutschlandsberg, 10.00 Vorführung der Bundessiegergruppen in Seggau, 11.30 Uhr Neue Mittelschule mit Einbindung der FF-Jugend, 17.00 Uhr Eibiswald. Recht gut passte der Termin 22.00 Uhr in der Bezirkszentrale, wo gleichzeitig die Wahl zur Bezirksjugendsprecherin erfolgte.
Zu den Terminen muss angefügt werden, dass alle Gruppenverantwortlichen die Logistik des Transports der Kids zu bewerkstelligen hatten. „Ich stehe immer um ½ 6 Uhr auf“, sah Magdalena die Übung als keine sonderlich aufregende Sache an. Dennoch musste sie sich beeilen, um acht Uhr im BORG Deutschlandsberg zu sein. „Meine Mama hat mich angesprochen“, ist Jonathan schon seit zwei Jahren beim Jugendrotkreuz. Sein unveränderter Befund: „Es taugt mir.“ „Da dürfen wir keinen Namen schreiben“, legte Elke Krois ihren Vorbehalt gegen die nachstehende Äußerung eines Burschen ein: „Es ist so schön da, ich mag gar nicht mehr in die Schule gehen.“
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