Fahrverbot aufgehoben
Anrainer der Schilcherlandsiedlung üben Kritik
- Der Istzustand: Das Einfahrtsverbot ist einer 30-Zone gewichen.
- Foto: Kreiner
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Ärger bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Schilcherlandsiedlung in St. Stefan ob Stainz: Das bisherige Fahrverbot wurde aufgehoben, nun fahren sogar Lastwagen durch das Wohngebiet.
ST. STEFAN OB STAINZ. In dieser Woche hat man die Schilder abmontiert, erzählt uns Belinda Kreiner. Eine Versammlung mit dem Bürgermeister konnte das nicht verhindern. „Wir sind jetzt eine Durchzugsstraße“, meint die junge Anrainerin der Schilcherlandsiedlung stellvertretend für die Bürgerinitiative. In der Siedlung befinden sich 20 Einfamilienhäuser sowie insgesamt acht Wohnblöcke mit über 70 Wohnungen.
Die Gemeinschaft macht sich Sorgen: In der Siedlung wohnen viele Kinder, die Straße ist ein Schulweg – außerdem verläuft dort ein Kinderradweg. Laut Kreiner fahren nun auch Lastwagen durch die Siedlung: „Die Straßenbreite gibt das nicht her, man kann nicht ausweichen.“ Die Initiative hat bereits die Volksanwaltschaft kontaktiert und hofft auf eine Änderung der aktuellen Umstände.
- Besonders stören die Anrainer Lastwagen, die durch die Siedlung fahren.
- Foto: Kreiner
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Im Gemeinderat beschlossen
Der Gemeinderat hat nun beschlossen, das Fahrverbot aufzuheben, einstimmig war diese Entscheidung allerdings nicht. Ein Vorschlag einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 20 km/h wurde abgelehnt. Bürgermeister Stephan Oswald wäre selbst dafür gewesen, das Fahrverbot bestehen zu lassen. Die Entscheidung des Gemeinderats ist laut ihm bereits mit der Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg abgesprochen.
„Es ist eine Gemeindestraße, deshalb war die Frage, warum man das nicht öffnet“, erklärt Bürgermeister Oswald. Außerdem habe es für Verwirrung gesorgt, dass die Zufahrt für „Berechtigte“ erlaubt war. Häufig sei unklar gewesen, was genau damit gemeint war.
- Die bisherige Tafel bei der Siedlungseinfahrt
- Foto: Kreiner
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Was ist zu erwarten?
Der Bürgermeister rechnet nicht damit, dass die Bewohnerinnen und Bewohner extrem viel Verkehr erwartet. Dennoch versichert er: „Die Polizei wird die Geschwindigkeit regelmäßig kontrollieren.“ Auf der Straße gilt nun eine 30er-Beschränkung.
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